Überlegungen über Motive, Hindernisse und Möglichkeiten gelingender Beziehungsfindung bei Gleichklang
Einleitung zum aktuellen Blogartikel
Auch diese Woche möchte ich in meinem Blogartikel auf den Kommentar eines Lesers eingehen, den dieser zu meinem Artikel von letzter Woche Online-Partnersuche zwischen Vertrauen und Verantwortung veröffentlichte.
Aus diesem Kommentar ergeben sich viele bedenkenswerte Hinweise, und ich glaube, dass von der Auseinandersetzung mit diesem Kommentar und hoffentlich auch meiner Antwort viele Leser:innen profitieren können.
Kommentar des Leser
- Zweifel an Grundannahmen von Gleichklang: Der Leser beschreibt sich als langjährigen Unterstützer des Ansatzes von Gleichklang und sieht die dortige Aufklärungsarbeit als wertvollen Beitrag. Gleichzeitig erläutert er, dass einige der in Artikeln vertretenen Grundannahmen aus seiner Sicht nicht immer zutreffen. Besonders widerspricht er der Darstellung, dass Personen, die bei Gleichklang die Partnersuche auswählen, in der Regel tatsächlich vorrangig eine partnerschaftliche Beziehung anstreben. Er schildert, dass seine eigenen Erfahrungen – vor allem in Berlin – zeigen, dass es Mitglieder gibt, die unsicher sind, ob sie überhaupt suchen möchten, und später erklären, dass sie gar keine Partnerschaft wollen.
- Abweichende Nutzung der Plattform durch Mitglieder: Der Leser führt weiter aus, dass viele Mitglieder nicht auf die Weise suchen, wie es in den Artikeln empfohlen wird. Stattdessen nutzten sie die Plattform ähnlich wie andere Dating-Apps oder folgten ganz eigenen Vorgehensweisen. Damit weiche das tatsächliche Verhalten der Mitglieder in manchen Punkten deutlich von den theoretischen Annahmen ab, die in den Texten vermittelt werden.
- Ablehnung individueller Schuldzuweisungen bei Misserfolg: Außerdem betont der Leser, dass die Partnerfindung letztlich durch die Interaktionen der Mitglieder entsteht und nicht durch die Plattform steuerbar ist. Vor diesem Hintergrund lehnt er Aussagen ab, in denen der Eindruck entstehen könne, dass ein ausbleibender Erfolg möglicherweise auf individuelle Defizite der suchenden Person zurückzuführen sei. Er weist dies für sich ausdrücklich zurück, da er nach eigener Aussage eine hohe Bindungsbereitschaft mitbringt und bereits viele Kontakte angeschrieben hat. Aus seiner Sicht besteht hier die Gefahr einer Selbstimmunisierung, weil Misserfolge auf das Verhalten der Einzelnen zurückgeführt werden könnten.
- Hinweis auf die Rolle des Zufalls (Lotterie): Schließlich fordert der Leser ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass Partnersuche grundsätzlich auch vom Zufall geprägt ist. Selbst bei ernsthaften Bemühungen könne es passieren, dass keine passende Verbindung zustande kommt. Nach seiner Einschätzung sollte daher stärker berücksichtigt werden, dass Partnersuche immer auch eine Form von Lotterie bleibt.
Explizite und implizite Motive bei der Partnersuche
Der Leser hat vollkommen recht, dass im Einzelfall zahlreiche Faktoren wie Bindungsängste oder das Festhalten am bewährten Alltag dazu führen können, dass Mitglieder letztlich doch nicht die effektiven und notwendigen Schritte unternehmen, um eine partnerschaftliche Beziehung zu finden.
Allerdings meinte ich in meinem Artikel, auf den sich der Leser bezog, noch etwas anderes:
- Mir ging es weniger um die impliziten innerpsychischen Faktoren, die uns manchmal bei der Partnerfindung im Wege stehen, sondern zunächst einmal nur um die explizite und bewusste Aussage, dass ich eine Partnerschaft suche.
Hintergrund sind Studien zu Tinder, die zeigen, dass die Motive der dortigen Teilnehmenden hochgradig heterogen sind und die Partnersuche nur an dritter Stelle auftaucht. Zudem ist die Stärke des Motivs Partnersuche auf einer Skala von 1 bis 5 im Durchschnitt nur bei einem Wert von 3, also im neutralen Bereich, angesiedelt.
