Eine qualitative Studie von Lennart Ante zeigt die widersprüchlichen Auswirkungen von künstlicher Intelligenz beim Online-Dating
Mein heutiger Blogartikel geht zu einem Thema, welches uns in den nächsten Jahren sicherlich nicht loslassen wird:
- nämlich der Nutzung von künstlicher Intelligenz für das Online-Dating.
Bezüglich der Nutzung von künstlicher Intelligenz für das Online-Dating haben wir bei Gleichklang noch keine umfassenden Daten, werden diese aber in der nahen Zukunft erheben und auswerten.
Die Studie von Lennart Ante, die sich mit dem Phänomen der Nutzung von künstlicher Intelligenz beim Online-Dating befasst, hat mich motiviert, noch zwei Fragen in die laufende große Gleichklang-Umfrage aufgenommen:
- Interessent:innen sind herzlich eingeladen, sich an ⇛ dieser Umfrage noch zu beteiligen.
Fragestellungen der Studie
Eine wesentliche Zielstellung der Studie von Lennart Ante war zunächst einmal, überhaupt festzustellen, warum Menschen KI für das Online-Dating verwenden und welche Erfahrungen sie machen.
Neben der eigenen Nutzung von künstlicher Intelligenz beschäftigte sich die Studie von Lennart Ante damit, wie Menschen reagieren, wenn sie auf Texte stoßen, von denen sie den Eindruck haben, dass sie durch künstliche Intelligenz erstellt wurden. Ebenfalls wurde untersucht, wie die Betreffenden reagieren, wenn ihnen die andere Person die Verwendung künstlicher Intelligenz offenlegt.
Außerdem handelt die Studie von der Beeinflussung realer Begegnungen durch künstliche Intelligenz.
- Wie gehen Sie selbst mit künstlicher Intelligenz (KI) beim Online-Dating um? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Bitte schildern Sie diese unten in den Kommentaren!
Der Cyrano-Effekt
Der Autor gibt seiner Studie den bezeichnenden Titel „The Cyrano Effect: LLM-Assisted Impression Management and Authenticity in Online Dating“ (Der Cyrano-Effekt: Durch große Sprachmodelle unterstütztes Impression Management und Authentizität beim Online-Dating).
Cyrano ist eine Figur aus dem Theaterstück „Cyrano de Bergerac“ von Edmond Rostand:
- Der sprachlich brillante, wegen seines Aussehens aber verunsicherte Cyrano, stellt dem attraktiven, aber sprachlich unbeholfenen Christian seine Worte zur Verfügung, damit dieser mit Roxane in romantischen Kontakt treten und sie für sich gewinnen kann. Tatsächlich verliebt sich Roxane in den Mann, den sie hinter diesen Worten vermutet, erkennt jedoch in einem tragischen Ende, dass in Wahrheit Cyrano die Liebesbriefe an sie verfasst hat und er derjenige gewesen ist, dessen Worte sie liebte.
Die neue Qualität der KI-Unterstützung
Die Analogie zur künstlichen Intelligenz ist offensichtlich.
Dabei hat das Phänomen, dass eine Person mit den Worten einer anderen romantischen Kontakt aufnimmt, jedoch nicht mit der künstlichen Intelligenz begonnen:
- Auch zuvor gab und gibt es Unterstützung durch Freund:innen, Bekannte oder Ghostwriter:innen. Menschen konnten schon immer andere Personen bitten, Profiltexte zu schreiben oder zu bearbeiten, Nachrichten zu überarbeiten oder gar im Ganzen für sie zu verfassen.
Mit der künstlichen Intelligenz erhält dieses Phänomen jedoch nunmehr eine neue Qualität:
- Die Unterstützung ist einfach, sofort und in großem Umfang verfügbar. Sie kann sogar fortlaufend, durch sogenannte letztlich autonom handelnde Agenten während der gesamten Kommunikation eingesetzt werden. Theoretisch müssen die Verfasser:innen die Kommunikation nicht einmal mehr lesen.
Zudem kommt die Unterstützung nunmehr von einem nicht-menschlichen System:
- Dieses wurde anhand einer riesigen Menge menschlicher Texte trainiert und verwendet im Grunde eine Durchschnittsnormierung für alle von ihm erworbenen Texte. Auch wenn Nutzer:innen persönliche Informationen eingeben oder individualisierte Antworten anfordern, geschieht dies wiederum aufgrund eines Durchschnittsmodells auf der Basis einer großen Menge bereits vorhandener Texte.
Im Ergebnis können Texte ungewöhnlich glatt, einförmig, künstlich oder als emotional nicht wirklich verbunden wahrgenommen werden. Aber auch wenn eine Nachricht ausdruckstark wirkt, kann bereits das Wissen um die Möglichkeit der Nutzung künstlicher Intelligenz Verdacht und Zweifel an der Authentizität von Nachrichten begründen.
So können sogar tatsächlich von einer Person ohne Unterstützung durch künstliche Intelligenz geschriebene Nachrichten in den Verdacht geraten:
- Ist es künstliche Intelligenz?
