Warum unterschiedliche Beziehungsanfänge zu ähnlicher Beziehungszufriedenheit und sexueller Zufriedenheit führen können
Vergangene Woche haben wir mit der Veröffentlichung von Befunden aus unserer aktuellen Umfrage begonnen. Die Umfrage läuft übrigens fortlaufend und wir freuen uns über weitere Teilnehmende:
Die Umfrage läuft übrigens fortlaufend und wir freuen uns über weitere Teilnehmende:
Dabei zeigte sich die vielleicht viele überraschende Erkenntnis, dass es keinerlei Unterschied für die Beziehungszufriedenheit und die sexuelle Zufriedenheit macht, ob wir uns sofort durch Partner:innen äußerlich als angezogen erleben oder ob sich eine Anziehung durch das Äußere eines Partners erst im Verlauf entwickelt.
Alles andere ist ein Mythos, der oft wiederholt wird, aber dadurch nicht wahrer wird.
Nur wenn die Anziehung nie entsteht, also auch im Verlauf nicht, sind im Durchschnitt tatsächlich die Beziehungszufriedenheit und die sexuelle Zufriedenheit reduziert. Doch selbst dieser Durchschnittsbefund kann im Einzelfall überwunden werden:
- Es gibt Menschen mit hoher Beziehungszufriedenheit und hoher sexueller Zufriedenheit, die sich niemals durch ihre Partner:innen körperlich angezogen fühlten.
Ich halte es für wichtig, solche Befunde zu kennen, da wir uns sonst feste Schemata und Skripte über unsere Partnersuche zurechtlegen, mit denen wir uns Entwicklungsräume beschneiden und manchmal unser Single-Dasein zementieren. Im Coaching begegnen mir viele solcher Fälle.
Vorabbemerkung zur Freundschaft und Verliebtheit
In meinem heutigen Blog-Artikel setze ich nun diese Analyse fort, indem ich mich mit den Auswirkungen verschiedener anderer Entstehungsszenarien von Beziehungen auf die Beziehungszufriedenheit und die sexuelle Zufriedenheit auseinandersetze.
Bereits mehrfach habe ich in diesem Blog darüber berichtet, dass Partnerschaften oft aus Freundschaften entstehen, dass Verliebtheit ein selteneres Erleben ist, was allerdings bei manchen wiederum sehr häufig (Emophilie) und bei anderen kaum auftritt. Sie ist jedoch keine Voraussetzung für eine Beziehung.
Zudem verwandeln sich manche Begegnungen, die zunächst in der sogenannten Friendzone landen, im Verlauf doch zu einer Partnerschaft, was allerdings seltener der Fall ist, wenn wir die Friendzone sehr strikt und getrennt definieren und nicht davon ausgehen, dass es Übergänge zwischen Freundschaft und Liebe gibt.
In Wirklichkeit gibt es sogar einen eigenen Liebesstil der freundschaftlichen Liebe (Storge), den der Soziologe John Alan Lee erstmals definierte und der nach allem, was wir wissen, zu genauso glücklichen Beziehungen führen kann wie der von ihm ebenfalls definierte stärker leidenschaftliche Liebesstil Eros.
Über die sechs Liebesstile nach Lee habe ich übrigens auch ein Video erstellt, das sich diejenigen gern anschauen können, die sich mit dieser Thematik vertieft auseinandersetzen möchten:
In der aktuellen Auswertung geht es aber nicht nur um Verliebtheit versus Freundschaft, sondern um sieben Szenarien, wie Beziehungen entstehen und sich entwickeln können.
Sieben Szenarien im Test: Wie Verliebtheit, Freundschaft, Aversion und Co. die Zufriedenheit beeinflussen
Wir haben anhand von 878 Teilnehmenden unserer großen Umfrage ausgewertet und untersucht, wie sich Muster der Entstehung von Beziehungen darauf auswirken, wie glücklich und zufrieden wir in der Beziehung (Beziehungszufriedenheit) und wie zufrieden wir mit unserer Sexualität (sexuelle Zufriedenheit) sind.
Die exakte Ausgangsfrage der hier vorgestellten Auswertung lautet:
Wie wirken sich die folgenden Beziehungsentstehungs-Szenarien auf die Beziehungszufriedenheit und die sexuelle Zufriedenheit aus :
- Anfängliche Verliebtheit
- Anfängliche Freundschaft
- Liebe ohne Verliebtheit
- Nur Freundschaft, bei der sich auch später keine Verliebtheit oder Liebe entwickeln
- Anfängliche Aversion, die sich später verändert
- Sofortige Ambivalenz mit Wechsel zwischen Abstoßung und Anziehung
- Kein Muster
Wobei natürlich ebenfalls zunächst interessant ist, wie häufig diese Szenarien überhaupt auftreten?
Fast die Hälfte beginnt mit Verliebtheit, gut ein Viertel mit Freundschaft
Die Verteilung zeigt deutliche Unterschiede in der Häufigkeit der sieben Szenarien:
- 418 (47,6 %) Beziehungen entstanden mit Verliebtheit.
