Liquid Love oder echte Verbindung? Warum Gleichklang den anderen Weg geht

Ein neuer Start für Ihre Beziehungssuche

Dieser Artikel soll Leser:innen nicht nur auf die neue Gleichklang-Applikation vorbereiten, sondern außerdem zentrale psychologische Informationen vermitteln, um die Beziehungssuche richtig anzugehen, neue Beziehungen zu begründen und bestehende zu vertiefen.

Der Artikel verbindet Informationen über die neue Gleichklang-Applikation – die Mitglieder werden diese ab Donnerstag, den 07.08.2025, 12 Uhr testen können – mit einer Diskussion der Theorie der Liquid Love (verflüssigten Liebe) des Soziologen Zygmund Baumann. Deutlich wird werden, dass Gleichklang ein Gegenmodell zum modernen Dating-Business ist und bleibt, welches der Austauschbarkeit flüchtiger Kontakte entgegenwirkt und ernsthafte Beziehungen ermöglicht.

Für Nutzer:innen des Online-Dating – auch bei Gleichklang – ist es essenziell, diese Sachverhalte zu kennen und zu verstehen. Andernfalls laufen sie Gefahr, die Möglichkeiten echter Partnerfindung zu verspielen und in einem endlosen Dating mit einem Wechsel aus Unterhaltungswert und Langeweile zu landen.

Eine Applikation für mehr Übersicht und Nähe

Bald ist es so weit:

  • Gleichklang wird mit einer vollständig neuen Applikation online gehen.

Die neue Version ist wesentlich einfacher bedienbar, auf mobilen Geräten gut nutzbar, schneller in der Ladegeschwindigkeit, übersichtlicher gestaltet und mit einem intuitiveren Kommunikationssystem ausgestattet.

Was bleibt und was sich verändert

Viele bewährte Prinzipien bleiben erhalten:

  • Gerade das, was Gleichklang grundlegend von herkömmlichen Dating-Apps unterscheidet, bleibt bestehen – nämlich unser konsequenter Fokus auf eine nachhaltige, tiefergehende Form der Beziehungsstiftung.

Gleichklang möchte nicht nur technische Abläufe verbessern, sondern Sie auch auf einer tieferen Ebene begleiten. Es geht darum, die psychologische Struktur von Beziehungssuche zu verstehen, sich selbst darin besser zu verorten und bewusst neue Beziehungserfahrungen zu ermöglichen – sowie bestehende Verbindungen zu pflegen und zu vertiefen.

Einladung zum Test: Ihre Erfahrung zählt

In wenigen Tagen werden alle Mitglieder eine E-Mail erhalten mit der Einladung, sich in die neue Beta-Version einzuloggen. Sie können sich dort alles in Ruhe ansehen, Funktionen ausprobieren, Nachrichten schreiben und das neue System kennenlernen. Das Matching wird – unabhängig von der bisherigen Applikation – ebenfalls bereits aktiviert sein.

Ihre Teilnahme und Rückmeldung werden maßgeblich dazu beitragen, dass die neue Version so gestaltet ist, dass sie Ihren Bedürfnissen bei der Beziehungssuche und -gestaltung optimal entspricht.

Wir rechnen mit dem Live-Gang der neuen Applikation in etwa zwei Monaten nach Beginn des Beta-Tests.

Wichtiger Hinweis zur Testphase

In der Testphase können Sie das System vollständig ausprobieren: Sie können Eingaben machen, kommunizieren und Änderungen vornehmen – alles funktioniert wie in der späteren Anwendung.

  • Aber: Es handelt sich um einen reinen Test. Das bedeutet, dass nach dem Ende der Testphase alle dort gemachten Eingaben und Änderungen gelöscht werden.

Die Daten aus dem bisherigen Live-System bleiben selbstverständlich erhalten und werden automatisch in die neue Applikation übernommen, sobald diese ca. zwei Monate nach Abschluss der Testphase online geht.

Wie unsere laufende Anwendung, wird auch die neue Anwendung aufgrund ihrer Struktur einen aktiven Beitrag gegen Liquid Love und für echte Beziehungen leisten.

Was tun gegen verflüchtigte Liebe?

Wir befinden uns in einer Zeit der Liquid Love – ein Begriff, den ich bereits vielfach in meinen Artikeln aufgegriffen habe, weil er, nach Zygmunt Bauman, zutreffend die Gegenwart beschreibt und zugleich warnt:

  • Liquid Love steht für eine Auflösung fester Beziehungsmuster. Es ist das, was wir erleben, wenn wir unsere Beziehungsfähigkeit verlieren und uns dem gesellschaftlichen Trend anpassen.

Dating-Apps als Struktur der Beziehungsverflüchtigung

Mitchell Hobbs, Stephen Owen und Livia Gerber untersuchen in ihrem Artikel Liquid love? Dating apps, sex, relationships and the digital transformation of intimacy(„Flüssige Liebe? Dating-Apps, Sex, Beziehungen und die digitale Transformation von Intimität“) die Theorie von Zygmunt Bauman, indem sie diese mit den Strukturen des Online-Datings verglichen.

