Kosten der Partnersuche: Warum das Gebührensystem beim Online-Dating Beziehungen, Unabhängigkeit und soziale Gerechtigkeit fördern kann
In meinem heutigen Artikel geht es nicht nur um psychische, sondern zunächst einmal um die tatsächlichen materiellen Kosten der Partnersuche. Trotzdem ist der Artikel nicht einfach nur ein Verweis auf unsere Gebührenliste, sondern verbindet den Aspekt der monetären Kosten mit ihren psychischen und gesellschaftlichen Auswirkungen.
Gleichzeitig greift der Artikel auch die in meinem ▶ letzten Video dargestellte Kritik an den Monetarisierungssystemen des modernen Online-Datings auf, die die Chancen der Partnerfindung verringern. Das organisierte Online-Dating wirkt dabei weltweit längst ebenso schädigend wie beispielsweise die Lebensmittel- oder die Zigarettenindustrie, nur dass die Auswirkungen vorwiegend psychischer und weniger körperlicher Art sind.
Der Artikel informiert noch einmal umfassend über die gesamte Gebührensituation bei Gleichklang. Gleichzeitig zeigt er auf, wie wir unser Gebührensystem auf die Ermöglichung ernsthafter und dauerhafter Beziehungen ausgerichtet haben. Ebenso dient es der Förderung sozialer Gerechtigkeit und Inklusivität, die wiederum auf die gesamte Community ausstrahlen und die Möglichkeiten aller verbessern, eine Beziehung zu finden.
Kostenlose Nutzung oder kostenlose Testung von Dating-Angeboten – die verborgenen Kosten der Partnersuche
Das übereinstimmende Merkmal nahezu aller bekannten Dating-Plattformen, mit der unseres Wissens einzigen Ausnahme von Gleichklang, besteht darin, dass der Einstieg immer kostenlos oder mindestens vermeintlich kostenlos ist.
Das Online-Dating orientiert sich dabei an einem universell wirksamen Prinzip:
- Menschen sind eher bereit, einen Schritt zu tun, wenn mindestens der erste Schritt kostenlos ist oder wenn sie glauben, dass dieser Schritt kostenlos sei.
Gerade im Internet haben sich solche kostenlosen Schritte weitestgehend als selbstverständlich etabliert:
- Sie sind die Norm, an der sich sogar Bewertungsseiten orientieren. Kostenlosigkeit gilt geradezu als Qualitätsmerkmal.
Indem kostenlose Einstiege als Norm etabliert wurden, entstand die Notwendigkeit für die Dating-Industrie, andere Wege der Monetarisierung zu beschreiten.
Betrachten wir diese, erkennen wir schnell die Hintergründe:
- Kostenlosigkeit ist ein Köder, um möglichst viele Mitglieder anzulocken. Mit deren großer Zahl kann wiederum geworben werden, um weitere Personen anzulocken.
- Gelder werden verdient, indem für die Nutzer:innen Werbung geschaltet wird oder deren Daten an andere Firmen verkauft werden.
- Werbung ist gleichzeitig das Einfallstor für den Einfluss der werbenden Konzerne auf die Dating-Plattformen und setzt deren Nutzer:innen fortwährender Manipulation aus.
- Andere Dating-Seiten ohne Werbung setzen auf die Finanzierung durch Premiumangebote. Das Basisangebot ist kostenlos, um die Mitglieder zu Premiumangeboten zu locken.
- Bei einigen Plattformen haben die kostenlosen Testaccounts fast keine echte Funktionalität. Die Betreffenden können mit ihnen niemanden kennenlernen. Bei anderen Seiten ist zwar kostenloses Dating möglich, es stößt aber bald an Grenzen, die Premiumangebote aufzuheben versprechen.
Wie kostenlose Angebote das Verhalten verändern
Ich möchte jetzt nicht die gesamte Argumentation meines letzten Videos wiederholen. Aber in aller Kürze gesagt, spielt sich Folgendes ab:
- Durch diese kostenlosen Angebote werden Konditionierungsprozesse in die Wege geleitet, durch die das Interesse der Nutzer:innen auf die Sichtung möglichst vieler und möglichst attraktiver Profile gelenkt wird.
- Dabei werden kurzfristige Belohnungsimpulse und sogar suchthafte Strukturen aktiviert, die letztlich nach ihrer Befriedigung durch das Premiumangebot verlangen. Das, was sie dafür bekommen, intensiviert die Konditionierung und lässt die Bindungsbereitschaft sinken. Am Ende zahlen die Nutzer:innen dafür, dass sie weiterhin im Bann der Dating-Systeme bleiben.