- Genau diese Studie haben wir mit Gleichklang-Mitgliedern mit exakten Fragen wiederholt, und eine geradezu überwältigende Mehrheit benannte die Partnersuche als erstes Motiv ihrer Teilnahme bei Gleichklang. Wir können also schon davon ausgehen, dass das, was wir selbst benennen können und worauf wir selbst direkten Zugang haben, unsere Motive und Strebungen zuverlässig widerspiegelt. Bei Gleichklang-Mitgliedern ist dies in großer Mehrheit auf den Wunsch nach einer partnerschaftlichen Beziehung gerichtet.
Dennoch hat der Leser fraglos recht:
- In dem Moment nämlich, in dem wir nicht ausschließlich das explizite Motiv „Ich suche eine Partnerschaft“ berücksichtigen, sondern zusätzlich eher implizite und mehr oder weniger bewusste oder unbewusste andere Motive heranziehen, ergibt sich ein etwas anderes Bild.
Mitglieder von Gleichklang suchen also im Gegensatz zur Mehrheit der Mitglieder von Dating-Apps – von denen im Übrigen nach Studien mehr als 60 % verpartnert sind – nach einer festen Beziehung. Doch dieser von uns geäußerte und von uns so wahrgenommene Wunsch nach einer Partnerschaft bedeutet tatsächlich noch keinesfalls, dass unser Handeln auf eine partnerschaftliche Beziehung ausgerichtet ist.
Und gerade wenn die Möglichkeit einer Beziehung sich anzudeuten beginnt, wird manchen plötzlich ihre Ambivalenz bewusst, sie verspüren die Unsicherheit und gehen einen Schritt zurück.
Warum explizite Wünsche und tatsächliches Handeln auseinanderfallen können
Wir sind uns all unserer Strebungen also keineswegs vollauf bewusst, und auch wenn wir uns ihrer bewusst sind, neigen wir zudem dazu, sie zurückzudrängen:
- So sehr ich überzeugt bin, dass ich eine Partnerschaft suche, so stark kann ich dennoch durch Bindungsängste daran gehindert werden, meine Partnerschaft ernsthaft in Angriff zu nehmen. Oder ich lebe so sehr in der Gewohnheit meines Alltags, dass ich die Veränderung, die mit einer Beziehung verbunden ist, im Grunde gar nicht will.
Für andere mögen es eher externe Gründe sein, warum eine Partnerschaft als notwendig erscheint:
- Alle Freund·innen sind bereits in festen Händen, womöglich macht die Familie Bemerkungen oder Arbeitskolleg·innen fragen nach dem Beziehungsstatus. Die normative Erwartung, dass wir alle in Beziehungen sein sollten, kann schnell zur Eigenüberzeugung führen, dass eine Partnerschaft gewollt ist.
Tatsächlich zeigen sich jedoch nicht selten bei genauer Betrachtung völlig andere Prioritäten:
- Ein Indikator hierfür ist, wenn wir letztlich nicht bereit sind, für eine Partnerschaft viel Zeit, Aufwand und Bemühungen zu investieren. Manche unternehmen für die berufliche Weiterentwicklung Weltreisen, gehen aber zugleich davon aus, dass Partnerinnen und Partner in der Nähe wohnen sollten. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie unterschiedlich wir manchmal die Prioritäten in unserem Leben verteilen.
Es gibt noch viel mehr Gründe als Bindungsängste, Veränderungsängste, die im Grunde ungewollte Übernahme normativer gesellschaftlicher Erwartungen oder andere Prioritäten, die dazu führen können, dass wir unsere Partnersuche nicht wirkungsvoll gestalten.
Manche möchten eine Partnerschaft wirklich – explizit und implizit –, aber die Angst vor Ablehnung hält sie ab. Oder die Angst davor, jemanden ablehnen zu müssen. Oder Selbstunsicherheit bis zu Gesprächsblockaden. Bei manchen geht es sogar so weit, dass sie sich für hässlich oder nicht liebenswert halten.
Ein weiterer Grund kann generalisierter Pessimismus sein. Gehe ich davon aus, dass ich ohnehin keine Partnerschaft finden werde, sinken auch meine Bemühungen.
Viele dieser Gründe werden über unseren Test Warum bin ich Single? erfasst und können so klarer werden.
Wenn der sehnliche Beziehungswunsch allein nicht hilft
In unseren Umfragen, die wir regelmäßig bei Gleichklang durchführen, in veröffentlichten psychologischen Studien und auch in meinen Gesprächen mit Coaching-Klient:innen wird mir immer wieder deutlich, dass es zahlreiche Gründe gibt, die einer Beziehungsfindung nicht selten entgegenstehen. Dies gilt sogar für diejenigen, die sich nichts sehnlicher wünschen als eine partnerschaftliche Beziehung.