Sie gelangen zu folgenden Schlüssen:

  • Dating-Apps treten als soziale Vermittler:innen auf: Klassische Formen der Partnerfindung (Freund:innen, Familie, Vereine, Nachbarschaft, dritte Orte) werden ersetzt. Dadurch entsteht ein Netzwerk unzähliger potenzieller Partner:innen auf dem Smartphone.
  • Strategische Selbstdarstellung & spielerischer Charakter: Auf diesen Plattformen inszenieren sich Nutzer:innen oft in strategischen Darstellungen – man präsentiert Liebe, Sex und Intimität bewusst spielerisch und oberflächlich, um möglichst attraktiv zu wirken.
  • Partnersuche wird gamifiziert, also in ein Spiel verwandelt: Tinder wurde z. B. explizit als „Game“ mit geringem Zeitaufwand einzelner Aktionen entwickelt. Das Wischen nach rechts oder links ähnelt ähnlich limitierten Aktionen beim Glücksspiel. Die Belohnung (ein Match) erfolgt schnell, die nächste Option ist immer nur einen Swipe entfernt.
  • Austauschbarkeit und Kurzlebigkeit von Kontakten: Weil immer neue Optionen zur Verfügung stehen, werden einzelne Begegnungen als austauschbar wahrgenommen. Intimität wird so zu einer Ware, die man konsumiert, aber leicht wieder weglegt.
  • Ewiges Dating: Dating-Apps erleichtern zwar das Kennenlernen und eröffnen neue Möglichkeiten, doch im Endeffekt spielen viele Nutzer:innen nach den Regeln der Austauschbarkeit. Es entstehen weniger Beziehungen und viele bleiben selbst während einer Beziehung beim Dating aktiv.

Das Dating-Business besitzt also eine Struktur, die genau zu Liquid Love verführt; eine Struktur, in der aufgrund fehlender Dauerhaftigkeit und Tiefe Beziehungen schwer entstehen oder überhaupt nicht zustande kommen.

Entsprechend steigen seit Jahren – bei gleichzeitig explodierenden Kontaktmöglichkeiten durch Dating-Apps – die Raten unfreiwilliger Singles unausweichlich an.

Was wir an Kontaktmöglichkeiten verloren haben (Freunde, Familie, Vereine, Nachbarschaft, sogenannte „dritte Orte) wird durch Dating-Apps – anders als viele denken – nicht kompensiert. Im Gegenteil: Es ist ein Verlust eingetreten und die Partnerfindung ist heuter schwere als jemals zuvor.

Gleichklang bleibt das Gegenmodell

Gleichklang bleibt das Gegenmodell – auch nach unserem Neuaufsetzen:

  • Wir bleiben eine Plattform, bei der es lange Fragebögen gibt. Menschen müssen erst einmal 30 bis 40 Minuten konzentriert dabei sein, bevor es mit der Vermittlung losgeht. So fallen all jene weg, die niemals solchen Aufwand für eine Beziehung investieren würden.
  • Danach kommt die Bezahlschranke – absolut fair und sozial gestaffelt, niemand wird ausgeschlossen. Aber erneut fallen jene weg, die vielleicht für einen Drink in der Bar, aber auf keinen Fall für ihre Beziehungsfindung etwas investieren wollen.
  • Gleichklang hat keinerlei Kurzweiligkeit, keine schnellen Belohnungen, es ist nicht mehr als die eine stille Option im Hintergrund, die den Alltag nicht belegt. Eines Tages aber schlägt sie an und eine Beziehung entsteht.

So starten wir mit komplett anderen Voraussetzungen. Wir bewegen uns bei Gleichklang in einer anderen Dating-Welt, die nur den Namen „Dating“ mit den anderen Dating-Systemen teilt.

Psychologisch fundierte Vermittlung statt Belohnungsreize

Nach Beginn der Teilnahme erfolgt eine psychologisch ausgefeilte Vermittlung – keine Verlockung durch besonders attraktive Profile:

  • Das erschütternde Geheimnis der Dating-Apps ist nämlich, dass besonders attraktive Nutzer:innen allen anderen besonders oft vorgeschlagen werden. Manchmal millionenfach. Natürlich dient das nicht der Bindungsentstehung, sondern soll Hoffnungen aufflammen lassen. Gleichzeitig werden so die Präferenzen verändert, manche werden süchtig nach kurzfristig als Beziehungshoffnung aufflammenden, attraktiven Bildern.

Stattdessen sind es bei Gleichklang Vorschläge, die Lebensphilosophien miteinander verbinden, unterstützt durch Blogs und Videos, die die psychologischen Prinzipien erklären, und ein Team, das jederzeit Mitglieder betreut.

  • So bauen wir bei Gleichklang eine Struktur auf, die der Kurzlebigkeit, dem mangelnden Engagement, der Beliebigkeit, der Unterhaltung – kurz: der gesamten Logik von Liquid Love entgegentritt.

All das bleibt ohne Einschränkung vollständig unverändert in der neuen Gleichklang-Applikation erhalten.

Was sich ändert

Die Grundessenz ändert sich nicht, aber der Mantel wird erneuert.:

  • Wir sind keine App und werden keine – aber künftig können Sie uns dennoch einfach auf dem Mobilgerät nutzen. Das ist keine verlockende Benutzerfreundlichkeit, die zur Oberflächlichkeit führt, sondern einfach eine neue und bessere Möglichkeit, auf Gleichklang zuzugreifen.