- Genau dies erklärt die Sachlage, dass sehr viele Profile auf Dating-Seiten nicht von Singles stammen, sondern von Menschen in Beziehungen.
Warum der kostenlose Einstieg so verführerisch ist
Die Versuchung, einen kostenlosen Einstieg zu gewähren, ist für Dating-Anbieter:innen enorm.
Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen:
- Gleichklang begann vor 20 Jahren mit einem geringen Kostenbeitrag, und es dauerte viele Jahre, bis wir einigermaßen ökonomisch lebensfähig waren. Der kostenpflichtige Einstieg verlangt Durchhaltevermögen und eine enorme Fokussierung auf Informationen, die tatsächlich fundiert sind und überzeugen.
Hätten wir kostenlos begonnen, wie uns empfohlen wurde, hätten wir heute Hunderttausende Mitglieder, wären aber am Ende nichts anderes als eine weitere Dating-App.
Warum die Kostenpflicht bei Gleichklang allen Mitgliedern zugutekommt
Die Kostenpflicht bei Gleichklang wirkt sich für alle Mitglieder positiv aus:
- Durch die sofortige Kostenpflicht findet eine Selbstauswahl statt. Menschen sind typischerweise nicht bereit, Gebühren zu begleichen, wenn sie nicht davon überzeugt sind, dass sie ein Angebot wirklich nutzen wollen.
- Bei anderen Dating-Seiten strömen viele Personen ein, die sich einfach nur Profile anschauen, sich von Langeweile ablenken lassen, den kurzfristigen Thrill suchen, Erlebnisbedürfnisse befriedigen, über Enttäuschungen hinwegkommen oder ihren Selbstwert bestätigen wollen. Hinzu kommen dunklere Motive wie Betrug, Catfishing oder Love-Scamming.
- In Studien erreicht daher das Beziehungsmotiv bei Dating-Apps auch typischerweise nur höchstens eine mittlere Ausprägung und ist nicht das stärkste Motiv.
- Einfach dadurch, dass wir unsere Plattform in der Außendarstellung komplett auf die Entstehung nachhaltiger Beziehungen ausrichten – Partnerschaften und Freundschaften – und zudem eine Gebühr zum Einstieg verlangen, kehren sich die Motive in ihrer Stärke komplett um:
Das Beziehungsmotiv ist, wie wir auch in einer Umfrage herausfanden, das absolut dominierende, alles bei Weitem überragende Motiv. Alle anderen Motive spielen bei Gleichklang nahezu keine Rolle.
Mehr über die Motive bei Gleichklang-Mitgliedern können Sie in diesen beiden vorherigen Artikeln herausfinden:
- ▶ Suchmotive von Gleichklang-Mitgliedern
- ▶ 10 Hauptmotive von Gleichklang-Mitgliedern bei ihrer Partnersuche
Übrigens verdanken wir alle diese Einsichten den regelmäßigen Umfragen, an denen sich so viele Gleichklang-Mitglieder und Interessent:innen beteiligen. Auch aktuell läuft erneut eine umfassende Umfrage, für die wir gerne um Beteiligung bitten:
Eine Gebühr als psychologische Investition
Durch die Gebühr üben wir aber nicht nur einen Einfluss auf die Zusammensetzung unserer Community aus, sondern auch die individuellen Mitglieder verhalten sich durch die Gebühr anders:
- Ökonomisch-psychologische Experimente und Theorien haben gezeigt, dass wir dann ernsthafter bei einer Sache bleiben, wenn wir eine Form von Investition für sie geleistet haben. Das kann auch, muss aber nicht eine materielle Investition sein.
- Die Gebühr bei Gleichklang wirkt innerpsychisch wie eine solche Investition, die die Bemühungen eines individuellen Mitglieds stärkt, sich tatsächlich auf das eigene Ziel zuzubewegen.
Natürlich könnten die Premiumgebühren anderer Dating-Seiten grundsätzlich einen ähnlichen Effekt haben. Allerdings läuft die durch die Portale induzierte Zielverschiebung dem entgegen:
- Das Ziel des Premiumangebots ist ja gerade nicht, eine Beziehung zu einer Person zu vertiefen, sondern viele neue Profile und viele neue Matches zu erhalten, wodurch die Bindungsbereitschaft sinkt und die Aussichten steigen, Single zu bleiben.