- 241 (27,5 %) begannen mit Freundschaft.
- 128 (14,6 %) ließen sich keinem Muster zuordnen.
- 32 (3,6 %) entwickelten sich als Freundschaft, bei der auch später Liebe oder Verliebtheit nicht hinzutrat (nur Freundschaft).
- 29 (3,3 %) kennzeichneten sich als sofortige Ambivalenz im Sinne eines Wechsels aus Anziehung und Abstoßung.
- 19 (2,2 %) entstanden nur als Liebe, also ohne Verliebtheit oder Freundschaft.
- 11 (1,3 %) entwickelten sich aus einer Aversion heraus.
Verliebtheit und Freundschaft sind damit die häufigsten Wege. Die übrigen Muster sind deutlich seltener, wobei aber auch kein Muster oft auftritt, wo offenbar keines der anderen Muster wirklich passte.
Seltenheit bedeutet jedoch nicht Bedeutungslosigkeit, denn auch seltene Verläufe können im Einzelfall entscheidend sein, nämlich dann, wenn wir selbst zu diesem seltenen Einzelfall werden.
Zudem kann Seltenheit auch daraus entstehen, dass wir uns auf bestimmte Wege gar nicht erst einlassen. Die Häufigkeiten allein erlauben daher keine Aussage über die Qualität von Beziehungen.
Geschlecht spielt keine Rolle – aber Beziehungsstatus und Beziehungsbeginn schon
In der multivariaten Analyse wurde geprüft, wie sich Beziehungsbeginn, Geschlecht und Beziehungsstatus (Beziehung fortbestehend oder beendet) sowie deren Kombinationen (Interaktionen) auf die Beziehungszufriedenheit und die sexuelle Zufriedenheit auswirken.
Dabei zeigte sich, dass das Geschlecht keinen Einfluss hatte, während das Szenario Beziehungsbeginn einen signifikanten Einfluss ausübte. Auch der Beziehungsstatus war signifikant, wobei fortbestehende Beziehungen (siehe die folgende Zeichnung) im Durchschnitt höhere Werte in Zufriedenheit aufwiesen:

Dieses Ergebnis verwundert kaum, erstaunlich wäre es umgekehrt:
- Natürlich sind wir in einer fortbestehenden Beziehung im Durchschnitt zufriedener als in einer nicht mehr bestehenden, eben weil Beziehungen durch Trennung enden, wenn sie nicht befriedigend sind.
Ein entscheidender Befund war, dass keine Interaktionen signifikant ausfielen. Das bedeutet, dass die Wirkung des Beziehungsbeginns unabhängig von allen anderen berücksichtigten Merkmalen gleich blieb:
- Die im Folgenden vorgestellten Unterschiede zwischen den Ausgangsszenarien zeigten sich also in gleicher Form über beide Geschlechter und ebenso unabhängig davon, ob eine Beziehung fortbestand oder beendet worden war.
Szenarien der Beziehungsentstehung als eigentlicher Haupteffekt
Der wichtigste Befund war nun aber, dass sich die Szenarien des Beziehungsbeginns tatsächlich signifikant auf die Beziehungszufriedenheit und die sexuelle Zufriedenheit auswirkten (multivariat: p < .001, η² = .039; univariat: Beziehungszufriedenheit p < .001, η² = .066; sexuelle Zufriedenheit p < .001, η² = .024).
Konkret bedeutet dies also, dass sich die Beziehungszufriedenheit und die sexuelle Zufriedenheit danach unterschieden, wie die Beziehung entstanden war und sich entwickelt hatte.
Die folgende Zeichnung zeigt, wie sich die Entstehungsgeschichte einer Beziehung auf die Beziehungszufriedenheit und die sexuelle Zufriedenheit auswirkt:

(Dabei wurden sogenannte geschätzte marginale Mittelwerte verwendet. Das sind einfache Durchschnittswerte, die so berechnet werden, als wären alle Gruppen gleich zusammengesetzt. Das heißt: Unterschiede, die z. B. dadurch entstehen könnten, dass in einer Gruppe mehr Männer oder mehr aktuelle Beziehungen sind, werden herausgerechnet. Da Geschlecht und Beziehungsstatus (fortbestehend versus aufgelöst), wie oben geschildert, aber ohnehin keinen Einfluss darauf hatten, wie sich der Beziehungsbeginn auf die Zufriedenheitswerte auswirkt, sind die geschätzten marginalen Mittelwerte den einfachen Durchschnittswerten sehr ähnlich.)
Anfängliche Verliebtheit und anfängliche Freundschaft liegen vorn – anfängliche Aversion ganz hinten
Die Zeichnung lässt ein klares Muster erkennen:
- Die höchsten Werte bei der Beziehungszufriedenheit und bei der sexuellen Zufriedenheit erreichen die beiden Entstehungsszenarien anfängliche Verliebtheit und anfängliche Freundschaft. Beide liegen sehr nah beieinander und unterscheiden sich auch statistisch nicht voneinander.