Andererseits ist auch eine andere Sichtweise auf künstliche Intelligenz möglich, die sich nicht ausschließlich auf Normierung, Vereinheitlichung, Künstlichkeit, Verdacht oder Zweifel bezieht:
- Manche mögen künstliche Intelligenz als ein Instrument betrachten, das zum Ausdruck bringen kann, was womöglich authentisch ist, aber aus verschiedenen Gründen nicht in dieser Weise ohne Nutzung des Instruments zum Ausdruck gebracht werden kann.
Eine dritte Sichtweise stellt die Effektivität in den Vordergrund:
- Auch hier ist künstliche Intelligenz ein Werkzeug, ähnlich einer modernen Schreibmaschine oder eines Computers, nur eben mit noch höherer Effektivität, Ökonomie, Geschwindigkeit, Zeitersparnis. Ökonomie, Geschwindigkeit, Zeitersparnis, Wirksamkeit sind die Perspektiven, um die es bei dieser Sichtweise geht.
Vorgehen in der Studie von Lennart Ante
Wie aber sind nun die tatsächlichen Erlebensweisen von Menschen beim Online-Dating bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz?
- Lennart Ante untersuchte diese Frage, indem er 45 Personen, 25 Männer, 19 Frauen und eine Person mit einem anderen Geschlecht, interviewte. Die Teilnehmer:innen wurden gewonnen über Reddit-Foren, die sich auf das Online-Dating fokussierten.
- Die Untersuchung zielt nicht auf Repräsentativität, sie möchte also nicht konkret herausfinden, wie viel Prozent das eine oder das andere Verhalten zeigen oder die eine oder andere Bewertung tätigen, ihr geht es um die Beschreibung und Identifikation des Phänomens an sich.
Solche Studien ermöglichen uns oft einen tieferen Einblick als manche quantitative Studie, bei der im Grunde das Phänomen bereits bekannt sein muss, bevor es untersucht wird.
Dies sind die Erkenntnisse, die Lennart Ante aus den Befragungen gewann:
Diejenigen, die künstliche Intelligenz einsetzen
Bei denen, die künstliche Intelligenz selbst einsetzten, identifizierte Ante zwei Themen, die widersprüchliche Bezüge zur Authentizität aufweisen:
- Demnach kann aus der Sichtweise der Teilnehmenden künstliche Intelligenz einerseits genutzt werden, um einen authentischen Ausdruck der eigenen Person zu fördern.
- Andere beschrieben demgegenüber die bewusste Inkaufnahme einer gewissen Inauthentizität der anfänglichen Kommunikation, um das Online-Dating effizient gestalten zu können.
Künstliche Intelligenz als Prothese bei sozialer Angst
Ante fasst die erste Variante, bei der künstliche Intelligenz den Ausdruck von Authentizität ermöglichen soll, unter der plastischen Metapher einer Prothese bei sozialer Angst zusammen:
- Teilnehmende gaben an, sie wollten mithilfe der künstlichen Intelligenz keine andere Person darstellen, vielmehr lägen bei ihnen soziale Ängste oder Schreibblockaden vor. Die künstliche Intelligenz ermögliche es ihnen, so ihre tatsächliche Persönlichkeit besser zum Ausdruck bringen zu können.
Maria, eine 27-jährige Softwareentwicklerin, erklärt:
- „Es ist nicht so, dass ich versuche, jemand anderes zu sein. Es ist das Gegenteil. Ich habe das Gefühl, dass ich im wirklichen Leben ein lustiger, interessanter Mensch bin, aber wenn ich auf ein leeres Textfeld starre, setzt mein Gehirn einfach aus. Ich denke über alles zu viel nach.“
Die Funktion der künstlichen Intelligenz beschreibt Maria entsprechend folgendermaßen:
- „Das Sprachmodell ist wie ein Übersetzer für meine eigenen Gedanken. Ich kann ihm die grundlegende Idee geben, etwa: ‚Ich finde einen Hund süß und möchte auf eine lustige Weise danach fragen‘, und es hilft mir, das auf eine Weise zu sagen, die tatsächlich gut klingt. Es ist immer noch meine Idee, nur besser artikuliert.“
In diesem Sinne fungiert die künstliche Intelligenz wie ein Übersetzer der eigenen Gedanken oder eine Brücke zwischen dem inneren Selbst und dem äußeren Ausdruck.
Dabei hilft die künstliche Intelligenz, die eigentliche, unbeholfene eigene Nachricht in eine Nachricht zu verwandeln, die die eigene Person besser abbildet.