Entscheidend ist also, an welche Ziele Investitionen gekoppelt sind:
- Wenn ich eine Investition leiste, um in einer Community beziehungssuchender Menschen eine Beziehung zu finden, wirkt sich dies anders aus, als wenn ich eine Gebühr begleiche, weil mir versprochen wird, ganz viele neue Matches zu erhalten.
Unabhängigkeit von Werbung und Konzernen
Die dritte Auswirkung der Gebühr bezieht sich auf die politisch-gesellschaftliche Positionierung von Gleichklang und unsere eigene Beeinflussbarkeit und Abhängigkeit von Marktmechanismen:
- Durch unsere obligatorische Gebühr ist Gleichklang seit mehr als 20 Jahren komplett werbefrei.
- Wir brauchen uns nicht nach den Anforderungen anderer Firmen zu richten, die Werbung schalten. Dadurch können wir unsere Mitglieder vor deren Manipulationen auf unserer Plattform schützen und uns zudem ohne Abstriche ökologisch, nachhaltig und gesellschaftlich progressiv positionieren.
- Wir sind nicht erpressbar, weder in Form von explizitem Druck noch in Form von vorauseilendem Gehorsam, um nicht diejenigen zu verärgern, von deren Werbeschaltungen wir leben.
Die Vorstellung, Werbung beeinflusse nicht die inhaltliche Ausrichtung einer Plattform, ist übrigens naiv. Wer sich noch an die Anfänge sozialer Netzwerke wie Facebook erinnert, wird womöglich auch mitbekommen haben, was für ein Zeitsprung durch deren nachfolgende Werbemonetarisierung stattfand:
- Weg von einem zumindest anfänglich mitmenschlich und solidarisch wirkenden Netzwerk hin zu einem der weltweit größten Akteure im Bereich der Manipulation. Mittlerweile zeigt sich sogar eine fast schon offene Unterstützung rechten Denkens, unsolidarischer Strukturen, der eskalierenden Nutzung fossiler Energien und einer sich weiter brutalisierenden Welt.
Wer sich auf den Teufel einlässt und von ihm sein Gehalt erhält, wird eben selbst zum Teufel.
Die finanziellen Modalitäten bei Gleichklang
Bei Gleichklang gibt es nur eine feste Laufzeit von mindestens einem Jahr, die sich sodann jährlich weiter verlängert:
- Es gibt keine Möglichkeit, uns für zwei Wochen zu testen und dann ein Jahr dabei zu sein, keine Teilnahme für wenige Monate und keine vergleichbaren Kurzzeitmodelle.
Was als rigide erscheinen mag, ist tatsächlich erneut ein Schutzwall für unsere gesamte Community.
- Möchten wir als Mitglieder einer Dating-Community, dass ständig kurzfristig Menschen einströmen, die sich kurz Profile anschauen, Fotos sammeln oder sich anderweitig ablenken oder vergnügen wollen und sodann verschwinden?
- Halten wir es für gut, wenn wir ein preiswertes Kurzzeitangebot buchen und uns sodann, weil wir vergessen haben zu kündigen, plötzlich in einem viel teureren Langzeitangebot wiederfinden?
Genau dies sind die beiden Mechanismen, die die ökonomische Wirksamkeit solcher Angebote begründen.
Warum sich Partnerfindung nicht testen lässt
Aber es gibt einen dritten und bei Weitem wichtigeren Aspekt, der gegen alle Kurzzeitangebote spricht:
- Es ist eine komplette Illusion, zu glauben, wir könnten eine Dating-Plattform testen.
Was und nach welchen Kriterien wollen wir testen?
- Das Ziel ist die Partnerfindung, aber diese tritt nun einmal fast nie innerhalb der Testzeit ein.
- Partnerfindung ist – Entschuldigung für die ständige, mantrahafte Wiederholung dieser Sachlage – ein einmaliges Ereignis, das aber dennoch meistens eines Tages eintritt.
- Partnerfindung lässt sich nicht aus vorherigen Kontakten, der Profilanzahl, der Attraktivität von Profilen, Chats oder Ähnlichem vorhersagen. Gar nicht.
Wenn Menschen also in den Glauben versetzt werden, eine Dating-Plattform testen zu können, handeln sie in Wirklichkeit blind und entscheiden sich sodann für oder gegen eine Dating-Plattform aufgrund von Sachverhalten oder Erfahrungen, die für die Partnerfindung komplett irrelevant sind.