Ladezeiten verkürzt – Inhalte gleich

Die Dauer der Fragebögen nimmt um 1–2 Minuten ab, also nicht sehr viel. Aber nicht, weil wir Fragen gestrichen hätten, sondern weil Ladezeiten und die Gesamtgeschwindigkeit der Applikation viel höher sind. Auch dies droht nicht zur Kurzlebigkeit zu verleiten, aber es macht den etwas strengen Gleichklang ein wenig flüssiger – ohne die Liebe zu verflüssigen.

Vollständig barrierefrei

Ganz wichtig:

  • Blinde Mitglieder finden wieder eine komplette Barrierefreiheit vor. Alles funktioniert mit gängigen Screenreadern, die Anwendung ist dezidiert auch für blinde Menschen optimiert.

Neuer Nachrichtenbereich mit psychologischem Anspruch

Der Nachrichtenbereich wurde einem Messenger-Bereich angenähert, aber es gibt große Unterschiede, die psychologisch entscheidend sind:

  • Traditionelle Messenger laden bereits durch den winzigen Schreibbereich dazu ein, Nachrichten auch inhaltlich zu beschränken – so eben wie bei den Dating-Apps, wo Halbsätze oder ein reine „Hallo“ normal sind und längere Texte eine Rarität.

Aber wir benötigen einen grundlegenden Austausch, wenn wir miteinander in echte Beziehung treten wollen.

Damit wir nicht durch das Design zur Oberflächlichkeit verführt werden, gibt es in der neuen Applikation weiterhin eine separate Taste zum Schreiben – und es öffnet sich dann kein schmales, sondern ein zum Schreiben einladendes Feld.

  • Die enorme „Benutzerfreundlichkeit“ der Dating-Plattformen ist inhaltlich schädlich, weil Pseudo- und Scheinkommunikationen angeregt und permanente Interferenz und Ablenkung Teil des Designs sind. So entsteht eine hohe Plattformaktivität, die aber verhindert, dass sich aus ihr Beziehungen entwickeln. In der neuen Gleichklang-Applikation wird die Benutzerfreundlichkeit demgegenüber in den Dienst der Beziehungsfindung gestellt.

Die veränderten Community-Kontakte

Stark verändert sind zudem die Community-Kontakte, die sich auf Naturaktivitäten, Gemeinschaften oder Projekte beziehen.  Wir haben sie nun von der Partnerschafts- und Freundschaftssuche komplett unabhängig gemacht.  Alle können über die Community-Kontaktlistren Kontakt aufnehmen, um gemeinsam ein Projekt zu starten.

Im Messenger werden die eingehenden Nachrichten dargestellt und jeweils markiert, über welche Kontaktliste oder welchen Projektwunsch sie kommen. Wir denken, so werden noch mehr Gemeinschaften und Projekte über Gleichklang künftig entstehen.

Ziel der neuen Applikation

Insgesamt soll die neue Applikation Ärgernisse beheben, die mobile Nutzung, die mittlerweile die Regel ist, erleichtern und gleichzeitig den Fokus von Gleichklang auf tragfähige Bindungen und Nachhaltigkeit aufrechterhalten.

Perspektiven für die Zukunft

Nach der Neuaufsetzung bedeutet vor der Neuaufsetzung:

  • Wir werden Gleichklang schrittweise zu einem sozialen Netzwerk ausbauen, das neben der Partnerschafts- und Freundschaftssuche viele weitere Begegnungs-Möglichkeiten enthalten wird.

Es wird ein Ort sein, wo keine Daten weitergegeben oder verkauft werden, wo keine manipulierenden Algorithmen die Grundeinstellungen und Denkweisen der Nutzenden formen, wo keine Intransparenz, sondern komplette Transparenz herrscht.

Nicht zuletzt werden wir unser zentrales Alleinstellungsmerkmal einer sozial und ökologisch ausgerichteten Plattform bewahren, um so in einer zunehmend dystopischen Gesellschaft einen Beitrag für bessere Beziehungen und eine bessere Welt leisten zu können.

Dazu gehört auch, dass wir uns als konzeptionelles Gegenmodell radikal erklären und gleichzeitig weiterhin versuchen, technisch anschlussfähig zu bleiben, ohne uns an den Plattform-Mainstream anzunähern.

Wenn Sie sich von diesem Ansatz angesprochen fühlen, freuen wir uns, wenn Sie diesen Weg mit uns gehen:

▶ Zur Beziehungssuche bei Gleichklang

Weitere Links:

Informationen zum Coaching:

Einzeltermine für ein Coaching können Sie jederzeit über meine Website vereinbaren. Wie überall gilt auch für das Coaching unser Grundsatz, dass bei Gleichklang niemand an finanziellen Engpässen scheitern soll. Das Coaching-Honorar kann daher ohne Probleme auch in niedrigen Monatsraten beglichen werden.

