Machiavellismus, Psychopathie, Sadismus und Narzissmus beim Online-Dating

Narzisstischer Mann.

Dunkle Tetrade: Wie Machiavellismus, Psychopathie, Sadismus und Narzissmus beim Online-Dating wirken

In meinem letzten Blogartikel ging es um Ghosting, was als ein Symptom des modernen Online-Datings angesehen werden kann. Dazu gibt es übrigens auch einen weiteren, etwas einfacheren und sich stärker auf Gleichlang beziehenden neuen Artikel mit dem Titel „Ghosting beim Online-Dating: Warum es passiert und wie Gleichklang dagegen wirkt“.

Heute beschäftige ich mich quasi mit der persönlichkeitsstrukturellen Basis, nämlich den Auswirkungen von Narzissmus, Psychopathie, Machiavellismus und Sadismus, die in ihrer Kombination auch als dunkle Tetrade der Persönlichkeit beschrieben werden.

Im Artikel wird deutlich, dass diese dunklen Merkmale der Persönlichkeitsstruktur eng mit dem Online-Dating verbunden sind, was Spuren hinterlässt. Bei Gleichklang haben wir eine Gegenstruktur implementiert, die eine geringere Anziehungskraft für Menschen mit diesen Persönlichkeitsmerkmalen hat, als es üblicherweise beim Online-Dating der Fall ist. Auch dies wird am Ende des Artikels erläutert.

 

Haben Sie beim Online-Dating bereits Erfahrungen mit Narzissmus, Psychopathie, Machiavellismus oder Sadismus gemacht? Dann teilen Sie diese gern unten in den Kommentaren mit allen Leser:innen – dies hilft, Muster besser zu erkennen.

Unerwünschte Verhaltensweisen beim Online-Dating

Beim Online-Dating treten neben positiven auch viele unerwünschte Verhaltensweisen auf. Teilnehmende greifen zur Täuschung, matchen, ohne Interesse zu haben, verschwinden spurlos ohne Ankündigung, melden sich immer mal wieder gelegentlich, obwohl sie zu einer Beziehung gar nicht bereit sind, suchen nur ein sexuelles Abenteuer, ohne dies transparent anzugeben, versuchen andere Teilnehmende in erotische Chats zu verwickeln oder greifen zum Catfishing.

Catfishing im Sinne der Manipulation, Verwirrung, emotionalen und/oder materiellen Ausbeutung der anderen Person kann tiefgreifende Auswirkungen auf die Geschädigten haben – bis zum Zweifel an der eigenen Wahrnehmung und dem eigenen Verstand.

Die Liste der Merkmale lässt sich nahezu beliebig fortsetzen:

  • Manche benutzen Online-Dating, um den eigenen Selbstwert zu steigern, ohne dass dies jedoch für Beziehungen förderlich ist. Sie suchen nach Aufmerksamkeit, um sich attraktiver zu fühlen. Andere täuschen Beziehungsinteresse vor, weil sie sich momentan ablenken möchten, einschließlich von aktuellen Problemen mit möglichen Partnerinnen.

So wundert es dann auch nicht, dass nach einer Studie ca. zwei von drei Teilnehmenden bei Tinder tatsächlich eine Partnerschaft haben.

Im Ergebnis wird das Online-Dating für viele eine unerfreuliche Erfahrung:

  • Es wird als anstrengend und belastend erlebt. Manche schwanken zwischen Teilnahme beenden und nicht beenden, was sogar zu einem endlosen Zirkel werden kann. Dating-Apps werden installiert, Dating-Apps werden gelöscht, um sie erneut zu installieren.

Die Rolle der dunklen Tetrade

Eine von mehreren Ursachen für diese Problematik ist, dass sich beim Online-Dating Menschen mit unterschiedlichen Intentionen, Absichten, Charakteren und Persönlichkeitsstrukturen aufhalten.

Dies ist die dunkle Treadebedeutet:

  • Mit Narzissmus ist eine Orientierung an Bewunderung und Aufwertung gemeint. Narzissmus kann das Ego überschätzend und exaltiert auftreten, kann sich aber auch in Form eines verwundbaren Narzissmus durch erhöhte Kränkbarkeit zeigen.
  • Machiavellismus meint eine strategische Berechnung, manipulative Haltung, um eigene Ziele zu erreichen.
  • Psychopathie beschreibt ein Muster an Impulsivität, Kälte und geringer Rücksichtnahme auf die Belange anderer Personen.
  • Sadismus bedeutet eine Tendenz, andere zu verletzen oder zu demütigen und aus ihrem Leid ein Vergnügen zu ziehen.

Es ist offensichtlich, und ich denke, es ist unmittelbar nachvollziehbar, dass für Liebesbeziehungen, aber auch für die Partnersuche, die Merkmale dieser dunklen Triade oder Tetrade wenig hilfreich sind.

Antisoziales Verhalten bei Tinder

Negatives Verhalten beim Online-Dating ist so weitverbreitet, dass Zoe Duncan und Evita March hierfür eine eigene Skala des antisozialen Verhaltens bei der Tindernutzung entwickelt haben.