Oder noch schlimmer:
- Sie entscheiden sich für Plattformen, die besonders viele kurzfristige Belohnungen ausstreuen und sie damit an die Plattform binden, aber von der Partnerfindung wegbringen.
Indem wir bei Gleichklang nur eine Mindestlaufzeit von einem Jahr anbieten, vermitteln wir gleichzeitig die zentrale psychologische Botschaft:
- Partnerfindung ist nicht testbar und dauert meistens länger. Stellt euch auf eine längere Dauer ein. Nur so werden die meisten eines Tages auch finden.
Im Grunde wäre es sogar sinnvoller, eine zweijährige Mindestlaufzeit anzubieten. Denn dies ist die durchschnittliche Suchdauer unserer erfolgreichen Mitglieder, also derjenigen, die eine Partnerschaft finden.
Indem wir keine kurzen Laufzeiten verkaufen, unterstützen wir unsere Mitglieder dabei, tatsächlich auch noch zu dem Zeitpunkt bei uns zu sein, an dem die Partnerfindung eintritt.
Ohne diesen Schutz wäre der Umlauf viel größer, aber die große Mehrheit unserer erfolgreichen Mitglieder wäre vermutlich nicht erfolgreich geworden.
Keine Laufzeit im üblichen Sinne
Genau genommen gibt es übrigens bei Gleichklang gar keine Laufzeit im üblichen Sinne:
- Unsere Leistungen sind kollektiver Art. Wir entwickeln die Plattform, machen sie bekannt, informieren unsere Mitglieder und setzen uns außerdem gesellschaftlich auch für andere Dinge ein, wie die vegane Lebensweise.
- Die Kosten legen wir auf unsere Mitglieder um. Jährlich leisten die Mitglieder dafür eine Unterstützungsgebühr, die nicht an konkrete Angebote gebunden ist.
Deshalb gibt es auch keine differenzierten Gebühren danach, ob jemand Partnersuche, Freundschaftssuche oder die Kontaktlisten nutzt.
Ebenso ist es preislich komplett irrelevant, wie oft sich jemand einloggt, wie viele Vorschläge wir offerieren oder wie viele Nachrichten geschrieben oder erhalten werden.
Die Gebühr ist einfach nur der individuelle Beitrag für das kollektive Bestehenbleiben und die Weiterentwicklung der Gleichklang-Community.
Vollständige Inklusivität
Seit unserer Gründung gehört es zu unserer Überzeugung, dass es gar nicht möglich ist, ein progressives, nicht zum Schlechten, sondern zum Guten beitragendes Angebot zu machen, welches Menschen ausschließt, die sich in finanziell prekären Situationen befinden.
Wie sollten wir als eine sozial und ökologisch ausgerichtete, beziehungsorientierte Plattform mit uns selbst klarkommen, wenn wir Menschen von unserer Plattform ausschließen würden, weil diese nicht genügend Geld haben?
Dies setzen wir seither konsequent um:
- Die typische kollektive Unterstützungsgebühr für ein Jahr beträgt 129 €. Wenn die einmalige Zahlung schwierig sein sollte, kann sie auch auf zwei Monatsraten aufgeteilt werden.
- Diejenigen, für die 129 € zu viel wären, die aber grundsätzlich über finanzielle Ressourcen verfügen und nicht unter finanziell prekären Bedingungen leben, können sich entscheiden, auf unseren Standard-Ermäßigungstarif von 79 € zurückzugreifen.
79 € sind jedoch für viele Menschen nach wie vor zu viel:
- Manche von uns nehmen gar nicht wahr, wie hoch das Ausmaß der sozialen Ungleichheit in unserer Gesellschaft ist, in der übrigens auch die wohlhabendsten zehn Prozent zu mehr als 50 Prozent zum Klimawandel beitragen.
- Deshalb gewährt Gleichklang auf Nachfrage vollkommen unkompliziert einen Ermäßigungstarif von 24 Euro im Jahr für Menschen in finanziell prekärer Lebenssituation. Bei stark finanziell prekärer Lebenssituation reduzieren wir diesen auf sechs Euro im Jahr. In besonderen Notfällen beträgt der symbolische Beitrag für ein ganzes Jahr nur einen Euro.