Liam, ein 24-jähriger Grafikdesigner, spricht entsprechend von der künstlichen Intelligenz als „Medikament gegen soziale Angst in Textform“:
- „Wenn ich mit meinen Freund:innen zusammen bin, bin ich sehr ausdrucksstark und schnell mit einem Witz. Aber das kommt bei mir in Textform nicht herüber. Es fühlt sich flach an. Ich schaffe es nicht, meine Persönlichkeit zu übersetzen. Ich denke zu viel nach, und es kommt einfach steif heraus. Die künstliche Intelligenz hilft mir, diese Lücke zu überbrücken.“
Demnach geht es um eine bessere Abstimmung zwischen dem inneren Erleben und dem äußeren Ausdruck. Ganz konkret zeigt sich dies auch bei übersetzungsbezogenen sprachlichen Hürden.
Priya, eine 29-jährige Studentin in einem weiterführenden Studiengang, ist keine englische Muttersprachlerin:
- „Ich spreche persönlich ziemlich fließend, aber Schreiben, besonders Flirten, fühlt sich wie eine andere Sprache an. Die Redewendungen, der lockere Ton – das ist nichts, was ich im Unterricht gelernt habe. Ich mache mir Sorgen, dass ich als unbeholfen oder uninteressant beurteilt werde, nur weil meine Formulierungen nicht perfekt sind. Deshalb benutze ich die künstliche Intelligenz als eine Art Korrekturhilfe. Ich schreibe meinen tatsächlichen Gedanken auf und bitte sie dann, mir zu helfen, ihn natürlicher und charmanter klingen zu lassen. Es geht nicht darum, vorzutäuschen, wer ich bin; es geht darum sicherzustellen, dass mein wirkliches Selbst nicht missverstanden wird.“
Strategische Inauthentizität aus Effizienzgründen
Ante konnte jedoch auch noch eine gänzlich andere Begründung für die Anwendung von künstlicher Intelligenz identifizieren, die von ihm als strategische Inauthentizität aus Effizienzgründen bezeichnet wird:
- Die betreffenden Teilnehmenden geben nicht an, durch die künstliche Intelligenz zu einem authentischen Ausdruck der eigenen Person gelangen zu wollen. Vielmehr wird eine inauthentische Kommunikation in Kauf genommen und dabei als pragmatische und effiziente Strategie akzeptiert.
- Online-Dating sei ein Zahlenspiel, bei dem sehr viele Kontakte entstehen oder angeschrieben werden müssen, während nur sehr wenige zu einem persönlichen Treffen führen. Es sei daher nicht sinnvoll, für jede erste Nachricht und jeden anfänglichen Austausch viel Zeit und Energie aufzuwenden.
David, ein 32-jähriger Teilnehmer, erklärt hierzu:
- „Ehrlich gesagt geht es um Effizienz. Ich habe einfach weder die Zeit noch die Energie, jede Woche für Dutzende von Matches einzigartige, geistreiche Nachrichten zu verfassen, besonders wenn aus den meisten ohnehin nichts wird. Ich benutze die künstliche Intelligenz, um den größten Teil des anfänglichen Hin und Hers zu übernehmen. Sie ist ein Werkzeug, um einen Fuß in die Tür zu bekommen. Das Ziel ist, zu einem tatsächlichen Treffen zu gelangen, weil dort die echte Verbindung beginnt. Wenn wir persönlich eine großartige Zeit haben, spielt es dann wirklich eine Rolle, dass die ersten paar Nachrichten von künstlicher Intelligenz unterstützt waren?“
Gemeinsam ist den entsprechenden Teilnehmenden, zwischen einer oberflächlichen Online-Phase und einer aus ihrer Sicht eigentlichen Offline-Phase zu unterscheiden:
- Die echte Verbindung beginnt demnach erst beim persönlichen Treffen.
Diese Teilnehmenden verwenden Metaphern wie „effizient“, „Zahlenspiel“, „oberer Bereich des Trichters“ oder „einen Fuß in die Tür bekommen“. Eine große Zahl von Kontakten wird aufgenommen und schrittweise reduziert, bis es zu wenigen persönlichen Treffen kommt.
Ante stieß bei einigen Teilnehmenden, die der Effizienz-Metapher anhängen, auch auf dezidierte Rechtfertigungen:
- Online-Dating sei bereits ein hochgradig stilisierter, typisierter Prozess mit ausgewählten Fotos, idealisierter Selbstdarstellung und strategischer Kommunikation. Die künstliche Intelligenz füge dieser Inszenierung nur einen weiteren Vorgang hinzu.
James, ein 28-jähriger Softwareingenieur, erklärt:
- „Ich habe das Gefühl, dass auf diesen Apps ohnehin alle eine Version von sich selbst darstellen, die nicht real ist. Die Fotos sind alt, die Profiltexte voller Klischees. Eine künstliche Intelligenz als Hilfe bei Nachrichten zu benutzen, fühlt sich einfach wie ein Teil dieses Spiels an. Ich täusche nicht darüber, wer ich bin – ich erscheine beim Treffen als ich selbst.“
Bemerkenswert ist hier die unter den Teilnehmenden selbst vorgenommene Assoziation zwischen der strategischen Inauthentizität aus Effizienzgründen und der oftmals beschriebenen Gamifizierung des Online-Datings.