Dabei konnten sie zeigen, dass sich antisoziales Verhalten bei der Tindernutzung auf drei Faktoren reduzieren lässt.

Der Faktor der generalisierten Antisozialität schließt Lügen, Angeben, Manipulationen und Schädigungen ein.

Der Faktor der antisozialen Selbstaufwertung bezieht sich darauf, Tinder deshalb anzuwenden, um den eigenen Selbstwert zu erhöhen, sich als gut oder besonnen zu erleben, sich als attraktiv zu erleben oder das eigene Ego durch hochqualitative Menschen zu stärken.

Der Faktor der antisozialen sexuellen Nutzung von Tinder bezieht sich darauf, Tinder allein deshalb zu verwenden, um die eigenen sexuellen Bedürfnisse ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer zu befriedigen und dabei auch von der Anonymität bewusst Gebrauch zu machen.

Zusammenhang zwischen dunkler Tetrade und antisozialem Verhalten

In ihrer Untersuchung beobachteten Duncan und March nun, dass die Merkmale der Dunklen Triade – also Narzissmus, Psychopathie, Machiavellismus und Sadismus – mit antisozialem Verhalten bei Tinder statistisch signifikant korreliert waren:

  • Auf der Ebene einfacher Korrelationen korrelierten alle Persönlichkeitsmerkmale mit dem Faktor des generellen antisozialen Verhaltens, dem Faktor der antisozialen Selbstaufwertung sowie dem Faktor der antisozialen sexuellen Nutzung von Tinder, wobei besonders hohe Zusammenhänge für Psychopathie und Sadismus erkennbar waren.

Da die Faktoren der Dunklen Triade nicht vollständig unabhängig voneinander sind, sondern in Teilen überlappen, wurde für diese Überlappung statistisch kontrolliert:

  • In einer sogenannten Regressionsanalyse zeigte sich, dass weiterhin alle vier Merkmale – Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie und Sadismus – einen signifikanten Beitrag zur Vorhersage von allgemeinem antisozialen Verhalten bei Tinder leisten.
  • Für den Faktor der antisozialen Selbstaufwertung zeigte sich demgegenüber ein isolierter Beitrag des Machiavellismus.
  • Für die antisoziale sexuelle Nutzung lieferten sowohl Machiavellismus als auch Psychopathie den stärksten Beitrag, aber auch Sadismus trug zu einer erhöhten Häufigkeit von antisozialer sexueller Nutzung bei.

Authentizität, Ghosting und Breadcrumbing

Auch eine Studie von Megan L. Willis, Elisa Oliver und Evita March macht deutlich, dass Ausprägungen in den sogenannten dunklen Persönlichkeitsmerkmalen sich beim Online-Dating widerspiegeln:

  • So ging vulnerabler Narzissmus mit unauthentischer Selbstpräsentation einher.
  • Ebenfalls zeigte sich in der Studie, dass Personen, die bereits in der Vergangenheit gegen jemanden geghostet hatten, sich durch höhere Ausprägungen in verwundbarem Narzissmus und Psychopathie auszeichneten.
  • Personen, die auf Breadcrumbing zurückgegriffen hatten – Breadcrumbing bedeutet, dass sich Personen immer mal wieder in gewissen Abständen melden, ohne aber jemals ein echtes Kennenlernen zuzulassen – zeigten ebenfalls höhere Ausprägungen in Narzissmus und Machiavellismus.

Catfishing und dunkle Persönlichkeitsmerkmale

Auch zum Catfishing weisen die Merkmale dunkler Persönlichkeitszüge einen deutlichen Zusammenhang auf.

Catfishing bedeutet einen Prozess der generalisierten Täuschung, bei der eine Person eine in weiten Teilen erfundene oder sogar gestohlene Identität annimmt, um andere online zu manipulieren oder auszubeuten. Dabei geht es nicht allein um anonymes Eingehen oder Rollenspiele, sondern Catfishing zielt darauf ab, eine emotionale oder romantische Beziehung aufzubauen, in deren Verlauf die andere Person emotional und/oder materiell ausgebeutet wird.

In gewisser Weise kreieren diejenigen, die Catfishing betreiben, ein ideales Selbstbild, dem die Geschädigten vertrauen, was bis dahin gehen kann, dass sie nicht mehr zwischen Wirklichkeit und Realität unterscheiden und an den eigenen Wahrnehmungen und dem eigenen Verstand zweifeln.

Cassandra Lauder und Evita March untersuchten, welche Auswirkungen die dunklen Persönlichkeitsmerkmale auf die Wahrscheinlichkeit von Catfishing haben. Dabei beobachteten sie einen signifikanten und jeweils eigenständigen Zusammenhang zwischen Psychopathie, Sadismus und Narzissmus sowie dem Catfishing.

Personen, die tatsächlich Catfishing beim Online-Dating anwandten, wiesen also höhere Merkmalsausprägungen in Narzissmus, Psychopathie und Machiavellismus auf.

Und der Erfolg beim Online-Dating?

Interessanterweise gelangte eine Studie von Lennart Freyth und Peter K. Jonason zu dem Ergebnis, dass Männer mit höherer Psychopathie mehr Erfolg und höhere Zufriedenheit beim Online-Dating berichten.