35 Kommentare

  • Anna sagt:

    Ich bin gespannt!
    Ich denke allerdings zunehmend, das Ziel bei jeder Art von Kontaktaufnahme sollte ein möglichst schnelles Verlassen des digitalen Raumes sein.
    Ich glaube, wir brauchen echte Menschen und echte Begegnungen. Mit allem, was dazu gehört: Missverständnissen, Konflikten, Klärungen, Geruch, Gesichtsausdrücken und der Gewissheit, dass wir einander wieder begegnen. Wir also so miteinander umzugehen ‚gezwungen‘ sind, dass wir einander dann wieder in die Augen gucken können.
    Ich glaube deshalb, Ziel sollte sein, jegliche digitale Anwendungsform möglichst schnell zu verlassen und in die analoge Welt zu überführen.
    Wobei ich sehr gerne schreibe.
    Vlt könnte man einen Community-Space für Brieffreundschaften ergänzen?

    • Ja, die digitale Ebene sollte rasch ergänzt werden durch die nicht-virtuelle Ebene. Dies wirkt sich bei der Partnerfindung typischerweise günstig aus. Ist der Vorschlag, reale Briefe per Post einzuführen? Als Methode der Kontaktaufnahme oder im Sinne einer dauerhaften Brieffreundschaft?

    • Carsten sagt:

      Ja Anna. Chapeau!
      Auf Grund meiner eigenen Erfahrungen hier bei GK & Co. stimme ich dir zu, dass eine Begegnung, ein Austausch in der analogen Realität namens Leben „relativ zeitnah“ in sehr vielen Fällen zielführend für echte, reale Beziehungen sein dürfte.

      Obwohl ich auch gerne mal !! schreibe, ist es jedoch für mich keine Kernmotivation hier auf GK „Brieffreundschaften / Chatfreundschaften “ zu knüpfen. Ich öffne mich durchaus auch schriftlich & lese gerne mal !! von für mich interessanten Menschen über ihr echtes Leben, ihre Einstellung, ihr Dasein. ABER… erstaunlich viele „Suchende“ zögern bereits dann, wenn ich nach 2-6 Nachrichten ein einfaches Telefongespräch vorschlage. Andere stimmen einem Treffen zu und springen kurz vorher zurück ins Dunkel, hinter ihre digitale Maske, ihre Mauern der Fakes und Unerreichbarkeit. Nix gegen Brieffreundschaften, ich persönlich suche sie nur nicht. Dafür gibt es mMn 1001 Chats aller möglichen Interessenbereiche z.B via Discord, Meta & Co.

      Meine Sicht als Hetero-Mann:
      Ob man nun 3-6x oder 10x hin und her schreibt… das ist alles OK für mich, aber mir begegnen hier vermeintlich „suchende“ Mitmenschen, die mal bewusste, mal unbewusste Ängste durchleben beim Gedanken daran aus ihrem Pseudonym, ihrem Avatar heraus ins Tageslicht zu treten und sich authentisch im Aussen zu zeigen einfach nur „zu sein“. Es wirkt auf mich so, als ob erstaunlich viele (Frauen) tatsächlich auf „die eine unerwartete analoge Begegnung“ a lá Disney, Mangas, Rosamunde Pilcher & Romantik-Romanen warten und hier nur ihre Langeweile stillen oder ihr Ego beruhigen. Frau will einerseits modern sei, aber dann doch wie im Tierreich aktiv umworben werden. Diese Mentalität kombiniert mit den süchtig machenden „digitalen Kontaktnetzwerken voller Schein“ führen zu einem sehr einsamen Sein. Wie o.g. nur meine pers. Erfahrungen hier und auf 2 anderen Nischen-Kontakt-Netzwerken.

      Let´s face it:
      Digitale und analoge Eigeninitiative ist nicht männlich, sondern der Schlüssel zum Glück.

      Manche sagen, das Zögern, der Rückzug ins digitale Schneckenhaus läge an der sozialen Verkümmerung durch die Corona-Lockdowns… Neee…Ich stehe mit Ü30-Erwachsenen in Kontakt, die waren bzgl sozialer Interaktion bereits mehr oder weniger „voll entwickelt“ als es für… 1 Jahr ? oder 1,5 Jahre ? die Lockdowns gab. Meiner Meinung nach ist dieses Verstecken, dieser Rückzug hinter Pseudonymen, Fotoshop, digitalen Avataren & Profilen mit fließenden Grenzen zwischen Schein & Sein dem verfluchten Facebook/Tinder/TikiToki-Gedöns zuzuschreiben. Es wird suggeriert, wir leben in modernen, fortschrittlichen Zeiten, dabei verkümmern wir. Und wenn Körper & Geist verkümmern, dann vereinsamt die Seele. Ganz einfach.

      • Danke für die ausführliche Schilderung!

        Ich glaube nicht, dass das Erleben heterosexueller Männer sich grundsätzlich vom Erleben heterosexueller Frauen oder anderer Geschlechter bzw. sexueller Orientierungen unterscheidet.

        Die beschriebenen Phänomene treten beim Online-Dating allgemein auf.

        Entgegenwirken lässt sich dem am besten, wenn von Anfang an offen und authentisch kommuniziert wird, Beziehungswünsche klar benannt werden und die Disziplin besteht, tatsächlich auf diese Wünsche hinzuarbeiten – anstatt aus Angst vor Überforderung nachzugeben oder den bequemeren Weg zu wählen.