Tatsächlich besteht ein großer Teil meiner Blogartikel und auch meiner Videos darin, solche Prozesse und Faktoren deutlich zu machen und auf Lösungsmöglichkeiten hinzuweisen. Ich bin insofern ganz bei dem Leser.
Trotzdem macht es einen Unterschied, ob von vornherein, selbst in der bewussten und expliziten Repräsentation, eine Beziehung nicht gesucht wird – wie bei vielen Nutzer:innen von Dating-Apps –, oder ob eine Beziehung explizit gewollt ist – wie bei Gleichklang-Mitgliedern –, es aber gleichwohl Faktoren gibt, die diesen Wunsch in letzter Konsequenz hemmen können.
Partnersuche als Prozess der persönlichen Entwicklung
Ich schrieb bereits mehrfach, dass ich Partnersuche auch für eine wertvolle Phase der Persönlichkeitsentwicklung halte:
- Denn wenn wir über uns reflektieren und zwischen unseren expliziten Wünschen sowie hemmenden Ängsten, Befürchtungen oder gesellschaftlichen Druckfaktoren differenzieren, entsteht ein erster Zugang zu mehr innerer Klarheit.
- Wenn es uns dann womöglich gelingt, auch stärker implizite Motive zu durchschauen, verstehen wir uns selbst noch umfassender. Dadurch gewinnen wir zugleich mehr Sicherheit über die Beziehung, die wir uns wünschen, und darüber, was wir bereit sind, für sie zu tun.
- Auch kann es hilfreich sein, zu erkennen, dass ich mir womöglich eine Beziehung wünsche, aber meine gesamten Haltungen und Handlungsweisen im Rahmen der Partnersuche eher dafür sprechen, dass ich meinen Beziehungswunsch unter zahlreiche andere Prioritäten unterordne. Schließlich lässt sich dies ändern.
- Ebenso können wir lernen, unseren Ängsten vor Ablehnung oder auch unseren Ängsten abzulehnen ins Gesicht zu schauen, unser Selbstvertrauen zu trainieren und uns so dem Kennenlernprozess zu stellen. Im Ergebnis können wir durch die Partnersuche nicht nur eine Beziehung finden, sondern auch als Personen wachsen.
Nutzungsempfehlungen und reale Verhaltensweisen der Mitglieder
Im zweiten Aspekt, den der Leser aufgreift, nämlich dass viele Mitglieder von Gleichklang nicht nach den Empfehlungen suchen, die im Blog oder auch in unseren Videos offeriert werden, kann ich leider ebenfalls nur zustimmen.
Wir schreiben fleißig dagegen an, aber Wunder bewirken können wir nicht:
- Das moderne Online-Dating prägt – ob wir es wollen oder nicht – unsere Erwartungen an die Beziehungsfindung. Die schnelle Verfügbarkeit von Kontakten, die Illusion ständig neuer Chancen durch immer neue Profile sowie die hohe Geschwindigkeit und die Verkürzung auf kurze Hallo-Nachrichten verändern, wie wir Beziehungssuche wahrnehmen. Hinzu kommt der Unterhaltungs- und Spielcharakter, der diesen Effekt nochmals verstärkt. Im Ergebnis erwarten viele explizit und noch mehr implizit schlichtweg das, was die Dating-Apps bieten.
- Andererseits können wir dennoch erkennen, dass einiges bei Gleichklang anders läuft. Allein unsere durchschnittliche Antwortrate auf erhaltene Erstnachrichten von 68 % liegt um ein Mehrfaches über dem internationalen Dating-Schnitt, wie eine entsprechende Auswertung sehr plastisch zeigt. Zudem sind Berichte über aggressive, beleidigende, drohende, sexistische Zuschriften, die bei den Apps oft vorkommen, bei Gleichklang eine Seltenheit.
Nach unseren Beobachtungen orientiert sich nur eine Minderheit der Mitglieder an dem von uns empfohlenen Sieben-Schritte-Schema für eine erfolgreiche Partnerfindung , das in hervorragender Art und Weise durch diesen NTV-Artikel zusammengefasst wurde. Ich kann nur dazu raten, den Artikel zu lesen und sich ihn zu Herzen zu nehmen.