Erfolg bezieht sich hier freilich auf die Anzahl an Treffen, die in der Regel kurzfristig blieben.

Ich finde diesen Befund auch deshalb eindrücklich, weil ich glaube, dass die derzeit weitverbreitete gesellschaftliche Idee, Partnersuche müsse vor allem viele Matches umfassen, selbst einen psychopathischen Charakter trägt.

Gefährdung für beziehungssuchende Nutzerinnen und Nutzer

Sehr deutlich wird aus diesen Befunden, dass Nutzerinnen und Nutzer des Online-Datings, die tatsächlich nach einer dauerhaften und auf Basis wechselseitiger Wertschätzung beruhenden Beziehung suchen, gefährdet sind, auf andere Personen zu treffen, die sich durch Merkmale der Dunklen Tetrade auszeichnen.

Während die einen sich vertieft kennenlernen und miteinander eine Beziehung aufbauen wollen, liegen bei den anderen andere, in ihrer Persönlichkeitsstruktur verwurzelte Motive vor: der Wunsch zu manipulieren bei Menschen mit hohem Machiavellismus, der Wunsch, anderen Schmerzen zuzufügen, bei Personen mit Sadismus, die Neigung, unmittelbar egozentrische Impulse auszuleben, wie bei Personen mit Psychopathie, oder ein generalisierter Egozentrismus wie beim Narzissmus.

Es wird deutlich, dass es Sinn ergibt, sich mit der erhöhten Häufigkeit von diesen dunklen Persönlichkeitsmerkmalen beim Online-Dating auseinanderzusetzen.

Auswirkungen auf die Partnerschaft

Die Wirkungen der dunklen Triade beschränken sich keineswegs nur auf das Online-Dating. Ziel des Online-Datings ist es – jedenfalls für diejenigen, die nach einer Liebesbeziehung suchen –, eine partnerschaftliche Verbindung zu finden, aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Innerhalb einer partnerschaftlichen Beziehung erhoffen wir uns eine hohe Beziehungsqualität.

Igor Kardum und Kolleginnen untersuchten mit 205 heterosexuellen Paaren die Frage, wie sich Ausprägungen in Psychopathie, Machiavellismus und Narzissmus tatsächlich auf die Beziehungszufriedenheit auswirken.

Dabei legten sie sogenannte Akteur- und Partnereffekte zugrunde:

  • Der Akteurseffekt bezieht sich darauf, wie sich beispielsweise mein eigener Narzissmus oder meine eigene Psychopathie auf meine eigene Beziehungszufriedenheit auswirkt. Der Partnereffekt untersucht demgegenüber, wie sich etwa mein Narzissmus oder meine Psychopathie auf die Beziehungszufriedenheit meines Partners auswirkt – und natürlich ebenfalls umgekehrt.

Im Ergebnis zeigt sich als Haupteffekt in dieser Untersuchung, dass alle drei dunklen Persönlichkeitsmerkmale – also Narzissmus, Psychopathie und Machiavellismus – sich negativ auf die Beziehungszufriedenheit sowohl der eigenen Person als auch der Partner:innen auswirken.

Eifersucht, Untreue und Gewalt

In einer weiteren Studie beobachteten Beatrice Ferrarini Furtado und Kolleginnen, dass die Merkmale Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie als Merkmale der Dunklen Triade signifikant gleichzeitig mit Eifersucht und sexueller Untreue bei Frauen korreliert waren, die miteinander in Liebesbeziehungen verbunden waren. Dabei trugen wiederum Eifersucht und sexuelle Untreue zu dysfunktionalen Verhaltensweisen, wie psychischer Aggression, körperlicher Aggression oder sexuellem Zwang bei.

Kurzfristige Kontakte als Magnet

Wie oft aber nun sind tatsächlich Personen mit dunklen Persönlichkeitsmerkmalen beim Online-Dating vertreten?

Baris Sevi beobachtete, dass die Merkmale der dunklen Triade Machiavellismus, Narzissmus und Psychopathie bei Tindernutzer:innen stärker ausgeprägt waren als bei Nichtnutzer:innen. Außerdem war eine erhöhte Ausprägung in der dunklen Triade mit einer stärkeren Motivation für kurzfristige Kontakte verbunden.

Peter Jonason und Rachel Bulik konnten diesen Effekt replizieren, aber nach Geschlecht differenzieren:

  • Männliche Nutzer wiesen höhere Werte in Psychopathie und Narzissmus auf, während Nutzerinnen stärker zu ängstlicher Bindung tendierten und sich selbst als weniger erfolgreich bei der Partnersuche einschätzten.

Diese Befunde sprechen dafür, dass Männer mit antisozialen Merkmalen Tinder eher für kurzfristige Kontakte nutzen, während einige Frauen die App als kompensatorische Strategie einsetzen. Die Kombination narzisstisch-psychopathischer Männer mit ängstlich gebundenen Frauen ist eine explosive Konstellation, die zu toxischen Beziehungen disponiert.

Was macht das Online-Dating mit uns?