Diejenigen, die bei anderen auf künstliche Intelligenz-Nutzung stoßen oder diese vermuten
Interessanterweise ist nun die Bewertungsrichtung sehr eindeutig:
- Die Nutzung von künstlicher Intelligenz beim Online-Dating wird von Teilnehmenden als ein digitaler Verrat beschrieben.
Erkennungsheuristiken
Die Betreffenden schilderten verschiedene Daumenregeln, mit denen sie glauben, erkennen zu können, ob es sich um Nachrichten handelt, die mit künstlicher Intelligenz geschrieben wurden.
- Dabei erscheinen besonders gut strukturierte und durchgehend geschliffene Antworten als verdächtig. Weitere Hinweise waren allgemeine, nur austauschbare Komplimente in einem Format, das emotional wenig verwurzelt war, sowie gleichbleibend schnelle Antworten. Die Texte erschienen den Betreffenden teilweise auf eine geradezu merkwürdige Weise als zu korrekt und zu vollkommen.
Chloe, eine 31-jährige Teilnehmerin, gibt an:
- „Seine Antworten waren einfach zu perfekt. Sie waren grammatikalisch fehlerfrei und unglaublich gut strukturiert. Zuerst war ich beeindruckt, aber dann begann es sich merkwürdig anzufühlen. Wirkliche Menschen sind ein wenig unordentlich, wenn sie schreiben. Sie verwenden Umgangssprache, sie machen Tippfehler. Das hier war, als würde ich mit einer Figur aus einem Buch sprechen und nicht mit einer wirklichen Person.“
Andere Teilnehmende beschrieben eine austauschbare Qualität der Nachrichten:
- Von der Form her sei alles in Ordnung, die Texte wirkten aber so, als seien sie nicht von einem wirklichen persönlichen Interesse geprägt.
Einige der Befragten versuchten auch, ihren Verdacht aktiv zu überprüfen:
- So bauten sie absichtlich Tippfehler, ungewöhnliche Formulierungen oder Umgangssprache in ihre Nachrichten ein, um zu beobachten, ob das Gegenüber diesen Kommunikationsstil aufgreift oder weiterhin gleichbleibend perfekt und formvollendet antwortet.
Emma, eine 27-jährige Journalistin, berichtet:
- „Ich begann, ein Muster zu bemerken. Die Nachrichten waren immer perfekt formatiert. Sie nahmen Bezug auf etwas aus meinem Profil, aber auf eine Weise, die sich allgemein anfühlte. Etwa: ‚Ich sehe, dass du gerne wanderst. Welcher Weg ist dein Lieblingsweg?‘ Das ist keine schlechte Frage, aber sie ist so unpersönlich. Eine wirkliche Person würde vielleicht etwas Spezifischeres oder Begeisterteres sagen. Also begann ich, meine Vermutung zu testen. Ich baute einen Tippfehler ein oder verwendete Umgangssprache, und wenn darauf wieder ein vollkommen formaler Satz kam, nahm ich an, dass etwas nicht stimmte.“
Dabei erlebten die Betreffenden die Prüfung des Verdachts als belastend und erschöpfend.
Sarah, eine 29-jährige Teilnehmerin:
- „Ich habe das Gefühl, dass ich eine forensische Linguistin sein muss, nur um auf Hinge ein Gespräch führen zu können. Es ist erschöpfend.“
Es ergaben sich hieraus sogar weitergehende Auswirkungen auf das Online-Dating an sich. Marcus, ein 33-jähriger Teilnehmer:
- „Es hat mir einfach den Spaß verdorben. Früher habe ich mich gefreut, wenn jemand eine aufmerksame Nachricht geschickt hat. Jetzt ist mein erster Gedanke: ‚Hat die Person das wirklich selbst geschrieben?‘ Ich ertappe mich dabei, jedes Wort zu analysieren; es hat mich so zynisch gemacht. Und das ist der traurige Teil: Ich bin sicher, dass ich Menschen zurückgewiesen habe, die tatsächlich aufrichtig waren, nur weil sie zufällig gut schreiben konnten. …“
Verletzung von Vertrauen und Beziehungsnormen
Wenn sich ein Verdacht bestätigte oder die andere Person die Nutzung von KI sogar zugab, erlebten Empfänger:innen dies als Täuschung, Verrat, Verletzung oder sogar Catfishing:
- Die Täuschung wurde nicht lediglich in einzelnen Aussagen gesehen, sondern der gesamte kommunikative Vorgang erschien den Betreffenden nunmehr als verfälscht. Die Befragten hatten sich gerade von der Art des Humors, der scheinbaren Verletzlichkeit oder der Form der Selbstoffenbarung angesprochen gefühlt.