    • Susanna sagt:

      Danke für diesen Beitrag, liebe Anna! Ich sehe das genauso. Und, ich denke auch umgekehrt, also wenn man jemand im „richtigen“ Leben bereits kennt, kann und soll der weitere Kontakt auch nicht überwiegend über welche Endgeräte auch immer verlaufen, sondern eben, soweit möglich auch in „real life“. Trotzdem ergänzen die digitalen Möglichkeiten natürlich so manches und können auch das ein oder andere anstoßen. Schließlich bin ich ja auch hier. Und ich habe gute Freundinnen und Freunde, die (leider) weiter weg leben. Zum Thema Brieffreundschaften: ja, ich schreibe auch gerne. Und ich bedauere sehr, dass das Schreiben physischer (!) Briefe (und Karten), auch bei mir selbst, sehr abgenommen hat. Aber das muss ja nicht so bleiben – es liegt an uns, Was allerdings digitale Briefe betrifft, da gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Das suche ich hier nicht.
      Dir und uns allen hier, alles Gute!

  • Michael sagt:

    „Die veränderten Community-Kontakte […] Wir haben sie nun von der Partnerschafts- und Freundschaftssuche komplett unabhängig gemacht“

    Das ist sehr gut!

  • Mitglied sagt:

    Das klingt sehr vielversprechend, vor allem der zukünftig eigenständige Community-Bereich.

    Bezüglich des schnellstmöglichst offline Treffen bin ich im Bezug auf „Freundschaften“ und „Partnerschaften“ anderer Ansicht. Je kürzer die Phase der Online-Bekanntschaft war, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Einwegbegegnung. Das gilt auch für den Freundschaftsbereich. Ich denke, insbesondere das schnelle Treffen von Onlinekontakten führt zur heutigen Liquidmentalität.

    Dann lieber gleich offline neue Leute kennenlernen, ohne den Onlineumweg.

    • Ich kann den Gedanken nachvollziehen.

      In den Daten zeigt sich jedoch eher, dass Online-Kontakte nach einiger Zeit oft einschlafen. Von den Paaren hören wir meist, dass sie sich relativ bald nach dem ersten Kontakt persönlich getroffen haben. Es gibt jedoch auch andere Verläufe.

  • Paul sagt:

    Sind alle Vorgänge in dieser Applikation mit dem bisherigen Gleichklang synchronisiert/geteilt?

    • Das Testsystem ist eine exakte Kopie des echten Systems.

      Was jedoch im Testsystem passiert, wird nicht in das eigentliche System übernommen. Zwar können im Testsystem auch neue Kontakte entstehen, aber wenn keine Kontaktdaten ausgetauscht werden, werden diese Kontakte nicht in das Live-System übertragen.

      Das Testen dient also wirklich nur dem Ausprobieren und Verstehen der neuen Funktionen. Der tatsächliche Austausch sollte weiterhin im laufenden System stattfinden.

      Sobald das bisherige Live-System abgeschaltet wird, werden alle Daten aus diesem System vollständig in das neue System übernommen. Es geht also nichts verloren.

      • Nordisch sagt:

        Leider habe ich das durchgestrichene Auge angetippt in der Erwartung ein ausgeblendeter Bereich würde dann sichtbar. Leider ist das Gegenteil geschehen, das Angebot die neue Plattform auszuprobieren verschwand unwiederbringlich.
        Hier also mein erster Verbesserungsvorschlag: intuitiv bedeutet ein (durchgestrichenes) Auge zum Beispiel bei der Passworteingabe die Möglichkeit Elemente zu verschlüsseln oder sichtbar zu machen. Reversibel.

  • Mitglied sagt:

    Ich hatte zuletzt auch einen Gedanken zur verbesserten Kommuniktion in der Online-Partnersuche. Dieser ist aber nicht ausgereift.
    Jemand hat seine Gedanken. Erwartungen, Vorstellungen … . Dann kommt eine Kontaktanfrage, die da nicht ganz passend ist. Dann reagiert man vielleicht nicht, müsste sich erst in seinen Gedanken einstellen. Aber eine baldige Antwort wird vielleicht verlangt, als normal angesehen, und deshalb lässt man es mit der Antwort oder ist schon wieder bei anderen Kontakten.
    Vielleicht kann es etwas geben, dass eine sich annähernde Kontaktaufnahme in der realen Umgebung (nicht online) abbildet:
    Man ist an einem Kontakt interessiert und kündigt sich irgendwie applikationsgesützt an, bevor man die erste Nachricht schreibt. Dann hat die andere Seite Zeit, sich mit mir zu befasen, bevor man sich in Nachrichten austauscht. Nicht der Sinn wäre es, wenn so ein Feature genutzt würde, um jemanden zu kontaktieren, damit man von ihm/ihr die Initiative bekommt.

    • Danke für den Vorschlag. Wir werden nach dem Online-Gang noch einmal sammeln, was alles von Mitgliedern vorgeschlagen wurde.

      Ein Problem, das sich mit Deinem Vorschlag ergeben könnte, ist, dass auf die Ankündigung keine weiteren Handlungen (wie Nachrichten) folgen – und dadurch die Empfänger:innen der Ankündigung frustriert werden. Oder meinst Du, dass einfach nur die Zustellung von Nachrichten verzögert wird – also durch die vorherige Zusendung einer Ankündigung?