Bisher haben wir gesehen, dass Merkmale der dunklen Tetrade zu antisozialem Verhalten beim Online-Dating führen, dass sie allerdings im Hinblick auf Kurzzeitkontakte besonders erfolgreich sind und dass sich bei den Dating-Apps – in den Studien spezifisch Tinder – gerade solche Menschen besonders wohlfühlen, die selbst höhere Ausprägungen in Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie und Sadismus haben.

Es stellt sich jedoch noch eine darüber hinausgehende Frage: Fühlen sich Menschen mit narzisstischer, psychopathischer, machiavellistischer oder sadistischer Persönlichkeit lediglich vermehrt angezogen vom Online-Dating oder aber werden wir sogar als Nutzer:innen des Online-Datings über die Zeit narzisstischer, psychopathischer, machiavellistischer oder sadistischer?

Es liegen keine dezidierten Kausalstudien vor, die uns diese Frage derzeit mit Sicherheit beantworten lassen. Allerdings wissen wir mittlerweile, dass Persönlichkeit keineswegs so stabil ist, wie wir früher dachten, und in Abhängigkeit von Ereignissen auch gravierende Veränderungen in der Persönlichkeitsstruktur eintreten können.

Vor allem aber gibt es eine Längsschnittstudie, die über einen Beobachtungsverlauf von zwei Jahren die Persönlichkeitsstruktur von Nutzer:innen von Dating-Apps untersuchte. Dabei zeigte sich, dass über den Zeitraum der Nutzung von Dating-Apps die Ausprägungen in Narzissmus und Machiavellismus kontinuierlich zunahmen. Die Studie liefert insofern als plausibel zu bewertende Hinweise, dass die Strukturen moderner Dating-Systeme unsere Persönlichkeitsstruktur ungünstig beeinflussen können.

Unser alternatives Modell

Das moderne Online-Dating ist – nach meiner Überzeugung und unterstützt durch die dargestellten Befunde – darauf ausgerichtet, Menschen mit der dunklen Tetrade besonders anzuziehen:

  • Kurzfristigkeit, schnelle Belohnungen, permanent neue Vorschläge, Mehrgleisigkeit, schnelle Kontakte, kurze Nachrichten, Auswahl nach Foto, Gamifizierung – all dies spricht besonders diejenigen an, die sich durch erhöhte Merkmalsausprägungen in den sogenannten dunklen Persönlichkeitsmerkmalen auszeichnen.

Bei Gleichklang versuchen wir seit unserer Gründung, dem entgegenzuwirken:

  • Wir haben eine Struktur implementiert, die kaum kurzfristige Belohnung und keine Spielelemente enthält. Es gibt keinen Swipe-Algorithmus. Es ist immer wieder mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Aber auch reine Selbstbestätigung ist hier gleich schwer erhältlich.

Menschen mit hohen Ausprägungen beispielsweise in Psychopathie verlassen schnell die Plattform.

Außerdem begegnen sich bei Gleichklang zu einem großen Teil sozial-ökologisch ausgerichtete Menschen, die mit Machiavellismus und Sadismus wenig anfangen können.

Ich denke, dies ist auch der Grund, warum wir zwar auch viele Beschwerden der Nutzerinnen und Nutzer übereinander erhalten, jedoch ernsthafte Übergriffe seit 20 Jahren eine absolute Rarität darstellen.

Trotzdem ist es wichtig, die Möglichkeit dunkler Motive immer im Auge zu behalten und mit einer Balance von Herz und Verstand zu beobachten, wie sich ein Kontakt entwickelt. Eine Garantie kann auch Gleichklang nicht geben und im Coaching höre ich immer wieder über sehr schmerzhafte Konstellationen. Wir versuchen, dem durch Transparenz und Aufklärung zu begegnen.

Haben Sie beim Online-Dating bereits Erfahrungen mit Narzissmus, Psychopathie, Machiavellismus oder Sadismus gemacht? Dann teilen Sie diese gern mit anderen Leser:innen in den Kommentaren – Ihre Einblicke können helfen, Muster besser zu erkennen.

Wenn auch Sie an einer alternativen, von dem typischen Marktmodell des Online-Datings abweichenden Beziehungsfindung interessiert sind, begleiten wir Sie gern auf diesem Weg:

Zur Beziehungssuche bei Gleichklang

Weitere Links:

Liebespaar im mittleren Alter

19 Kommentare

  • calari sagt:

    Ich finde diesen Block sehr interessant und lehrreich. Leider habe ich den Eindruck gewonnen, dass bei den üblichen Partnerbörsen (nomen ist omen….es geht zu wie bei der Börse) die Tetrade bei Frauen sehr verbreitet ist – in unterschiedlicher Ausprägung und Gewichtung.
    Ich bin schon viele Jahre Mitglied bei Gleichklang und nutze es mal mehr mal weniger. Bei GK mag es weniger diese Konstellationen geben. Dafür habe ich den Eindruck, dass es viele extrem spirituelle Frauen gibt, die mit sich nicht im Reinen sind und nicht wissen, was sie eigentlich wollen. Aussagen wie …ich kann sehr gut alleine sein und habe jetzt festgestellt, dass ich noch nicht bereit bin für eine Partnerschaft bin lassen mich dann etwas ratlos zurück. Ghosting kommt auch häufig vor. Und die erhaltenen Vorschläge berücksichtigen häufig nicht die angegebenen Kriterien (z. B Entfernung, Figur, Alter). Diese sind für mich nicht in Stein gemeiselt, aber doch primär wünschenswert.
    Jedenfalls habe ich meine Herzensdame noch nicht gefunden.