- Sofort sehen wir den tiefen Abfall bei der anfänglichen Aversion. Wenn wir eine Beziehung mit Aversion beginnen, werden wir im Durchschnitt weniger zufrieden mit der Beziehung und auch sexuell weniger zufrieden, als wenn wir mit Verliebtheit oder Freundschaft starten.
- Sofortiges Schwanken zwischen Abstoßung und Anziehung liegt ebenfalls bei beiden Zufriedenheitsmaßen eher im unteren Bereich.
- Wir sehen außerdem, dass das Szenario nur Liebe (ohne Verliebtheit) in der Zeichnung bei beiden Zufriedenheitsmaßen etwas niedriger liegt als Verliebtheit oder Freundschaft. Tatsächlich weichen sie jedoch nicht statistisch signifikant voneinander ab.
- Bei nur Freundschaft gilt dies ebenfalls für die Beziehungszufriedenheit, wobei die sexuelle Zufriedenheit hier deskriptiv die niedrigste nach dem Szenario mit Aversion ist und sich statistisch signifikant von Verliebtheit unterscheidet. Dass die Gruppe nur Freundschaft eine deskriptiv besonders niedrige sexuelle Zufriedenheit hat, lässt sich inhaltlich gut dadurch erklären, dass hier offenbar die Leidenschaft, die eng mit Sexualität verknüpft ist, nicht vorhanden ist.
- Die Gruppe kein Muster liegt insgesamt – wie gut in der Zeichnung erkennbar – eher im Mittelfeld, was auch plausibel ist. Es fehlen hier prägnante Faktoren wie Verliebtheit oder auch Freundschaft, vielmehr handelt es sich vermutlich um eine Mischung verschiedener Verläufe, weshalb die Werte dazu tendieren, sich auszumitteln.
Auf den Einzelfall kommt es an
Allerdings müssen wir uns erneut in Erinnerung rufen, dass Mittelwertunterschiede nicht dem Einzelfall entsprechen müssen:
- Nur weil im Durchschnitt Menschen lieber Nektarinen als Paprika essen, bedeutet dies nicht, dass nicht einzelne Menschen lieber Paprika statt Nektarinen essen.
Die Individualität erkennen wir, wenn wir uns die Verteilungen innerhalb der einzelnen Entstehungsszenarien anschauen:
Hier sehen wir, dass selbst bei der Gruppe Aversion, die die niedrigste Beziehungszufriedenheit und sexuelle Zufriedenheit erreicht, immerhin 20 % oberhalb des neutralen Bereichs der Beziehungszufriedenheit liegen.
Dieser Anteil steigt bei der sexuellen Zufriedenheit sogar auf 35 %, auch wenn diese Zahlen deutlich niedriger sind als bei Verliebtheit (65,4 % oberhalb des neutralen Punktes für Beziehungszufriedenheit, 59,7 % für sexuelle Zufriedenheit) oder bei Freundschaft (65,8 % oberhalb des neutralen Punktes für Beziehungszufriedenheit und 55,1 % bei sexueller Zufriedenheit).
Das bedeutet:
Wir sehen, dass Verliebtheit und Freundschaft im Durchschnitt zu der höchsten Beziehungszufriedenheit und sexuellen Zufriedenheit führen. Aber auch andere Szenarien kommen oft nahe an diese Werte heran und unterscheiden sich teilweise nicht signifikant. Aber selbst bei statistisch signifikanten Unterschieden – wie bei Aversion – kann im Einzelfall dennoch ein höheres Ausmaß an Zufriedenheit auftreten , als es allein aus dem anfänglichen Verlauf zu erwarten gewesen wäre.
Damit zeigen die Befunde nach meiner Einschätzung primär erneut, dass Beziehungsentstehung hochgradig divers ist:
- Es gibt viele Wege nach Rom und ebenso viele Wege zu einer partnerschaftlichen Beziehung.
Verliebtheit und das Gefühl tiefer Freundschaft sind fraglos gute Indikatoren, aber dies gilt auch für das Entstehen von Liebe ohne vorherige Verliebtheit oder Freundschaft. Selbst dann, wenn es nur Freundschaft bleibt oder eine Beziehung sogar mit Aversion beginnt, kann sie dennoch glücklich werden.
Somit wird deutlich, dass es einerseits interessante Mittelwertunterschiede gibt:
- So sollten wir zweimal nachdenken, genau beobachten und in uns hineinspüren, wenn eine anfängliche Aversion besteht und sich beginnt, in eine Beziehung zu verwandeln. Ist es ein überzeugender Erkenntnis- und Annäherungsprozess, oder lassen wir uns möglicherweise auf eine perspektivlose Beziehung ein? Vielleicht, weil wir unbedingt nicht mehr Single sein wollen?