      • Anna sagt:

        Ich dachte an eine Community-Liste für Brieffreundschaften. Auch die schreiben viele heute gängigerweise digital. (Es tippt sich schneller, als per Hand zu schreiben…)
        Zur Kontaktaufnahme möchte ich nicht per Brief angeschrieben werden, weil ich dafür ein Postfach eröffnen müsste oder meine Adresse – für mich – zu schnell herausgeben. Ich möchte Menschen nach wie vor gerne Schritt für Schritt kennen.
        (Wer das möchte, kann das ja mit einer Person besprechen, mit der man in Kontakt steht. Gleichklang erlaubt uns das Herausgeben von Adressen, Telefonnummern, Email-Adressen ja freundlicherweise.)

      • Mitglied sagt:

        An eine Nachricht, die verzögert versendet wird, habe ich gedacht. Es wäre natürlich frustrierend, wenn jemand eine Kontaktaufnahme ankündigt, diese dann aber nicht kommt. Dass es viele enttäuschende Erfahrungen im „Online“ gibt, wird man sicher mit keiner Lösung verindern.

        Ich dachte daran, dass der/diejenige mit einer empfangenen Ankündigung sich schon mit dem Profil der anderen Seite beschäftigen kann und ggf. besser disponiert ist. Auch dann kann sicher häufig das Profil kurz angeschaut und für zu leicht oder ähnliches befunden. Die Idee ist, irgendwie eine langsamere Annäherung wie im „offline“ nachzustellen.

      • Mitglied sagt:

        Eine verzögerte Zustellung einer bereits abgefassten Nachricht ist vielleicht eine Verbesserung. Auch dann bleibt Zeit, sich mit dem Profil zu beschäftigen und sich zu überlegen, ob es nicht entgegen des ersten Eindrucks doch gut ist zu kommunizieren.

  • Kein Roboter sagt:

    Eine neue Applikation zur Erleicherung der Handhabung (Reduzierung von Bedienungs-Ärgernissen) find ich gut.
    Die neue Applikation ist aber keine App? (Versteh ich nicht bzw werd ich sehen) (Jede App ist eine Applikation – aber nicht jede Applikation ist eine App?)

    Ich werd da mit „ausprobieren“.

    Sie ist nur ein Test. Aber man kann damit real -digital -kommunizieren. Nachdem man den Fragebogen neu ausgefüllt hat, nehm ich an.
    Beides (Fragebogen und Kommunikation) wird aber nicht gespeichert, „gerettet“, wenn die Testphase zu Ende ist.
    Sondern nur der alte, bisherige Account samt aller Daten.
    Richtig?

    Dies müsste, denk ich, zum direkten Beginn der Testphase noch mal klar gemacht werden.

    • Die neue Applikation ist keine klassische Dating-App, die man sich irgendwo herunterladen kann und die auf schnelle Chats und Unterhaltung ausgelegt ist. Es handelt sich weiterhin um eine Desktop-Anwendung, die jetzt aber auch mobil sehr gut nutzbar ist. Für Mitglieder, die am 14.07.2025 bereits bei uns registriert waren, wurden die Daten zu diesem Zeitpunkt komplett ins Testsystem übertragen. Sie sehen dort also ihre bisherigen Kontakte, die Kommunikation und das Matching. Außerdem ist das Matching im Testsystem aktiviert, es werden also auch neue Vorschläge generiert. Mitglieder, die am 14.07.2025 noch nicht bei uns waren, können sich neu im Testsystem registrieren und sehen dann ebenfalls Vorschläge, können kommunizieren, alles ausprobieren und erhalten ebenfalls neue Vorschläge. Die Kommunikation funktioniert wie gewohnt, allerdings muss der Fragebogen neu ausgefüllt werden. Wichtig ist: Am Ende der Testphase werden alle Daten des Testsystems gelöscht. Wer also im Testsystem einen Kontakt knüpft, sollte Kontaktdaten separat austauschen, da dieser Kontakt sonst verloren geht. Das spätere Livesystem wiederum wird zu 100 % in die neue Anwendung überführt, mit sämtlichen Daten des bisherigen echten Gleichklang-Systems – und dies ohne Datenverlust. Es ist richtig und wichtig, diesen Ablauf zu Beginn der Testphase nochmals klar zu machen.

  • Softwareentwickler sagt:

    Ich finde, weder die Bezeichnung „Desktop-Anwendung“ noch „Applikation“ ist hier korrekt. Eine klassische Desktop-Anwendung ist ein lokal auf dem Rechner installiertes Programm, das unabhängig vom Browser läuft – zum Beispiel eine Software wie Outlook, Word oder ein lokal installierter Messenger. Was hier beschrieben wird, ist hingegen eindeutig eine Webanwendung bzw. ein Webportal: also eine browserbasierte Online-Plattform, die nun auch für mobile Endgeräte gut nutzbar ist. Diese Unterscheidung ist aus technischer Sicht nicht nur korrekt, sondern auch wichtig, um bei Nutzer*innen keine falschen Erwartungen zu wecken.