    • Guido F. Gebauer sagt:

      Wobei die Merkmale der dunklen Tetrade bei Männern noch häufiger vorkommen als bei Frauen. Du siehst es aus dieser Perspektive, weil Du nach Frauen suchst. Frauen wiederum erleben es aus umgekehrter Perspektive. Ambivalenzen bei der Partnersuche sind ein weiterer Faktor, der ebenfalls weitverbreitet ist, aber auch manchmal nur als Grund für eine Absage gebraucht wird. Beim Ghosting musst Du noch einmal unterscheiden zwischen plötzlichem Abbruch ohne jedes Wort und einer Absage (was kein Ghosting ist) sowie auch im Hinblick auf die vorherige Kontaktintensität. Ghosting kommt vor, aber seltener als anderswo. Die Kriterien werden übrigens immer eingehalten. Bei Entfernungen haben aber manche Kombinationen, wie Deutschland und Hamburg, zur Folge, dass in ganz Deutschland gesucht wird. Auch ein Bundesland und ein Radius bedeuten, es wird im ganzen Bundesland gesucht und zusätzlich im Radius. Bei der Figur haben wir in der Auswertung unscharfe Kategorien eingeführt, weil nach Studien diese Kategorien tatsächlich unscharf sind. Personen mit den gleichen Figuren bezeichnen sich z. B. als „durchschnittlich“ oder „ein paar Pfunde mehr“ oder in anderen Beispielen als „schlank“ oder „dünn“. Das haben wir im Algorithmus eingebaut. Das Alter wird zu 100 % eingehalten, manche haben aber bei der Partnersuche andere Altersangaben als bei der Freundschaftssuche und vergessen das. Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du noch eine Beziehung findest. Grundsätzlich sind die Aussichten gut, mich erreichen jeden Tag entsprechende Zuschriften. Aber natürlich gibt es auch gegenteilige Zuschriften.

      • Thomas sagt:

        Als Hetero-Mann ist die dunkle Tetrade bei Männern nur eine theoretische Größe – während es für weibliche interessentinnen natürlich genau andersrum ist, zudem dachte ich, dass der neueste Forschungsstand sei, dass es in Bezug auf geschlechtliche Prävalenz eine Nivellierung stattgefunden habe.

        • Guido F. Gebauer sagt:

          Ja, die Nivellierung hat auch stattgefunden, aber dies bedeutet nicht, dass es nun gar keine Unterschiede mehr gibt. Die Unterschiede haben abgenommen, wobei, wenn sich die aktuelle Rechtswende fortsetzt, auch wieder verstärkte geschlechtsstereotype Muster demnächst auftreten könnten. Denn die Unterschiede haben ja in einem gesellschaftlichen Kontext abgenommen, der aktuell wieder rückgängig gemacht wird.

  • Michael sagt:

    Ich kann calari zum gewissen Grad zustimmen. unpassende Figur, starke Spiritualität und Ghosting sind ein Problem bei GK, aber es macht bei mir ca. 10-20 % der Frauen aus.

    Mein größtes Problem sind die viele Profile mit übertriebenen und falschen Angaben,
    dass ist ein sehr großes Problem bei Gleichklang, was ich so auf anderen Partnerbörsen noch nicht erlebt habe. Freilich auch weil es nicht so viele Angabemöglichkeiten bei den anderen Börsen gibt.

    Bei Gleichklang hat ein Größteil der Frauen 20-30 Hobbies, 50-100 Interessen und geht 10-20 Sportarten aktiv nach. Natürlich wird hier von nur ein Bruchteil in nennenswerten Umfang gemacht. die Kontaktaufnahmen laufen hierdurch immer wieder ins Leere. Die vermeintliche Bergsteigerin war bisher nur auf einem Gipfel, an dessen Namen sie sich nicht mehr erinnert. Die Brettspielerin hat seit 5 Jahren kein Brettspiel mehr angerührt und mag mittlerweile Brettspiele überhaupt nicht mehr. Die Ägyptologin hat nur 2 Filme zum Thema Einbalsamierung gesehen und kennt sich darüber hinaus mit Ägypten nicht aus. Die Bogenschützin sagt, dass man sie mit jemanden verwechselt haben muss, da sie gar nicht Bogenschießen geht und soweiter …!

    • Guido F. Gebauer sagt:

      Na ja, nach unseren Auswertungen geben unsere Mitglieder im Durchschnitt BEI WEITEM weniger als 10–20 Sportarten an. Viele geben so gar keine Sportart an. Insofern sehe ich das eher als eine Überzeichnung, auch die von Dir angegebenen Beispiele, wobei Überzeichnungen ihren Sinn haben; nämlich uns noch einmal aufmerksam zu machen, ob unsere Angaben tatsächlich aussagekräftig und auch aktuell sind.