Warum Hinweise keine Schuldzuweisungen sind
Der Leser beklagt, dass wir den Teilnehmenden, die nicht erfolgreich sind, explizit oder implizit die Schuld für ihren mangelnden Erfolg zuweisen. Der Leser steht mit dieser Wahrnehmung nicht allein. Schon des Öfteren wurde uns Ähnliches zurückgemeldet, gelegentlich auch auf Bewertungsseiten wie bei Trustpilot.
Diese Wahrnehmung ist ernst zu nehmen und versetzt uns gleichzeitig in ein gewisses Dilemma:
- Tatsächlich können wir – außer der Bereitstellung der Plattform, ihrer Bekanntmachung, ihrer Weiterentwicklung und der Beratung unserer Mitglieder für eine effektive Partnersuche – nicht viel mehr tun, um den Erfolg unserer Mitglieder zu gewährleisten. Genau dies ist der Grund, warum wir immer wieder Faktoren im Verhalten, in den Haltungen oder im Erleben von Mitgliedern diskutieren, die sich auf die Partnersuche günstig oder ungünstig auswirken könnten. Daraus kann wiederum schnell der Eindruck entstehen, dass es uns darum gehe, die Verantwortung an die Mitglieder zu verweisen und uns reinzuwaschen. Nichts liegt uns aber ferner als dies.
Der Grund für unsere häufigen, vielleicht manchmal penetrant wirkenden Hinweise ist nicht, dass wir uns auf die Schulter klopfen wollen:
- Vielmehr möchten wir unseren Mitgliedern Wege und Optionen aufzeigen, wie eine bisherige Erfolglosigkeit doch noch zu einer tragfähigen und glücklichen Beziehung führen kann. Dabei müssen wir einige Hinweise immer wieder wiederholen. Dies ergibt sich allein daraus, dass ältere Artikel oder Videos wesentlich weniger angeschaut werden als neue. Unsere Mitglieder wechseln jedoch jeden Tag, es kommen ständig neue Mitglieder hinzu, die wir insofern aufs Neue über die psychologischen Grundprinzipien der Partnerfindung informieren müssen.
Hinzu kommt, dass wir gleichzeitig sehen können, dass unsere Empfehlungen Wirksamkeit entfalten:
- Mitglieder berichten, dass sie Partner:innen fanden, weil sie begannen, jeden einzelnen Vorschlag ernst zu nehmen, Erstnachrichten zu schreiben, noch einmal zu den scheinbar alten Vorschlägen zurückzugehen, die Suchregion zu erweitern, einer Begegnung einen zweiten Blick zu ermöglichen. Aus solchen Rückmeldungen können wir eine nicht unerhebliche Wirksamkeit unserer Empfehlungen ableiten.
In gewisser Weise sind wir also gezwungen – für manche vielleicht penetrant wirkend – den Finger in die wunden Stellen der Herangehensweise an Partnersuche und Beziehungsaufbau zu legen, damit mehr neue Beziehungen entstehen. Dabei geht es jedoch niemals um Schuld, sondern ausschließlich um den Versuch, alle verfügbaren Möglichkeiten für das Beziehungsglück unserer Mitglieder auszuschöpfen.
Zufall, Unkontrollierbarkeit und warum Partnersuche dennoch keine Lotterie ist
Der Leser fordert uns auf, stärker deutlich zu machen oder auch einzugestehen, dass die Partnersuche durch Zufall geprägt sei und daher selbst bei ernsthaften Bemühungen der Erfolg ausbleiben könne.
Wie immer wir erkenntnistheoretisch oder philosophisch zum Zufall stehen, so ist eines sicher:
- Eine mögliche Beziehungsentstehung hängt von so vielen Faktoren auf allen Ebenen ab, die uns zu einem großen Teil zudem nicht einmal bekannt sind, dass es im Ergebnis ohne Zweifel so scheint, dass der Zufall eine große Rolle spielt.
Weder die Mitglieder noch wir als Betreiber haben alle Karten in der Hand, um den gewünschten Erfolg der Partnerfindung sicherzustellen. Die Karten, die unsere Mitglieder in der Hand haben, bestehen darin, mit einer gelassenen Haltung an die Partnerfindung heranzugehen. Ebenso gehört dazu, auch außerhalb einer Beziehung ein sinnerfülltes Leben zu gestalten. Ferner können wir die Chance ergreifen, die Partnersuche als Weg zur persönlichen Weiterentwicklung zu nutzen.