- Auch bei sofortigem Erleben von gleichzeitiger Abstoßung und Anziehung lohnt sich sicherlich die Frage, ob wir mit hinreichender Sicherheit eine tragfähige Beziehung, die uns glücklich macht, aufbauen können.
- Sind wir verliebt oder erleben wir eine anfängliche Freundschaft, sind dies – wenn keine überzeugenden Gegenargumente vorliegen – gute Grundlagen, von einer positiven Aussicht auf Zufriedenheit auszugehen. Beide können uns auf dem Weg zur Beziehungsentstehung daher bestärken.
Andererseits gilt ebenso, dass es eine große Vielfalt von Möglichkeiten gibt, wie wir aus unterschiedlichen Anfangsszenarien eine Beziehung entwickeln können, die sich durch hohe Beziehungszufriedenheit, hohe sexuelle Zufriedenheit oder im besten Fall beides auszeichnet.
Diese Vielfalt, das sehen wir hier ganz konkret in den Erfahrungen unserer Mitglieder, macht mit Sicherheit mindestens deutlich, dass es sicherlich keinen Grund gibt, Verliebtheit als notwendige Voraussetzung anzusehen oder freundschaftliche Beginne als weniger erstrebenswert zu bewerten:
- Beide führen im Durchschnitt zu denselben Ergebnissen im Hinblick auf Beziehungszufriedenheit und sexuelle Zufriedenheit.
Dies stärkt die hier bereits häufig ausgesprochene Empfehlung, sowohl für Verliebtheit als auch für einen freundschaftlichen Beginn einer Beziehung offen zu sein.
Aber auch über diese beiden Wege hinaus gibt es andere Szenarien, die glücklich machen können:
- Von Liebe ohne Verliebtheit bis zum Gefühl einer reinen Freundschaft ohne Liebe, wenn wir in kein Muster passen oder im Einzelfall selbst bei Aversion oder gleichzeitiger Abstoßung und Anziehung.
Es lohnt sich, jeden Fall einzeln zu betrachten, achtsam zu sein, und sich authentisch auszutauschen. Sich selbst zu hinterfragen, ohne aus Angst vor Einsamkeit unsere Wünsche und Wahrnehmungen zu verleugnen. Und so auszuloten, ob wir gemeinsam – egal von welchem Ausgangspunkt aus – eine gute Beziehungsbasis finden, aufbauen und aufrechterhalten können:
- Wenn wir uns diese Möglichkeiten offenhalten, erweitern wir unseren Beziehungsraum und verbessern die Chancen auf eine gelingende Partnerfindung.
Wenn ein Bereich schwächelt: Wie sich Beziehungsglück und Sexualität kompensieren können
Übrigens kann eine Beziehung – auch das sehen wir in den Daten – selbst dann glücklich werden, wenn die sexuelle Zufriedenheit gering ist:
- So berichten beispielsweise 21,7 % derjenigen in der aktuellen Stichprobe über eine sexuelle Zufriedenheit oberhalb des neutralen Punktes, deren Beziehungszufriedenheit gleichzeitig sehr gering ausfällt (maximal 3 von 11).
Genauso kann auch sexuelle Zufriedenheit trotz geringer Beziehungszufriedenheit eintreten:
- 20,3 % derjenigen, die eine sehr geringe Beziehungszufriedenheit (unter 4) berichten, liegen dennoch über dem neutralen Punkt der sexuellen Zufriedenheit.
Wie wir bei Gleichklang Ihnen zur Seite stehen
Bei Gleichklang unterstützen wir auf vier Wegen die Aussichten, dass Beziehungen tragfähig werden:
- Wir versammeln nur Menschen, die es mit der Beziehungssuche wirklich ernst meinen. Die unzähligen anderen Motive, die sich bei nahezu allen anderen Dating-Seiten finden, sind bei uns nicht existent. Dies liegt daran, dass die ausnahmslose Begleichung eines Gebührenbetrags – nach einem kostenlosen Startangebot – einen enormen Einfluss darauf ausübt, wer zu uns kommt. So sind im Ergebnis bei Gleichklang Menschen mit bei weitem stärkerer Beziehungsabsicht als bei anderen Plattformen.
- Durch unsere ökologisch-soziale Orientierung ziehen wir Menschen an, die zu einem liebevolleren, mitmenschlicheren und authentischeren Umgang miteinander neigen und die Prosozialität auch in anderen Bereichen stärker in den Fokus ihres Lebens stellen. Das senkt die Anwesenheit von Menschen mit der sogenannten dunklen Triade (Psychopathie, Narzissmus, Machiavellismus, Sadismus) auf unserer Plattform.
- Mithilfe des Matching-Algorithmus schließen wir dezidierte Inkompatibilitäten in zentralen Merkmalen von Beziehungsmodellen, Lebensphilosophien und Lebenszielen von vornherein aus. Es gibt keine Gewissheit, und entscheidend ist, was wir aus unseren Beziehungen machen. Jedoch können Sie bei Gleichklang-Mitgliedern, die Ihnen vorgeschlagen werden, mit höherer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die womöglich schlimmsten und letztlich fatalen Inkompatibilitäten nicht vorhanden sind.