      • Thomas sagt:

        Vielen Dank für ihre Einlassung. Ich kann nur vermuten, dass hier ein grundlegendes Missverständnis vorliegen muss, oder glauben sie im Ernst, dass eine Wiederbelebung überkommener gesellschaftlicher Rollenbilder, also de facto ein Rollback von Emanzipation und Gleichberechtigung, eine Verminderung des Auftretens der dunklen Triade bzw. Tetrode in der weiblichen Population bewirken wird?

  • Tisha sagt:

    Bei Gleichklang habe ich einen Menschen mit psychopathischen narzisstischen Merkmalen kennengelernt. Sichtbar wurden diese nach 3 Monaten. Aggression, Lügen, dauerndes fremd flirten, betrügen, androhung von Trennung, Schuldumkehr, Schweigen etc. Etc. bis hin dann zu Gewalt. Er durchlief alle bekannten Phasen..Lovebombing, Abwertung etc. Ich bin raus aus der Geschichte und nehme seither Abstand vom Online Dating. Das ist wie gemacht für diese Menschen.

    • Guido F. Gebauer sagt:

      Ja, diese Merkmale können leider überall auftreten, und es gibt keine Möglichkeit, sie sicher auszuschließen. Sie sind bei uns seltener, aber auch vorhanden. Dein Schluss ist nachvollziehbar, aber letztlich wenig tragfähig. Denn auch außerhalb des Online-Bereichs kann das locker passieren, und von allen Menschen wollen wir uns ja nicht zurückziehen.

      • Barbara Mildenberger sagt:

        Stimmt! Mir ist es aktuell außerhalb vom online dating passiert!
        Ich hatte normal einen Partner gefunden, nicht hier.

  • Penemue sagt:

    Ich freue mich darüber, dass Gleichklang sich nicht für maximale Nutzeranzahl an „Alle“ anbiedert sondern einem eigenen Anspruch oder „Moral-Codex“ folgt und sich eher unattraktiv für gewisse Spieler*Innen, Egoman*Innen oder einfach umschrieben „miese Charaktere“ macht. Gleichklang kann uns selbstverständlich nicht 100% davor bewahren auch hier solchen ungesunden Menschen zu begegnen, das wäre perfekt und damit unnatürlich. ABER jede Filtermaßnahme, jede Hürde die Gleichklang setzt, damit ich auch hier möglichst wenig meiner begrenzten Lebenszeit mit solchen ungesunden Menschen verschwende, begrüße ich sehr!

  • Andreas sagt:

    Was ich schlimm an der ganzen Entwicklung empfinde ist dass Narzissmus so in die Öffentlichkeit geräht und vieles nun viel zu schnell als Narzissmus angesehen wird. Mein Mensch mit ADHS zeigt z.B. mit Lovebombing echtes Interesse und ist weit von einem Narzissten entfernt. Ein Mensch der sich als Opfer einer vergangenen Beziehung bezeichnet ist ebenfalls von einem Narzissten meilenweit entfernt sondern war vieleicht eint Opfer genau einer solchen Beziehung und es brauchte lange dies zu erkennen und sich daraus zu lösen. In meinem Fall 8 Jahre. Auh hier ist echt sehr schwer auf echtes Interesse als Mensch zu stossen. Wie sonst ist zu erklären, dass man nicht das geringste Interesse zeigt wenn man nett angeschrieben wird und noch nicht mal zurück schreibt. Ich hab die Hiffnung zwischenzeitlich aufgegeben und bezeichne mich als Träumer von einer Welt die es nicht mehr gibt

    • Guido F. Gebauer sagt:

      Du hast recht, dass immer die Gefahr besteht, dass Begriffe inflationär und falsch verwendet werden. Lovebombing ist beispielsweise auch bezüglich der mit dem Begriff erfassten Verhaltensweisen episodisch für stark verliebte Menschen. Es gibt allerdings auch ein Lovebombing, das manipulativ ist, nur lässt sich dies schwer unterscheiden, sodass es auch nach einer Auswertung von uns kein Erkennungsmerkmal einer toxischen Beziehung ist. Umgekehrt gibt es aber natürlich auch narzisstische, machiavellistische, psychopathische und sadistische Merkmale, die auch psychologisch gut messbar sind. Und wir sehen, dass diese Merkmale durch das moderne Dating tatsächlich angesprochen werden.

  • Caro sagt:

    Auf Menschen mit den hier beschriebenen Eigenschaften kann man im „realen Leben“ und natürlich auch auf Partnerschaftsbörsen treffen. Hier auf Gleichklang hatte ich einen Mann kennengelernt, bei dem ich der räumlichen Nähe den Vorzug gab. Es stellte sich aber schnell heraus, dass er Schwierigkeiten damit hat, in Gesprächen eine andere Sichtweise gelten zu lassen. In solchen Momenten hatte er seine Emotionen nicht im Griff, wurde verletzend, belehrend und interpretierte das Gesagte einfach um. Im Umgang mit anderen Menschen erlebte ich ihn teilweise unfreundlich. Das betrifft den Aspekt der sozialen Verträglichkeit, der hier auch schon besprochen wurde. Das weitere Kennenlernen habe ich abgebrochen.
    Generell finde ich GK solide aufgebaut und die vielen Angaben, die man in die Fragebögen einträgt, ermöglichen vermutlich ein besseres Matching. Dennoch stelle ich immer wieder fest, dass das eigene Profil durch die vorgeschlagenen Männer nicht immer angeschaut wird – ein Akt der Unhöflichkeit, finde ich. Auch auf Nachrichten wird nicht immer geantwortet. Es gibt wahrscheinlich keinen Weg des Kennenlernens, der frei von solchen Erlebnissen wäre. Dennoch, es hat sich ein Kontakt mit einem Mann ergeben, der zwar weiter entfernt lebt, aber die Sympathie für ihn macht das wett.