Wir führen keine Prüfung finanziell prekärer Lebenssituationen durch, sondern verlassen uns auf die Angaben der betreffenden Personen. Die Mehrheit unserer Mitglieder entrichtet den Normaltarif, wofür wir uns herzlich bedanken. Nur durch diese Solidarität können wir fortbestehen.
Mit Sorge beobachten wir den wachsenden Anteil derjenigen, die den besonderen Ermäßigungstarif in Anspruch nehmen müssen:
- Wir sehen dies als Indikator für eine Gesellschaft, in der Ungleichheit und finanziell prekäre Lebenssituationen zunehmen.
Das Ärgernis der Rabattaktionen
Leider sind wir trotz unserer sehr klaren, sozial gestaffelten und niemanden ausschließenden Gebühren zu Rabattaktionen gezwungen:
- Wir ärgern uns über diesen Aktionismus selbst und finden, dass er störend ist marktschreierisch ist.
Warum wir es trotzdem tun:
- Ungefähr ein Drittel unserer Mitglieder kommt über Rabattaktionen zu uns.
Hintergrund ist, dass wir als Menschen oftmals bestimmte Anreize benötigen, um einen Schritt zu tun:
- Würden wir auf die Rabatte verzichten, wären deutlich weniger Mitglieder bei uns. In diesem Fall wären wir aber nicht dazu in der Lage, die Weiterentwicklung der Community weiter voranzutreiben.
So ärgerlich diese Rabattaktionen auch sind, so sind sie dennoch anders als Werbeeinnahmen, kurzfristige Belohnungsmechanismen oder kurzfristige Laufzeiten nicht grundlegend mit unserer wertebezogenen Ausrichtung unvereinbar:
- Durch die Rabattaktionen wird niemandem Schaden zugefügt, und die gesamte Community bleibt so erhalten. Die Ausrichtung der Community ändert sich durch die Rabattaktionen nicht. Auch wenn der Rabatt ein kleiner Anreiz ist, der eine nicht unerhebliche Wirkung entfaltet, leisten dennoch alle einen Beitrag und kommen mit Beziehungsmotiven zu Gleichklang.
Wir sehen daher diese Rabattaktionen als ein kleineres Übel, das aber nichts an unserer Botschaft verändert.
Übrigens ist es sinnvoll, bei der eigenen Partnersuche weder die eigene finanzielle Situation noch die finanzielle Situation der anderen Person als Kriterium heranzuziehen. Die Gründe dafür werden auf der Grundlage psychologischer Befunde in diesem Blogartikel erläutert:
Online-Dating für mitmenschliche Beziehungen
Ich hoffe, es ist mir gelungen, deutlich zu machen, dass wir uns mit unserem nach meinem Wissen weltweit für Dating-Plattformen einzigartigen Monetarisierungssystem von Werbeeinnahmen, unseriösen Testangeboten sowie kurzfristigen Belohnungs- und Suchtmechanismen unabhängig machen, von denen die Dating-Industrie ansonsten lebt.
Dadurch versammeln sich bei Gleichklang Menschen, die an der Idee festhalten, dass in dieser fraglos schlechten Welt dennoch solidarische Beziehungen möglich sind, mit denen und in denen wir uns gleichzeitig für eine bessere Welt einsetzen können.
Psychologisch steht nach unserer Überzeugung das gegenwärtige Online-Dating ebenso auf dem Kopf wie die gesamte Welt. Wir versuchen bei Gleichklang, es wenigstens in unserem kleinen Rahmen wieder auf Beine zu stellen, die tragfähig sind.
Wir freuen uns sehr, wenn Sie diesen Weg (weiterhin) mit uns gehen:
▶ Zur Beziehungsfindung bei Gleichklang
Wie sind Ihre eigenen Erfahrungen mit Bindungssicherheit? Bitte teilen Sie diese mit uns in den Kommentaren – herzlichen Dank!
Weitere Links:
- Buch „A Perfect Match? Online-Partnersuche aus psychologischer Sicht?„ Das Buch steht auch als kostenlose Wissensressource bei Gleichklang zur Verfügung.