Michael, ein 35-jähriger Teilnehmer, berichtet über eine Person, die ihm gegenüber die Nutzung von künstlicher Intelligenz einräumte:
- „Es fühlte sich wie eine grundlegende Täuschung an. Ich fühlte mich von ihrer Art angezogen, von der Art, wie sie sich ausdrückte. Genau darin begann ich mich zu verlieben. Zu erfahren, dass das alles nur ein Skript war – es war eine Verletzung.“
Überdies ergab sich für Michael auch eine tiefer reifende Erschütterung bezüglich des gesamten Kontaktes:
- „Es ist nicht so, als hätte sie über ihren Beruf gelogen; sie hat darüber getäuscht, wer sie in unseren Gesprächen war. Das zerstört das Vertrauen von Anfang an.“
Die Teilnehmenden beschreiben es als eine stillschweigende Norm, dass die Person, die eine Nachricht sendet, diese auch tatsächlich verfasst hat. Der Bruch dieser Norm wird als Übergriff erlebt.
Rachel, eine 26-jährige Teilnehmerin:
- „Verletzt. Das ist ein starkes Wort, aber so habe ich mich gefühlt. Ich hatte ihm persönliche Dinge erzählt und dabei gedacht, dass er sich mir gegenüber ebenfalls mitteilte. Aber das tat er nicht. Dadurch fühlte ich mich so billig und dumm. Die ganze Zeit, die ich investiert hatte – für nichts. Ich fragte mich: Mochte er mich überhaupt, oder war es nur darauf programmiert, die richtigen Dinge zu sagen?“
Die Teilnehmenden erlebten dies umso mehr als Verrat, als sie teilweise persönliche Informationen oder Erfahrungen mitgeteilt hatten und davon ausgegangen waren, dass das Gegenüber sich ihnen gegenüber ebenfalls persönlich öffnet.
Hieraus ergaben sich für einige Teilnehmende grundlegende Veränderungen hin zu mehr Sich-zurückhalten und Misstrauen.
Daniel, ein 30-jähriger Teilnehmer:
- „Sobald man weiß, dass es möglich ist, kann man dieses Wissen nicht wieder vergessen. Jetzt ist jede geistreiche Nachricht verdächtig. Der Vertrauensvorschuss ist verschwunden. Früher war ich ein offenes Buch, aber jetzt bin ich viel zurückhaltender. Es hat mich ehrlich gesagt zu einem schlechteren Dating-Partner gemacht.“
Von der KI-Persona zur realen Person
Der Übergang von der durch künstliche Intelligenz unterstützten Online-Kommunikation zum persönlichen Treffen betraf beide Seiten:
- Für die Nutzer:innen stellte sich die Frage, ob sie der mithilfe der KI erzeugten Persona beim Treffen entsprechen konnten. Für die Empfänger:innen stellte sich die Frage, ob die reale Person mit der Person übereinstimmte, die sie zuvor in der schriftlichen Kommunikation erlebt hatten.
Eine Zusage zu einem Treffen konnte so von Nutzer:innen von KI gleichzeitig als Erfolg und Bedrohung erlebt werden:
- Nun entstand bei einigen Teilnehmenden die Angst, dem Bild, welches die KI vermittelt hatte, im persönlichen Kontakt nicht entsprechen zu können.
Ben, ein 26-jähriger Datenanalyst, sagt:
- „Es ist ehrlich gesagt stressig. Man steht kurz davor, jemanden zu treffen, der glaubt, man sei dieser besonders souveräne und lustige Mann, aber man weiß, dass man das nicht ist. Man kann ChatGPT nicht mit zum Treffen nehmen. Ich verbrachte den Tag vor einem Treffen damit, den Chat noch einmal zu lesen und zu versuchen, mir Dinge und die Art, wie ich mich verhalten sollte, einzuprägen. Es ist, als würde man kurzfristig für eine Prüfung lernen, aber der Prüfungsstoff ist diese falsche Version der eigenen Person.“
Einige Befragte versuchten sogar, sich der künstlich erzeugten Person anzupassen, indem sie sich deren Aussagen einprägten und beim Treffen so sprachen oder handelten, wie es aufgrund der vorausgegangenen Kommunikation zu erwarten gewesen wäre.
Tyler, ein 25-jähriger Hochschulabsolvent, erlebte dies als sehr belastend:
- „Das Schlimmste ist, dass man die Messlatte für sich selbst so hoch gelegt hat. Sie hält dich für diesen sprachgewandten Mann, aber das bist du nicht. Du bist nur ein Mann mit ChatGPT. Also geht man in das Treffen und wartet auf den Moment, in dem sie erkennt, dass man nicht so geistreich ist wie die eigenen Nachrichten.“
So sehr die KI anfangs half, ihre sozialen Ängste zu mindern oder die Effektivität ihrer Kommunikation zu steigern, so sehr sahen sie sich nun mit den Erwartungen konfrontiert, die hierdurch erzeugt worden waren.
Diejenigen, die auf andere Personen stießen, die KI nutzten, berichteten das Phänomen als Empfänger:innen spiegelbildlich.