    An dieser Stelle besten Dank, Guido, für die regelmäßigen Artikel, die ich meistens interessant finde und die den eigenen Blickwinkel weiten.
    Beste Grüße

  • E-d-W sagt:

    kurzer Kommentar zum Text

    > Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie und Sadismus – einen signifikanten Beitrag zur
    > Vorhersage von allgemeinem antisozialen Verhalten

    Ach, wirklich? Wer hätte das gedacht!
    😉

    > … dass sie nicht mehr zwischen Wirklichkeit und Realität unterscheiden

    Wo ist denn der Unterschied zwischen Wirklichkeit und Realität?

    Ein Großteil der Literatur ist natürlich hinter paywall, zudem muß man natürlich einbeziehen, daß die Kohorten nicht wirklich groß sind. Und bei Betrachtung einer solchen Kohorte (innerhalb dieser) ist die Frage zu stellen, ob diese K~. wirklich repräsentativ ist.
    Ist/Sind sie nicht, da kein etwa ausgeglichenes Verhältnis der Chromosomensätze vorliegt; zudem muß man sich fragen, welche Personen auf Aufrufe zur Mitarbeit an solchen Studien reagieren und aus welchem „Dunstkreis“ diese rekrutiert wurden. Das kann natürlich die Ergebnisse beeinflussen.
    Fragt man überwiegend Frauen nach ihren Erfahrungen, wird natürlich am Ende das Gejammer über die XY-Chromosomenträger hoch sein – man hat ja auch 79% Frauen in der Kohorte (Annahme: alle heterosexuell).
    Weiterhin ist immer die Frage: Wie objektiv und wahrheitsgemäß kann ein Mensch antworten? Liegt ein cognitive bias vor, ein individueller Filter, eine „gefärbte Brille“?
    Einseitige Erfahrungen, die dann verallgemeinert werden und so weiter. Oder auch: Inwiefern sind manche Erfahrungen teilweise selbstverschuldet? Beispiel weibliche Hypergamie (ja, die existiert!) – dort orientieren sich die Frauen an einer kleinen Anzahl XY-Träger, die dann jedoch, ihrerseits, eine große Auswahl an Frauen haben.
    Das erzeugt letztlich „player“ und entsprechendes Verhalten (jeden Tag eine andere, etwas überzeichnet formuliert) mit dem Resultat, daß die Frauen enttäuscht sind und denken, die Männer müßten alle so sein.

    Also sollte man das alles natürlich nochmal mit einem Teelöffel voll Salz „genießen“. 😉
    Die Psychologie hat eben den Nachteil, daß die Meßinstrumente nicht so (relativ) exakt messen können, wie in einer klassischen Naturwissenschaft. Bzw. die Beobachteten beeinflussen möglicherweise aktiv die Resultate (was in den NatWi seltener passiert). Bzw. genauso kann die Messung die Beobachteten beeinflussen (real auch in der NatWi), aber hier kann, zumindest bei bewußter Wahrnehmung, ein noch stärker verzerrtes (angepaßtes) Verhalten erfolgen, was evtl.
    (eingebildeten) Erwartungshaltungen der Beobachteten entspricht.

    Generell sind die benannten Eigenschaften der Tetrade natürlich generell und absolut „gender“-unabhängig kein gutes Fundament für eine vernünftige Beziehung. Hier bräuchte es von Anfang an (Kinderkrippe!) schon mehr Psychoanalytik und entsprechende Therapie bzw. Vorbeugemaßnahmen.

    Was GK angeht… was die Leute hier schon schrieben: Aus XY-Sicht (mit Heterotendenz) sind viele Mädels dabei, die doch sehr esoterisch geprägt sind; das wurde mir nach einiger Zeit bei GK deutlich bewußt. Es ist eben ein „Sammelbecken“ für allerlei alternative Naturen, die GK ja durchaus gezielt anspricht.
    Natürlich ist der Grad der Ausprägung dann unterschiedlich und wird von der Gegenseite auch in irgendeiner Relation zu einem inneren Koordinatensystem wahrgenommen und eingeordnet. Für den einen ist das wenig, die andere Person sieht es als viel an.
    Aber daß diese Persönlichkeiten dann auch noch die eine oder andere Last mit sich rumschleppen (gut, wer tut dies nicht?) ist mir ebenfalls oft auffällig geworden.