- Meine Coaching-Seite
- Video zu den Erfolgsfaktoren der Partnersuche
- Vegan.eu: Unser veganes Informations-Portal


8 Kommentare
„Stellt euch auf eine längere Dauer ein. Nur so werden die meisten eines Tages auch finden.“
Dann bitte keine Geschichten mehr wiedergeben, in denen Menschen berichten, sie wären schon nach kurzer Zeit erfolgreich gewesen. Denn offensichtlich sind diese dann die Ausnahme. Damit für sich zu werben wäre, gemessen an Euren ethischen Standards, unfair. Danke
Ich habe schon viele Beispiele genannt – manche, die sehr schnell fanden, andere, wo es 1–2 Jahre dauerte, und viele, bei denen es länger dauerte. Bis hin zu einem Mitglied, das bei uns 9 Jahre suchte und dann einen Partner fand, mit dem sie nun glücklich in Italien lebt und übrigens sehr zufrieden mit uns ist. Alle zeitlichen Verläufe sind möglich, und ich glaube, wir müssen bei unseren Beispielen auch alle benennen. Denn manchmal geht es schon in wenigen Tagen. Die Ausnahme, aber möglich.
Warum gibt es eigentlich nie Spendenaktionen bei Gleichklang?
Gleichklang hat über durchschnittlich viele wohlhabende Akademiker.
Hallo, ich finde sehr wohl, dass man eine Partnerbörse testen kann. Deren Nutzerfreundlichkeit gerade mit Screenreader ( Sprachausgabe und Braillezeile) ist nämlich sehr durchwachsen. Gleichklang war Zeitweise überhaupt nicht bedienbar, mit der letzten Version eher schlecht als recht bedienbar und nun ist es mit dem letzten großen Update zum Glück erheblich besser geworden. An sonsten kann ich nur sagen, dass die großen Probleme damals schon im Anmeldeprozess auftraten. Ich möchte jedenfalls keine Jahresgebühr bezahlen um zu merken, dass ich die Seite nicht bedienen kann. Manche andere Partnerbörsen sind nicht bedienbar, da ist es schon ärgerlich genug, wenn man das erst nach längerem probieren herausfindet. Kurz und Knapp, ich wäre sehr für eine Probeoption und wenn es nur ein „Spielzugang“ für alle ist, wo man einen fiktiven Vorschlag anschaut, eine Nachricht beantworten kann etc. Nur um es mal gesehen zu haben.
Viele Grüße
Sebastian
Okay, da hast Du natürlich recht. Das ist aber ein anderes Thema. Mit „Testen“ meinte ich, zu prüfen, ob Aussichten bestehen. Oft wird dabei jedoch nur getestet, ob es schnell Kontakte, Unterhaltungen, attraktive Profile etc. gibt – also alles Faktoren, die sogar negativ mit dem Erfolg korrelieren. Das ist zwar auf den ersten Blick kontraintuitiv, inzwischen aber durch so viele Untersuchungen und theoretische Einordnungen abgesichert, dass es als gesicherte Realität gelten kann.
Die Nutzbarkeit mit Screenreadern ist natürlich durchaus testbar. Wir erhalten dazu aktuell von unseren blinden Mitgliedern positive Rückmeldungen und verstehen auch Deine Rückmeldung.
und noch ein Nachtrag zu eben, habe ganz das Thema der Kosten vergessen. Ich habe eine Wohnung gemietet, weil mir mehrere Leute gesagt haben, dass man leichter eine Freundin findet, wenn man eine Wohnung hat und nicht bei den Eltern wohnt. Jetzt zahle ich seit fünf Jahren Miete für eine Wohnung, in der ich gemeldet bin, mich jedoch nur selten und wenn dann ungern aufhalte. Zählt auf jeden Fall zu den Kosten der Partnersuche und gibt mehr Druck, diese schnell zu beenden.
Gruß sebastian
Ehrlich gesagt würde ich der Ansicht mit der Wohnung nicht komplett zustimmen. Wenn Du die Wohnung gar nicht nutzt, würde ich das für die Partnersuche nicht tun, zumal es nun seit fünf Jahren offenbar zu keinem Durchbruch geführt hat. Du kannst ja beim Kennenlernen kommunizieren oder schon im Profil angeben, dass Du aktuell bei Deinen Eltern lebst, aber in Kürze eine eigene Wohnung nehmen wirst.
Das Entscheidende ist die Selbständigkeit. Es gibt viele, die Beziehungen finden und (zuerst) noch bei den Eltern wohnen. Wenn eine Freundin jedochlediglich als rundum-Versorgung, Pflegerin, Haushälterin, Sexpuppe, Betreuerin usw gesehen wird, dann wird eine eigene Wohnung daran auch nichts ändern.