    Deutlich problematischer erscheint mir allerdings das Konzept eines voll funktionsfähigen Parallelsystems, das nicht nur Kommunikation, sondern auch aktives Matching erlaubt. Ein solches System birgt aus meiner Sicht ein erhebliches Risiko: Es kann sehr schnell zu Missverständnissen und Verwirrung führen, wo genau man sich befindet, in welchem System welche Kontakte geknüpft wurden, und ob Nachrichten oder Verläufe überhaupt dauerhaft gespeichert werden. Das wird spätestens dann zum Problem, wenn Nutzer*innen in der Testumgebung Beziehungen aufbauen, aber versäumen, ihre Kontaktdaten rechtzeitig zu sichern – oder schlichtweg davon ausgehen, dass alles automatisch in die spätere Live-Version übernommen wird.

    Ich halte es für wesentlich sicherer und nutzerfreundlicher, ein Testsystem ausschließlich zu Demonstrationszwecken bereitzustellen – also mit eingeschränkten Funktionen, ohne produktive Eingaben und ohne aktives Matching. Alles andere erhöht das Risiko für Datenverluste, enttäuschte Nutzererwartungen und Missverständnisse erheblich.

    Und zum Punkt „geringstmöglicher Datenverlust“: Diese Formulierung suggeriert, dass Datenverlust nicht ausgeschlossen werden kann. In der professionellen Datenverarbeitung ist das ein absolutes No-Go – insbesondere dann, wenn es um persönliche Kommunikation, psychologisch relevante Daten und zwischenmenschliche Verbindungen geht. Hier wäre es wünschenswert, transparent zu erläutern, wie konkret sichergestellt wird, dass keine Daten verloren gehen – und was genau mit „geringstmöglich“ gemeint ist.

    Insgesamt wäre es wichtig, den Übergang zur neuen Anwendung so zu gestalten, dass Klarheit, Transparenz und Datensicherheit zu jedem Zeitpunkt gewahrt bleiben – und die Nutzer*innen sich darauf verlassen können, dass ihre Kontakte und Inhalte eindeutig zugeordnet und zuverlässig erhalten bleiben.

    • Danke für deinen Kommentar, den ich abgesehen von Bezeichnungsfrage, wo es sicher bessere Lösungen gibt, nicht ganz teile. Tatsächlich denke ich, dass wir komplette Transparenz zeigen. Ich finde ein reales Testsystem mit kompletter Funktionalität und allen Inhalten wesentlich besser, und so hatten wir es 2017 auch gemacht. Es gab damals keine Probleme, da wir sichergestellt haben, dass absolut jeder versteht, dass das ein Testsystem ist und die dort eingegebenen Daten nicht bestehen bleiben. Ein Test wird wesentlich umfangreicher durch Mitglieder durchgeführt und ist viel motivierender, wenn sich dort auch alle Inhalte befinden sowie neue Inhalte entstehen. Ich habe die Formulierung „geringstmöglicher Datenverlust“ ersetzt durch „ohne Datenverlust“, was der Realität besser entspricht.

  • Softwareentwickler sagt:

    Vielen Dank für die Rückmeldung – und dafür, dass die Formulierung zum „geringstmöglichen Datenverlust“ inzwischen angepasst wurde. Das ist ein richtiger und wichtiger Schritt in Richtung Klarheit.

    Inhaltlich überzeugt mich die Antwort allerdings nur bedingt.

    Ein passenderer Begriff wäre aus meiner Sicht schlicht „Online-Dating-Plattform“ – technisch korrekt, klar verständlich und ohne irreführende Assoziationen.

    Was das Parallelsystem betrifft: Ich bleibe dabei – ein voll funktionsfähiges Testsystem, das nicht klar und technisch unübersehbar als solches gekennzeichnet ist, ist nicht nur missverständlich, sondern potenziell gefährlich. Die Aussage, „wir haben 2017 gute Erfahrungen gemacht“, halte ich ehrlich gesagt für kein tragfähiges Argument. Die digitale Welt, die Nutzergewohnheiten und auch die Erwartung an Datensicherheit und Transparenz haben sich seitdem deutlich weiterentwickelt.

    Man kann nicht darauf bauen, dass alle Nutzer*innen aufmerksam Forenbeiträge lesen oder verstehen, dass das Testsystem „nicht bestehen bleibt“. Wenn reale Kommunikation möglich ist, echtes Matching stattfindet und Beziehungen entstehen können, dann hat das nichts mehr mit einem Test im klassischen Sinn zu tun – sondern mit einer Parallelrealität, in der reale Konsequenzen drohen, wenn man den Überblick verliert. Und das ist ein Problem.

    Ein derart komplexes System kann man auch intern mit Testnutzer*innen und realitätsnahen Testdaten auf Herz und Nieren prüfen – dafür braucht man nicht die gesamte Nutzerschaft. Wenn man trotzdem die breite Masse testen lässt, trägt man auch die Verantwortung für die Risiken, die daraus entstehen. Wurde dabei eigentlich bedacht, dass eine solche Situation eine regelrechte Lawine an Supportanfragen auslösen kann? Etwa von Nutzer*innen, die verwirrt sind, warum ein Kontakt plötzlich verschwunden ist, warum Nachrichten nicht mehr zugänglich sind oder wieso ihr Profil plötzlich „neu“ erscheint? Wird das Support-Team auf diese mögliche Welle überhaupt vorbereitet sein?

    Kurz gesagt: Wer die Realität testet, produziert reale Folgen – und sollte dann nicht überrascht sein, wenn die Reaktionen ebenfalls real ausfallen.