    Die Unschärfe des Algorithmus ist mir ebenso aufgefallen, auf Nachfrage hatte mir der support wohl mal benannt, daß einige scharf, andere weniger scharf gehandhabt würden.
    Ich habe das Fenster (da ich selbst eine seltene Natur bin) schon bewußt weit offengehalten; und ich glaube auch, daß bei nicht-per-Meßgerät-ablesbaren Eigenschaften schnell subjektive Verzerrung auftreten kann. Die eine sieht sportlich aus, hält sich selbst aber schon für „ein paar Pfunde zuviel“, bei einer anderen ist es andersherum.
    Schwierig. Schwierig hier auch für GK daran etwas zu machen.

    Die Anzahl der Hobbies: Ja, das wurde mir ebenfalls bewußt. Ganz ehrlich – wenn das stimmte – dann wären das allesamt Scanner-Persönlichkeiten oder Vergleichbares. Hier wird sicherlich auch gerne mal etwas in der Hoffnung angehakt, daß man ein möglichst breites matching bekommt. Bzw. ein „hab-ich-mal-gemacht“ oder „würde-ich-gern-machen“ fällt dort mit
    hinein. Vielleicht ließe sich da noch eine Abstufung treffen.

    Viele Grüße und schonmal ein schönes Osterfest (oder was immer die Leute nun feiern) vom Hobbypsychologen 🙂
    E-d-W.

    • Guido F. Gebauer sagt:

      Danke für Deine ausführlichen Anmerkungen, nur ein paar Erläuterungen zu einzelnen Punkten aus meiner Sicht:

      Die Betreffenden selbst – Männer und Frauen – haben in den zitierten Studien zur Dark Triade/Tetrade Persönlichkeitsbögen über ihre eigene Person ausgefüllt. Es lässt sich also sicherlich nicht damit erklären, dass z. B. Frauen Männer kritisch beurteilen. Die Männer haben sich selbst beurteilt.

      Es sind bei Gleichklang ungefähr 50 %, die sich als spirituell definieren, 14 %, die dezidiert gegen Spiritualität sind, und 36 %, die neutral eingestellt sind, also nicht spirituell sind, aber auch nicht dagegen. So ist es in der letzten Umfrage, die das etwas genauer fasst, und das passt auch recht gut zur Verteilung der Suchkriterien. Dramatische Geschlechter-/Genderunterschiede gibt es da nicht.

      Die „Unschärfe“ bezieht sich vorwiegend auf die Frage nach der Figur aus den dargelegten Gründen; bei Alter, Geschlecht/Gender liegt keine Unschärfe vor. Bei fünfstufigen Kriterien ergibt sich die scheinbare „Unschärfe“ daraus, dass sich nur die Extreme ausschließen, was auch psychologisch plausibel ist. Hobbys gehen in das Matching nicht ein; sie dienen der Vorstellung im eigenen Profil. Da gehen sicherlich manche nicht nur über die aktiv ausgeübten Hobbys, sondern auch über die Interessen ein.

  • Sabine sagt:

    Interessantes Thema. Ja, die „Dunkle Triade“ kann man auch außerhalb der Dating Portale treffen. Doch in der freien Wildbahn, sozusagen von Angesicht zu Angesicht beim Kennenlernen, erkennt man/frau eher, dass etwas nicht stimmt.

    In vielen Fällen kann ich meinen Vor-Autorinnen und -Autoren zustimmen, auch auf GK gibt es die Narzissten und Psychopathen, diejenigen mit den unzähligen Sportarten und Interessen, die immer noch Verheirateten mit 5 Kindern, die älteren Herren, die noch bei der Mutter wohnen, die 70-Jährigen, die eine 25-Jährige suchen, diejenigen, die einfach von der Bildfläche verschwinden, die Hochspirituellen, diejenigen, die eigentlich dringend eine Psychotherapie benötigen, die Herren, die GK mit einem Portal für kostenfreien Escort-Service verwechseln, diejenigen mit den unwahren Profilen, diejenigen, die die Profile anderer gar nicht erst lesen, diejenigen, die schon auf allen Portalen waren und nichts Gescheites gefunden haben, usw. Auch wie empfohlen, eine freundliche Erstnachricht zu schreiben, kam gar nicht gut bei den Herren an. Ich bin dann zu dem Klassiker – wie in der Tanzstunde früher – zu warten, bis ich angeschrieben werde, übergegangen. Es hat sich also in der Erwartung zum Rollenverhalten nichts geändert.

    Doch nach fast einem Jahr auf GK – ich hatte mich dazwischen schon einmal abgemeldet – schneite mir eine Nachricht meines jetzigen Mannes in die Mailbox. Er war der Einzige, der entwaffnend ehrlich war. Ein echter, toller Mensch. Der Ausgang der Geschichte ist ein Happy End im wahren Leben:-)

    P.S. Bin selbst Coach und berate meine Klienten auch zum Thema „Dating“. Doch alle erzählen mir ähnlich erlebte Geschichten, egal ob Mann oder Frau.

    • Guido F. Gebauer sagt:

      Eine wunderbare Geschichte, und ich wünsche Euch weiterhin alles Liebe und Gute für Euer gemeinsames Leben. Und es macht eben auch deutlich, dass am Ende nur das eine positive Ergebnis zählt; alles andere können wir dann abhaken.

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