Jessica, eine 30-jährige Lehrerin, berichtet über einen Mann, dessen Nachrichten sie beeindruckt hatten:
- „Seine Nachrichten waren großartig. Er stellte aufmerksame Fragen und war wirklich lustig. Ich freute mich sehr darauf, ihn zu treffen. Aber persönlich war es, als wäre er ein anderer Mensch. Er war still, konnte kaum Blickkontakt halten, und das Gespräch war einfach schmerzhaft. Es war nicht so, dass er ein schlechter Mann war, er war einfach langweilig. Die charmante Person aus der App war vollständig verschwunden. Ich wartete immer darauf, dass er auftauchte, aber er tat es nie. Es war einfach eine riesige Enttäuschung.“
Kevin, ein 31-jähriger Teilnehmer, legte im Verlauf des Dates die Nutzung der KI offen:
- „Nach der Hälfte des Treffens konnte ich erkennen, dass sie enttäuscht war. Ich entsprach nicht dem Bild aus den Nachrichten. Also sagte ich einfach die Wahrheit. Ich erklärte ihr, dass ich ChatGPT für einige der Nachrichten verwendet hatte, weil ich beim Schreiben ängstlich werde. Ich dachte, vielleicht würde sie meine Ehrlichkeit schätzen. Das tat sie nicht. Sie sagte, es fühle sich an, als hätte ich sie die ganze Zeit belogen, und sie wisse nicht, mit wem sie eigentlich gesprochen habe. Kurz darauf ging sie. Ich fühlte mich schrecklich, aber ich hatte auch das Gefühl, meine Lektion gelernt zu haben. Nach dieser Erfahrung hörte ich auf, ChatGPT dafür zu benutzen.“
Vorteile und Risiken
- Ante benennt auf der Basis seiner Befunde als mögliche Vorteile von künstlicher Intelligenz beim Online-Dating, dass diese Menschen mit sozialen Ängsten oder Schreibbeeinträchtigungen unterstützen könne. Sie könne auch helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Im Sinne einer prothetischen Authentizität könne sie womöglich einen Ausdruck des inneren Selbst ermöglichen und dadurch die anfängliche Kontaktaufnahme erleichtern.
Diesen möglichen Vorteilen stehen jedoch Risiken gegenüber:
- So könne künstliche Intelligenz eine Authentizitäts-Kluft erzeugen zwischen den Nachrichten und der Quelle. Dadurch leide die Glaubwürdigkeit der Nachrichten, deren Quelle infrage gestellt werde. Dies könne zu Unsicherheit, Misstrauen, Verratsgefühlen und sogar zu einem grundlegenden Vertrauenszusammenbruch führen. Dabei könne künstliche Intelligenz sogar psychologische Hürden für persönliche Begegnungen schaffen, weil die Nutzer:innen befürchteten, die eloquente, witzige und emotional intelligente Person nicht zu sein, die sie im Rahmen der KI dargestellt hatten. Auf diese Weise könne künstliche Intelligenz also kontraproduktiv wirken, da die Perfektion im Internet die Verbindung außerhalb des Internets untergraben könne. So würde das Werkzeug zum Verursacher des Scheiterns für reale Begegnungen.
Ausblick und Einordnung
Grundsätzlich bleibt abzuwarten, wie sich künstliche Intelligenz auf das Online-Dating auswirken wird. Dass sie sich bereits jetzt auswirkt und später noch mehr auswirken wird, davon können wir mit Sicherheit ausgehen.
Meine eigene Mutmaßung ist, dass die Integration der künstlichen Intelligenz in Online-Dating-Plattformen, sei es direkt durch die Plattform-Anbieter:innen oder indirekt durch die Nutzenden, die bereits erkennbaren Auswirkungen der Dating-Apps auf unser Bindungsverhalten und unsere Bindungsbereitschaft weiter verstärken wird:
- Je mehr die künstliche Intelligenz eingesetzt wird, um Wettbewerbsvorteile zu sichern, desto stärker wird Online-Dating als ein Auswahlprozess internalisiert, bei dem wir uns wie bei einer Bewerbung optimiert vorstellen, um ein Maximum an Resonanz zu erhalten. Genau dieser Auswahlprozess kann jedoch zur Erosion unserer Bindungsbereitschaft und zum permanenten Dating führen, wie es durch die kurzfristigen Belohnungsmechanismen der Dating-Apps bei vielen Teilnehmenden induziert wird.
So hilfreich und wünschenswert es auch ist, soziale Ängste zu reduzieren, so handelt es sich jetzt doch letztlich eher um eine Problemverschiebung, wodurch Hürden für reale Begegnungen letztlich wachsen können.
Andererseits ist es fraglos der Fall, dass künstliche Intelligenz für Übersetzungstätigkeiten geeignet ist, sodass davon auszugehen ist, dass das Beherrschen einer gemeinsamen Sprache immer weniger die Voraussetzung für Liebesbeziehungen sein wird, zumal in der nahen Zukunft simultane KI-Übersetzung in Gesprächen jederzeit möglich sein wird.