- Unsere regelmäßigen Blog-Artikel und Videos werden mindestens gelegentlich von etwa zwei Dritteln unserer Mitglieder und mehr oder weniger regelmäßig von etwa einem Drittel unserer Mitglieder gelesen oder angeschaut. Zudem erfahren wir in unseren Umfragen, dass genau dies bei manchen zu Veränderungen führt, und immer wieder schreibt auch ein Mitglied, dass genau so eine Beziehung möglich geworden sei. Bei allen Schwierigkeiten und Problemen, die es auf Kennenlernplattformen, auf denen Menschen zusammenkommen, immer gibt und wohl auch geben wird, können wir durch unsere Artikel einiges bewirken, und gleichzeitig ergibt sich auch wiederum ein Prozess der Auswahl. Denn diejenigen, die die Artikel gut finden, entscheiden sich eher, zu Gleichklang zu kommen, während die anderen ihr Glück lieber anderswo suchen.
Wenn Sie Verliebtheit, Liebe oder Freundschaft als drei wichtige Indikatoren dafür betrachten, dass eine tragfähige Beziehung entstehen kann, und gegebenenfalls selbst bei Aversion und Ambivalenz noch einmal einen zweiten, aber ehrlich prüfenden und reflektierenden Blick zulassen, haben Sie die besten Chancen, Ihre Partnerfindung erfolgreich abzuschließen.
Hierbei begleiten wir Sie gern und freuen uns, wenn wir mit Ihnen gemeinsam diesen Weg gehen können:
▶ Zur Beziehungssuche bei Gleichklang
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6 Kommentare
sehr interessanter Artikel, der sich mit meinen Erfahrungen hier deckt.
Leider begegnen mir hauptsächlich Beziehungspartner, die ein sehr vorgefertigtes Schema über Ihre potentielle Beziehungspartnerin haben. Hohe Werte haben, aber sie dann doch nicht leben können, oder eben anders interpretieren. Vielleicht liegt das am Alter?
Mir fehlt eine Differenzieung der Auswertung nach Alter, nach Geschlecht und auch nach Hochsensibilität. Und ich vermute mal, dass ältere und auch sehr junge Gleichklangmitglieder in festeren Vorstellungen verhaftet sind.
Vermutlich bin ich auch nicht ganz frei von solchen Schematas und Vorstellungen. Kollektive Generationsthemen dürfen auch berücksichtigt werden.
Das Geschlecht haben wir ausgewertet und sehen keinen Zusammenhang. Zusammenhänge zu Hochsensibilität, Persönlichkeit und vielem Weiteren werden wir auswerten und auch berichten. Wir sehen wenig echte Zusammenhänge zum Alter seit vielen Jahren; die grundlegenden Tendenzen sind eigentlich immer gleich, und auch Geschlechterunterschiede sind oftmals nur moderat und in diesem Fall sogar nicht existent. Auch der Bildungsstand wirkt nur geringgradig. Vermutlich liegt die Ursache darin, dass Liebe, Sexualität etc. Themen sind, die wirklich alle betreffen und bei denen die grundlegenden existenziellen Fragen und Themen doch recht ähnlich sind.
Worin ich Dir tatsächlich zustimme, ist, dass wir bei der Partnersuche oft feste Schemata und auch Skripte haben, die leider nicht immer unseren Erfolg begünstigen, sondern uns auch davon abhalten können, Möglichkeiten zu erkennen und umzusetzen. Es ist die Balance zwischen den wirklich unumgänglichen Lebensvorstellungen und dem, wo wir uns auf verschiedene Entfaltungsmöglichkeiten einstellen können. Oft blockieren Menschen bei der Partnersuche hier Möglichkeiten, die in Wirklichkeit bestanden und sich positiv entwickelt hätten. Das ist schade, und Deine wenigen Besuche wie auch unsere, mit dem Blog dagegenzuschreiben.
Ein Thema ist das der Verliebtheit. Die aktuelle Auswertung zeigt ja auch, dass nur knapp die Hälfte der Beziehungen mit Verliebtheit beginnen, immerhin ein Viertel nach dieser Auswertung (anstatt internationaler Studien vielmehr) mit Freundschaft, und in selteneren Fällen gibt es weitere Muster. Ich mache aber auch immer wieder die Beobachtung, dass recht viele schlichtweg Verliebtheit erwarten und deren Ausbleiben als Kriterium zum Abbruch eines Kontaktes bewerten. Das ist schade. Täten es alle, würden nämlich die Mehrheit der Beziehungen wegfallen, von denen viele durchaus glücklich werden.
Guten Tag,
die Schwierigkeit liegt erst einmal darinnen, in die Nähe von potentiellen Partnern Partnerinnen oder auch Freunden und Freundinnen zu kommen.