Es ist also gänzlich richtig, dass wir bei Gleichklang weder vollständig noch auch nur annähernd kontrollieren können, ob eine passende Beziehung tatsächlich zustande kommt. Partnerfindung ist ein Weg, dessen Verzweigungen, Umwege und auch Abgründe nicht mit letzter Sicherheit vorhersehbar oder kontrollierbar sind.
Dennoch würde ich das Bild des Lesers der Lotterie nicht zugrunde legen wollen. In der Lotterie verlieren wir im Durchschnitt, und diejenigen, die dauerhaft dabei bleiben, verlieren sicher. Dies folgt einem mathematischen Gesetz. Bei der Beziehungssuche verlieren wir jedoch nicht. Sicherlich nicht, wenn wir eine glückliche Partnerschaft finden. Aber auch wenn unser Single-Leben fortbesteht, brauchen wir uns nicht als Verlierer:innen zu betrachten.
Schlussgedanken zur Gestaltung des eigenen Weges
Ich hoffe, mein heutiger Artikel konnte dazu beitragen, noch einmal deutlicher zu machen, was Gleichklang versprechen und nicht versprechen kann und was wir gewährleisten und nicht gewährleisten können. Ebenso sollte er verdeutlichen, was die einzelnen Partnersuchenden kontrollieren können und was außerhalb ihrer Kontrolle liegt. Eine Beziehung können wir nicht erzwingen, aber den Weg der Partnersuche können wir so gestalten, dass er uns nicht zurückwirft, sondern voranbringt.
In diesem Sinne freuen wir uns, wenn wir auch Sie bei Ihrer Beziehungsfindung bei Gleichklang begleiten dürfen:
▶ Zur Beziehungssuche bei Gleichklang
Weitere Links:


7 Kommentare
vielen dank für diesen artikel. vieles darin kann ich verstehen. was mir jedoch auffiel ist, dass zum einen die praktische umsetzung ihrer ratschläge nur beim kleinsten teil der mitglieder ankommt. dh in meinem fall – ich bekomme in den allerwenigsten fällen überhaupt eine antwort auf meine anschreiben. empfunden ist es weniger als 10%. was verwunderlich ist, denn es bekommen nur „passende“ mitglieder gegenseitig die vorschläge. so habe ich sie zumindest verstanden. da selbst diese wenigen antworten bisher nur absagen waren, scheint es nicht wirklich gepasst zu haben. was mich auch zum nächsten punkt bringt.
es wäre sehr schön, wenn die sofware, die sich um diese passungen kümmert, lernfähig wäre. zb in meinem fall ist es so, dass ich sehr grossen wert a u c h auf eine erfüllte sexualität lege. zu einem drittel gehört sie zur bildung der partnerschaft dazu. die körperlichkeit wurde jedoch in den vorschlägen bisher eher „stiefmütterlich“ behandelt. was dazu führte, dass die meisten vorschläge für mich nicht in frage kamen. nachdem ich aber immer nur die tatsächlich a u c h körperlich passenden kandidatinnen anschreibe, wäre es sehr schön, wenn die software das berücksichtigen könnte. und ich dementsprechend immer mehr, wenn nicht nur noch, passende vorschläge bekomme.
noch ein punkt – ich suche deutschlandweit. dh ich bin zu einem umzug bereit. jedoch kann das nur der fall sein, wenn wirklich viele , besser noch alle, anderen punkte übereinstimmen. das gleiche gilt auch für die altersspanne. ich suche jemanden in den 40ern. gerne bin ich bereit mich auf eine partnerin auch etwas darüber einzulassen. dann müssen allerdings allle anderen punkte jedoch übereinstimmen..
jetzt kann man natürlich sagen, dass ich halt so grosse ansprüche habe.. aber es ist doch nunmal so, dass eine partnerschaft alle drei bereiche harmonisch „bedienen“ sollte – seele, geist, und körper. oder sehe ich da etwas falsch?
Danke für Deine Rückmeldung. Deine Antwortrate auf Erstnachrichten von Dir ist 37 % und damit Welten von den durchschnittlichen Antwortraten beim Online-Dating entfernt.
Sexualität wird bei uns grundsätzlich bereits jetzt umfassend berücksichtigt durch Erhebung von Interesse an sexuellem Experimentieren, Bedeutsamkeit von Sexualität, Neigung zu BDSM, Interesse an offenen oder polyamoren Beziehungen. Wir wollen dies weiter verbessern, müssen aber aufpassen, nicht dadurch Neumitglieder zu verschrecken.