Aus psychologischer Sicht ist jedenfalls zum gegenwärtigen Zeitpunkt von der Nutzung von künstlicher Intelligenz beim Online-Dating zur Reduktion von sozialen Ängsten und Hemmungen wie auch im Sinne eines wettbewerbsorientierten Effektivitätsmaximierungsprozesses abzuraten:
- Wer durch künstliche Intelligenz tatsächlich bestehende Hemmungen und soziale Ängste beim Online-Dating reduziert, wird diese umso weniger überwinden können und sich sodann den Schwierigkeiten in realen Begegnungen ausgesetzt sehen.
- Wer vorwiegend auf Effektivität setzt und künstliche Intelligenz möglicherweise gar als autonome Agents einsetzt und im Rahmen des Online-Datings gar nicht mehr in Person interagiert, verstärkt bei sich selbst die Vorstellung, andere Menschen seien austauschbar und Liebe sei ein Wettbewerb. Tatsächlich tiefgreifende zwischenmenschliche Beziehungen laufen solche Marktmetaphern jedoch zuwider.
Es verbleiben diejenigen, die angegeben haben, dass sie in Wirklichkeit überhaupt keine sozialen Ängste oder Hemmungen hätten und sehr aktiv kommunizieren könnten, denen jedoch beim Online-Dating in der textbasierten Form spezifisch die Worte fehlten:
- Tatsächlich wäre die KI hier nichts mehr als eine Brücke, um eine eigentlich nicht bestehende Kurzzeitblockade zu überwinden. Als kleine Erleichterung des Textausdrucks ohne jedes Abweichen von der eigenen Person dürfte die Anwendung von künstlicher Intelligenz das Online-Dating vermutlich tatsächlich nicht beschädigen.
Bestes Beispiel hierfür ist die angesprochene reine Übersetzung fremdsprachlicher Texte, aber auch die reine Korrektur von Rechtschreib- und Tippfehlern kann in diese Richtung eingeordnet werden:
- Grundsätzlich zeigen Studien, dass Rechtschreibfehler sich beim Online-Dating eher negativ auf Resonanz und Wahrnehmung auswirken – sicherlich ein sehr oberflächlicher Prozess. Womöglich wird es in der Zukunft jedoch sogar andersherum sein, dass Rechtschreibfehler auch als Zeichen von Authentizität wahrgenommen werden. Ante benennt hier allerdings bereits die nächste Ebene, die in diesem Fall eintreten dürfte, nämlich die Anwendung von künstlicher Intelligenz zum bewussten Einbau von Rechtschreibfehlern und Authentizitätseindrücken.
Abgesehen von dem rein funktionalen Einsatz (z. B. zur Fremdsprachenübersetzung) dürfte es in Wirklichkeit eine Ausnahme sein, dass künstliche Intelligenz die wahre Persönlichkeit besser zum Ausdruck bringt. Die Betreffenden mögen sich sogar letztlich selbst etwas über ihre Person vormachen oder von der KI vormachen lassen. Ich habe es gerade bei einem Bekannten erlebt, der in seinem Fach noch Beginner ist, sich aber innerhalb weniger Wochen durch seine Korrespondenz mit einem KI-System in die komplette Selbstüberschätzung hineingesteigert hat.
Typischerweise sind diejenigen, die sich als gehemmt oder blockiert erleben, eine Nachricht zu schreiben, auch in einer über die reine Textproduktion hinausgehenden Art und Weise gehemmt. Solche Hemmungen am besten durch Übung überwunden. Nehmen wir uns die Übungsnotwendigkeit, bleiben die Probleme bestehen.
Wie nun umgehen mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz beim Online-Dating?
Die Entwicklung ist so rasant und das Phänomen gleichzeitig, jedenfalls in der öffentlichen Nutzung, so neu, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorhersehbar ist, wie das Online-Dating künftig aussehen wird.
Empfehlung: Schnell zur realen Begegnung
Es ergibt sich die Verstärkung des ohnehin gültigen Rates, den ich allen Lesenden gerne ans Herz legen möchte:
- Der rasche Übergang zu weiteren Ebenen der Kommunikation wie Telefonaten, Videogesprächen und vor allem tatsächlichen Begegnungen ist ratsam.
Es ist ohnehin oft so, dass Kontakte, bei denen sich das Treffen hinauszieht, einschlafen. Auch besteht die Gefahr, dass wir in unseren Fantasien Personenkonzepte konstruieren, die nicht der Person entsprechen, der wir bei einem realen Treffen begegnen.
Durch künstliche Intelligenz kann dieser Verzerrungseffekt zunehmen:
- Umso mehr macht es Sinn, durch schnelle Begegnungen dieser Gefahr entgegenzuwirken.
Schließlich hilft es uns gar nichts, uns in unsere Zweifel an der Authentizität von Texten hineinzusteigern. Wir werden wohl, ob wir das möchten oder nicht, die Sachlage akzeptieren müssen, dass eine abnehmende Anzahl an Texten ausschließlich von der betreffenden Person stammt.