Das heißt für mich, überhaupt die Möglichkeiten zu erhalten meinen Gegenüber sexuell, attraktiv, interessant zu finden, scheitert bereits daran, dass es niemanden nur gegenüber gibt.
Was kann ich tun
Liebe Grüße
Danke für Deinen Kommentar. Da Du die E-Mail angegeben hast, habe ich mir erlaubt, mir einmal die Parameter anzusehen. Erst einmal hast Du alles richtig gemacht, dass Du bereits ein paar Menschen angeschrieben hast. Ich würde ruhig noch einmal nachfragen, warum sie nicht geantwortet haben. Wir sehen aus unseren Daten, dass durch eine solche Nachfrage manchmal Beziehungen entstehen.
Du wirst immer nur gelegentlich einmal einen Vorschlag erhalten. Dies liegt an der Kombination aus Suchkriterien, die aber sicherlich auch inhaltlich sinnvoll sind für Dich. Umso wichtiger ist es, immer dann, wenn sich eine Option ergibt, in Kontakt zu treten und, sobald es dann doch zu einer Antwort kommt (der Fall wird eintreten!), miteinander auszuloten, ob eine Beziehung entstehen kann.
Überlegen könntest Du lediglich, den regionalen Bereich deutlicher auszudehnen, da gerade bei Deinen Suchkriterien in ihrer Kombination Du auch bei großzügiger Suche keineswegs überflutet werden wirst. Wir wissen, dass bei echter Passung und Liebe die Entfernung ihre Rolle verliert.
Ich möchte mich mit meinem Kommentar sowohl auf diesen aktuellen Blogbeitrag als auch auf die Diskussionen unter dem Beitrag zum Thema „Dunkle Tetrade: Wie Machiavellismus, Psychopathie, Sadismus und Narzissmus beim Online-Dating wirken“ beziehen, da dort bereits ähnliche Themen angesprochen wurden und ich mich in mehreren der geschilderten Erfahrungen wiederfinde.
Ich bin seit knapp sieben Monaten aktiv auf der Plattform, habe den Fragebogen sehr sorgfältig ausgefüllt und meine Einstellungen mehrfach überprüft und angepasst. Mir ist bewusst, dass mein Suchprofil dadurch spezifischer ist als der Durchschnitt, insbesondere weil ich gezielt Männer suche, die emotional tief, sensibel, reflektiert und teilweise neurodivergent sind und gleichzeitig ein zu mir passendes Lebensmodell mitbringen.
Trotz dieser bewussten Eingrenzung erhalte ich regelmäßig Vorschläge, die in mehreren zentralen Punkten nicht mit meinen Angaben oder meinem tatsächlichen Erleben übereinstimmen.
Figurtyp / körperliche Passung:
Ich habe klare Angabe gemacht („durchschnittlich“ bzw. „ein paar Pfunde mehr“), jedoch ist bei Gleichklang die Gewichtung hier bewusst etwas „weicher“, da Menschen sich unterschiedlich wahrnehmen können
Gerade deshalb stellt sich für mich die Frage, warum vorhandene objektive Daten nicht stärker genutzt werden. Wenn Körpergröße und Gewicht angegeben sind, lässt sich daraus ein sehr klares Verhältnis ableiten. Dennoch erhalte ich häufig Vorschläge von sehr schlanken Männern (z. B. 1,80 m bei deutlich niedrigem Gewicht). Für mich ist das kein Detail, sondern relevant für Körpergefühl, Näheempfinden und Anziehung – und diese entsteht in solchen Fällen nicht.
Aktivitätslevel und Lebensstil (zentrale und wiederkehrende Diskrepanz):
Hier liegt aus meiner Sicht eine der deutlichsten Abweichungen zwischen Matching und Realität.
Viele Profile weisen einen stark aktivitäts- und leistungsorientierten Lebensstil auf:
• sehr hoher Sportanteil (Fitness, Laufen, Radfahren, Wandern als Selbstverständlichkeit)
• Urlaube mit klarer Aktivitäts- und Erlebnisorientierung
• generelle Ausrichtung auf Gesundheit, Optimierung und „ständig in Bewegung sein“
• insgesamt ein sehr nach außen gerichtetes, energiegeladenes Lebensmodell
Mein eigener Lebensstil ist deutlich ruhiger, reduzierter und innenorientierter:
• entspannte Alltagsgestaltung ohne dauernde Aktivitätsplanung
• gemeinsame Zeit in ruhiger, nicht überreizter Atmosphäre
• geringe Reiz- und Leistungsdichte
• auch bewusste Ruhephasen ohne „Programm“ als normaler Bestandteil
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass ich keine Unternehmungen oder Erlebnisse möchte. Im Gegenteil: gemeinsame Aktivitäten sind mir wichtig. Der Unterschied liegt darin, dass Erlebnisse für mich nicht automatisch sportlich, körperlich intensiv oder dauerhaft aktivitätsgetrieben sein müssen. Genau hier entsteht jedoch sehr häufig eine grundlegende Nicht-Passung im Gesamtlebensstil, nicht nur in einzelnen Hobbys.