Eine Vermittlung nach körperlichen Aspekten abgesehen von Größe, bestimmten Figurmerkmalen etc. ist bei uns tatsächlich nicht möglich. Wir werden dies auch nicht einführen, zumal Studien zeigen, dass für das Beziehungsglück solche Merkmale überschätzt werden und zudem wir diesbezüglich oft viel flexibler sind, als wir denken. Auch dafür gibt es Studien 🙂 Wenn tatsächlich unüberwindliche Barrieren vorliegen, ist die Logik quasi, dass eines Tages auch ein Vorschlag erfolgt, wo dies nicht der Fall ist.
vielen dank für ihre antwort. es ist wahr, das aussehen ist nur nebensächlich. allein bestimmte körperliche merkmale sind schon bedeutend. eben für die anziehung. ja, sie haben recht, eines tages wird bestimmt ein vorschlag kommen, der passen wird. viele jedoch haben sich meine anschreiben bzw mein profil gar nicht erst angesehen. früher hat es nach knapp einem jahr tatsächlich „gefunkt“. traurigerweise stellte sich nach einer kurzen und sehr intensiven affäre heraus, dass die dame nicht an einer partnerschaft interessiert war. sie suchte doch nur etwas unverbindliches. was natürlich nicht in mein konzept passte.
wie auch immer, danke nochmals für ihre arbeit.
ich hoffe, dass die vorschläge auch weiterhin meinen wunsch-angaben entsprechen.
frohen 1. advent – mit freundlichen grüßen
b.a.paraschiv
Ich bezweifle, dass eine Frau, deren Fokus ebenfalls primär sexuell ausgerichtet ist, sich den Alltagsballast einer Partnerschaft aufbürden will – außer, sie gewinnt durch den Mann gleichzeitig Status und finanzielle Vorteile.
Statistisch betrachtet haben heterosexuelle Frauen zudem weniger befriedigende Sexualität mit dem Partner als lesbische Frauen mit der Partnerin bzw Frauen beim Solosex, während heterosexuelle und homosexuelle Männer in etwa ähnlich hohe Werte erreichen.
Von mir noch ein Vorschlag von Mann zu Mann bezüglich Sexualität quasi ergänzend aus Betroffenensicht nach jetzt 2 Jahren Teilhabe und viele wunderbaren Erfahrungen und einiger Freude an GFG’s
Ausführungen, die mich obwohlsebst Psychofachmann gut weitergebracht haben !
Zur Sexualität ist es leider so, dass gesellschaftlich bedingt viele Frauen viel mehr zurückhaltende Angaben machen!
Da wird auch ein möglich respektvolleres Gleichklangklientel nichts daran ändern können.
Ich bin jetzt was älter uns sage mal so, wenn Sexualität nicht von vornherein ausgeschlossen wird gebe ich nicht mehr so viel auf die Formulierungen.
Ich meine es bleibt an mir als Mann mit meiner Zuneigung und Zärtlichkeit wieder zu wecken.
Und ob das und was sonst möglich werden wird zeigt sich bei entstehendem Vertrauen eher bald.
Dazu bedarf es natürlich der hohen und spürbaren Bereitschaft sich auch wirklich einlassen zu wollen.
Ich wollte um keinen Preis eine Raucherin und auch nicht Fleisch konsumierende Partnerin.
So kam es nicht!
Sie ist sowas von liebe-und-würdevoll, es spielt gerade gar keine Rolle mehr! So ein Pech!, nein, so ein Glück!
In einem gewissen Alter Ü50, gibt es nun mal gewisse Verpflichtungen, die einen Ortswechsel erschweren, z. B. pflegebedürftige Eltern, geerbtes Elternhaus, gewisse Position im Beruf erarbeitet vielleicht in einem seltenen Beruf, wo sich nicht überall eine Stelle finden lässt…
Was soll man daran ändern? Eltern ins Heim stecken, Haus verkaufen und los? In irgendeinem Job als Quereinsteigerin ganz von unten anfangen für die Hälfte des bisherigen Gehaltes? Manches ist leicht daher gesagt, lässt sich aber nur langfristig und schwer umsetzen…
Was bringt mir dann ein 350 km entfernt lebender Kontakt?
Viele Menschen sind umzugsbereit, niemand sagt, dass Du umziehen musst, wenn es nicht geht. Studien zeigen, dass dann, wenn es Liebe ist, immer Lösungen gefunden werden.