Dies mag uns ärgern, ist aber nicht änderbar:
- Uns vorwiegend mit diesem Verdacht auseinanderzusetzen, ist letztlich wenig hilfreich, zumal wir auf dieser Basis auch wiederum schnell zu falschen Einschätzungen und Entscheidungen gelangen können.
Gehen wir insofern eher mit einer annehmenden, akzeptierenden und auch verzeihenden Grundhaltung in das Online-Dating hinein, indem wir den Fokus legen auf den baldigen Übergang von Kommunikationssystemen, deren Natürlichkeit wir immer weniger durchschauen können, hin zum echten Treffen in Persona.
Dies scheint mir die eigentliche Bilanz zu sein, die sich auch aus dem Artikel von Ante und den dort geschilderten Erfahrungen der Teilnehmenden schließen lässt.
Künstliche Intelligenz bei Gleichklang
Was ich sagen kann, ist, dass wir bei Gleichklang – abgesehen von der reinen Fremdsprachenübersetzung, wenn die Internationalisierung kommt – uns jedem Einbau von künstlichen Intelligenzfunktionen zur Förderung der Online-Kommunikation widersetzen werden.
Wir bleiben bemüht, eine Plattform authentischer, als Person miteinander kommunizierender Menschen zu sein, die einander tatsächlich auf dem Weg zu Partnerschaft und Freundschaft kennenlernen möchten.
Auf diesem Weg zur Partnerschaft und Freundschaft begleiten wir Sie weiterhin gerne:
▶ Zur Beziehungsfindung bei Gleichklang
Wie sind Ihre eigenen Erfahrungen mit KI bei der Online-Partnersuche? Bitte teilen Sie diese mit uns in den Kommentaren – herzlichen Dank!
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6 Kommentare
Ich warne vor rein maschineller Übersetzung. Jede Webseite, die ein „get a free XXX here“ zu einem merkbefreiten „erhalten Sie hier ein kostenloses YYYY“ übersetzt, blockiere ich umstands- und rücksichtslos. Umgekehrt klingt deutsch zu englisch für einigermaßen sprachgewandte Leser genauso seltsam.
Mein Mann und ich haben uns über ein Tanzportal kennengelernt. Bald haben wir uns privat geschrieben. Ich habe mich in seinen Witz und den spritzgen Schreibstil verliebt. Am Anfang waren auch die Treffen so. Mit der Zeit – als der Alltag kam, hörte dies auf. Nach langen Jahren der Unwissenheit stellte sich heraus, dass er Autist ist. Es gibt in der Kommunikation kaum mehr Spritzigkeit. KI gab es damals übrigens noch gar nicht. Ich gäbe viel dafür, ich würde spritzige Nachrichten von ihm erhalten, weil es mir die Seele streichelt. Dann wären sie eben KI-generiert, aber ich bekäme wenigstens die Art von Seelenbalsam, die ich brauche – ich weiss ja, wie er ist und dass es echt ist, wenn er sagt, dass er mich liebt. Aber so verhungere ich seelisch neben ihm.
Ich vermute mal, dass es wie mit der „Dead Internet Theory“ wird.
Irgendwann wird das Online-Dating durch KI aussterben
und wir gehen wieder zum Offline-Dating über.
Am Ende benutzen beide Seiten KI und im realen Leben treffen sich dann zwei fremde Personen.
Die Benutzung von KI nimmt im Alltag überhand und ist sich in jedem Bereich am Etablieren.
Jedoch das entmenschlicht die Kontakte.
Wenn man ein wenig Gespür dafür hat, merkt man sofort ob ein Text KI generiert ist. Egal ob Fehler oder keine, egal wie witzig oder nicht: ein Text transportiert die eigene Persönlichkeit. KI macht das nicht, auch wenn ursprünglich die Idee, der Gedanken eigen waren.
Wenn sich KI im online Dating etabliert, ist es einen Grund mehr, sich ganz vom konventionellen Dating Prozess zu verabschieden.
Danke für den Artikel. Er hilft hoffentlich zukünftiges Leid zu vermeiden.
Am weitesten kam ich bisher wenn ich erlich meine Bedürfnisse kommunizierte. Und wenn der äußere „Erfolg“ ein scheinbarer „Misserfolg“ war zeigte er nur die Wahrheit. Das Erkennen bestand dann in der Innenschau. Diese stzte vorraus, dass ich wirklich durch den emotinalen Prozess hindruch ging und dann unwiederruflich verstand.
„Jedes Indovidoum hat wichtigen Gründe weshalb es so reagiert.“
Mit dieser Herrangehensweise verstand ich schrittweise die Hintergünde was Menschen antrieb. In den meisten Fällen reagirten Induviduen mit einer Angst-vermeidungs-Strategie. Das sind erprobte Überlebensmuster. Also liegt der Schlüssel für die innere & äußere Selbstbefreiung in dem durchleben der eigenen Ängste. Ein Therapeut kann da sehr hilfreich wirken…
all good medicine-jakob
Es ist einfach von Text zu Sprache zu wechseln. Allein die Stimme schon. Nutzt es.