Beziehungsform und emotionale Ausrichtung:
Trotz klarer monogamer Einstellung erhalte ich weiterhin Vorschläge mit polyamoren, unverbindlichen oder sehr offenen Beziehungsmodellen. Zusätzlich wirken viele Profile emotional entweder stark rational/verkopft oder sehr optimiert dargestellt, ohne für mich spürbare emotionale Tiefe oder Verletzlichkeit.
Ein weiterer zentraler Punkt ist der Profiltext. Ich lese bewusst zuerst den Text, bevor ich Fotos anschaue. In der Praxis ist dieser Freitext der zentrale entscheidende Faktor dafür, ob ich überhaupt ein Gefühl von möglicher Kompatibilität entwickeln kann. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass dieser Aspekt im Matching nur eine sehr geringe Rolle spielt, wodurch eine deutliche Diskrepanz zwischen rechnerischer Passung und subjektivem Erleben entsteht.
In den Antworten von Support und Plattformleitung (auch auf Kommentare anderer Nutzer) entsteht teilweise der Eindruck, dass Abweichungen primär auf fehlerhafte Nutzung durch die Mitglieder zurückgeführt wird (z. B. durch „zu enge Kriterien“ oder „Ambivalenzen“). Aus Nutzersicht wirkt das jedoch nur begrenzt überzeugend, wenn wiederholt systematisch ähnliche Diskrepanzen auftreten. Eine transparentere Darstellung der tatsächlichen Matching-Logik wäre hier sehr hilfreich.
Ein konkreter Verbesserungsvorschlag wäre zudem ein strukturiertes Feedback beim Löschen oder Ignorieren von Profilen – entweder über auswählbare Kategorien (z. B. Lebensstil, Körper, Werte, Kommunikation) oder ein kurzes Freitextfeld. Dadurch könnten wiederkehrende Muster besser erkannt und das Matching realitätsnäher verbessert werden.
Auch im Fragebogen selbst wären an einzelnen Stellen differenziertere Angaben sinnvoll, insbesondere beim Thema, ob man sich eine Beziehung mit jemandem vorstellen kann, der psychische Erkrankungen hat. Die Art und Ausprägung der Erkrankung ist dabei, meiner Meinung nach, entscheidend, anstatt es über einen allgemeinen Punkt zu definieren.
In meinen sieben Monaten gab es genau einen Vorschlag, der viele meiner Kriterien erfüllt hat. Diese Person war jedoch nie (mittlerweile über 6 Wochen) online. Das zeigt für mich, dass passende Menschen grundsätzlich vorhanden sind, aber nur sehr selten im Matching sichtbar werden.
Mein Anliegen ist keine grundsätzliche Kritik, sondern der Hinweis, dass es bei spezifischen, aber realistischen Vorstellungen strukturelle Grenzen im aktuellen System gibt. Eine stärkere Berücksichtigung von Lebensstil, Aktivitätsniveau, körperlicher Passung und emotionalem Ausdruck sowie mehr Transparenz im Matching-Prozess könnten die Nutzererfahrung deutlich verbessern.
Danke für Deinen sehr ausführlichen Kommentar und danke auch, dass Du Deine E-Mail angegeben hattest, sodass ich nachschauen konnte. Ich weiß, dass meine Antwort nicht auf Deine Zustimmung treffen wird, das vermute ich zumindest. Mir geht es allerdings überhaupt nicht um die Entdeckung von Fehlern bei Mitgliedern, sondern ausschließlich darum, die Chancen für eine erfolgreiche Partnerfindung zu verbessern.
Diesbezüglich habe ich sozusagen über 20 Jahre Gleichklang, unzählige Umfragen, Gespräche mit Mitgliedern; jahrelang habe ich auch den Support unterstützt sowie Coaching und einiges an Erfahrung gesammelt. Dabei habe ich häufig gesehen, dass tatsächlich zunächst seitens der betreffenden Personen für aussichtslos gehaltene Veränderungen von Strategien manchmal erstaunlich schnell zum Beziehungsziel führen.
Dies als Vorrede, weil mir eben schon auffällt, dass Du ca. 99,5 % der Vorschläge gelöscht hast, und dies aus einer Anzahl von immerhin 144. Es ist nur noch einer nicht gelöscht.
Ich verstehe, dass Du die Auffassung hast, dass die 143 nicht passten. Aber genau hier kommen nun meine Erfahrungen mit Gleichklang-Paaren hinzu:
– Wirklich sehr viele sagen, dass sie die Vorschläge des Partners oder der Partnerin, mit der sie nun meistens glücklich zusammen sind, als nicht sofort passend erlebt haben. Erst im Verlauf von Begegnungen stellte sich die in Wirklichkeit vorhandene Passung heraus.
– Auch Studien zeigen, dass wir anhand der Durchsicht von Online-Profilen nahezu gar nicht in der Lage sind, Merkmale der Person tragfähig zu erschließen.
Wenn Du nun also ca. 99,5 % der Vorschläge löschst (wegen Nichtpassung, nehme ich an) und nur einen anschreibst, dann ergibt sich meistens nichts. Vielleicht doch. Vielleicht kommt eines Tages der Moment, wo die eine Person, die Du dann doch nicht als unpassend erlebst, in Kontakt tritt und es wirklich passt. Das wünsche ich Dir.
Grundsätzlich weiß ich aber aus den ganzen Auswertungen und Analysen, dass es mit solch einem Muster meist sehr lange dauert.
Du schilderst eine Reihe von Unpassungen:
Die körperliche Seite wollen wir in unserem Algorithmus bewusst nicht stärker betonen und deshalb auch nicht die von Dir vorgeschlagenen Berechnungen durchführen. Ich verstehe, dass jeder andere Präferenzen hat, aber während manche davon vielleicht profitieren würden, fänden viele andere dies nicht gut und es würde ihren Eindruck von unserer Plattform negativ beeinflussen.
Da wir zudem aus Studien und auch aus eigenen Gleichklang-Befragungen mit Paaren wissen, dass sich bei echter Passung Merkmale des Äußeren in ihrer Wahrnehmung erstaunlich stark ändern können, wenn wir dies zulassen, wollen wir hier wirklich keine stärkere Auswahl nach „Äußerem“ durch unseren Algorithmus vorgeben.
Du schilderst außerdem eine Vielzahl an Aktivitäten:
– Hobbys gehen nicht in das Matching ein, weil wir wissen, dass oft gemeinsame Hobbys nicht vorher bestehen müssen, sondern sich bei passender Grundeinstellung entwickeln.
Noch etwas:
– Wenn wir viele Merkmale durchgehen, finden wir nahezu immer, sicherlich bei 99,5 %, irgendeine scheinbare Unpassung. Der Ratschlag ist eher anders: das Profil global, ganzheitlich zu betrachten und nur dann, wenn anhand zentraler Aspekte von Weltanschauung oder Lebensphilosophie unvereinbare und nicht überbrückbare Gegensätze deutlich werden, auf einen Kontakt zu verzichten.
Bezüglich der von Dir genannten Vorschläge mit polyamoren Neigungen etc. bräuchten wir konkrete Beispiele:
– Du hast alles korrekt und richtig eingestellt, und es sollte Dir niemand vorgestellt werden, der nach seinen Ankreuzangaben dezidiert polyamore Beziehungen sucht. Aber: Wir können den freien Text nicht ins Matching einbringen, und Mitglieder ändern manchmal auch ihre Angaben, weil sie z. B. darüber reflektieren. Ist dies der Fall, können solche Diskrepanzen natürlich auftreten.
Ich verstehe auch, dass Du noch genauere Differenzierung, z. B. bei psychischen Erkrankungen, möchtest, aber genau hier sehe ich eher das Problem:
– Du scheinst die Profile extrem detailgenau durchzugehen, und dies hilft meistens nicht bei der Partnerfindung. Eine weitere Aufsplitterung in verschiedene psychische Erkrankungen z. B. wäre nach meiner Einschätzung nicht hilfreich.
Wir erheben bereits psychische Erkrankungen, schwere psychische Erkrankungen und Neurodiversität, wie Autismus oder ADHS. Ich denke, dies reicht für eine ganzheitliche Erkennung von möglichen Passungen.
Wir steuern unser Matching nicht nach Verhaltensmerkmalen, also Likes oder Löschungen, weil psychologische Forschung zeigt, dass solche Handlungsweisen, wie sie bei Dating-Apps eingehen, absolut nichts über die Chancen sagen, dass zwischen Personen Beziehungen entstehen können.
Daher richten wir unser Matching nur an globalen psychologischen Theorien aus, die betonen, dass in zentralen Merkmalen tiefgreifende Dissonanzen fehlen sollten. Alles andere würde uns eher an Dating-Apps annähern, vielleicht mehr Chats und Kontakte bedingen, aber aller Wahrscheinlichkeit nach weniger Beziehungen.
Wir sehen ja in unseren Daten, dass sie bei weitem höhere Vermittlungsraten erreichen, als sie von Studien für Dating-Apps etc. berichtet werden. Wir erhalten sehr komplexes Feedback: Zufriedenheit, Unzufriedenheit, gemischte Einschätzungen, Erfolg, Erfolglosigkeit, Erfolg bei Freundschaftssuche, aber nicht bei Partnersuche oder umgekehrt. Daten von Feedback, Unzufriedenheit, mangelndem Erfolg, Zufriedenheit, eingetretenem Erfolg. Aus diesem Gesamtstrom an Feedback versuchen wir, unser System zu verbessern, ohne aber zu sehr auf Benutzerfreundlichkeit zu gehen und ohne uns dadurch zu verlieren, dass wir alle und sich ggf. widersprechende Vorschläge aufnehmen können.