    • Der Begriff Dating-App hat sich absolut eingebürgert und ist allgemein verständlich für verschiedene Dating-Systeme. Ich glaube, dass unsere Aussage, dass wir keine solche App sind, für unsere Leser:innen und Mitglieder allgemein verständlich ist. Online-Dating-Plattform ist demgegenüber ein Oberbegriff, zu dem auch die Dating-Apps zählen. Der Artikel will ja gerade klarmachen, dass wir uns nicht auf die Dating-Apps zubewegen. Ich denke, diesen Zweck erfüllt er, auch wenn sicherlich immer ein Streit um Worte möglich ist.

      Es ist alles klar und übersichtlich gekennzeichnet und wir erwarten keinerlei Probleme. Mitglieder werden explizit informiert und bestätigen per Klick, dass sie verstehen, dass es ein Test ist und nichts davon nach dem Test noch vorhanden sein wird.

      Eine Testung der Realität erscheint mir als sinnvoller und aussagekräftiger als die von Ihnen vorgeshclagene Formalversion.

  • Softwareentwickler sagt:

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

    Sie schreiben, der Begriff „Dating-App“ habe sich eingebürgert und sei allgemein verständlich – zugleich betonen Sie, dass Sie keine solche App seien. Ich verstehe gut, dass Sie sich bewusst von den Mainstream-Dating-Apps abgrenzen und sich als eine andere, vielleicht qualitativ bessere Alternative positionieren möchten. Dennoch wirkt diese Differenzierung in der Kommunikation für Nutzer*innen teilweise widersprüchlich und kann Verwirrung stiften. Wenn ein Begriff so geläufig ist, sollte er klar und einheitlich verwendet werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Deshalb halte ich den Begriff „Online-Dating-Plattform“ für treffender: technisch korrekt, neutral und dennoch verständlich.

    Zum Testsystem: Eine einmalige Bestätigung per Klick ersetzt nicht die laufende und unmissverständliche Kennzeichnung als Testumgebung – gerade wenn reale Kommunikation und Matching möglich sind. Erfahrungsgemäß lesen viele Nutzer*innen solche Hinweise nicht oder verstehen die Tragweite nicht vollständig. Das birgt Risiken, die Sie aus meiner Sicht nicht ausreichend berücksichtigen.

    Abschließend möchte ich betonen, dass eine realistische Testumgebung nur dann sinnvoll ist, wenn Sicherheit, Transparenz und Nutzerorientierung im Mittelpunkt stehen. Ohne diese ist das Konzept aus Nutzersicht problematisch.

    • Ich verstehe Ihre Anmerkung und stimme zu, dass „Online-Dating-Plattform“ ein neutraler Begriff ist, der allerdings die Unterschiede zwischen Dating-Apps und anderen Systemen als Oberbegriff nicht beinhaltet.

      Die Gleichklang-Mitglieder werden verstehen, dass es ein Testsystem ist, was u. a. in der aktuellen Rundmail, dem aktuellen Artikel, der kommenden morgigen Rundmail und dem obligatorischen Fragebogen zum Testsystem, über den die Betreffenden zum Testsystem gelangen, steht. Sicherheit, Transparenz und Nutzerorientierung stehen in der Tat im Mittelpunkt.

  • Softwareentwickler sagt:

    Vielen Dank für die Rückmeldung.

    Ich sehe, dass Sie sich um umfassende Kommunikation bemühen – das ist grundsätzlich sehr zu begrüßen. Dennoch bleibt aus meiner Sicht das Risiko bestehen, dass trotz mehrfacher Hinweise nicht alle Nutzer*innen die Tragweite des Testsystems erfassen, gerade weil reale Kommunikation und Matching darin möglich sind. Technische Klarheit und eine eindeutig getrennte Testumgebung wären hier aus meiner Sicht sicherer gewesen.

    Was die Begriffswahl betrifft: Die Argumentation, „Online-Dating-Plattform“ sei zu allgemein, wirkt auf mich eher wie eine semantische Ausweichbewegung. Gerade weil der Begriff neutral ist, eignet er sich gut, um sich sachlich von typischen Dating-Apps abzugrenzen – ohne Missverständnisse zu erzeugen oder auf technisch wenig sinnvolle Begriffe wie „Desktop-Anwendung“ zurückzugreifen. Es sei denn natürlich, man möchte die Dinge lieber komplizierter erscheinen lassen, als sie sind.

    Ich belasse es dabei.

    • Aber unter Online-Dating-Plattform werden doch vorwiegend Dating-Apps verstanden. Außerdem geht es doch nur um die Formulierung in unseren Nachrichten und im Artikel, dass wir keine Dating-App sind.

      • Mitglied sagt:

        Ich dachte bei der Formulierung der Desktop-Anwendung ebenfalls, dass man zukünftig ein Programm installieren muss!! um Gleichklang zu nutzen und zwar sowohl auf PC als auch auf Handy…

        Und ja, das hat mich irritiert und deshalb finde ich die Bezeichnung Online-Plattform eindeutiger, weil Plattform bedeutet, dass eben nichts installiert werden muss.

        Natürlich gibt es auch andere Plattformen zum Kennenlernen. Insbesondere nonprofit-orientierte verwenden oft ausschließlich Browser dafür.

        Die von Gleichklang kritisierten Dating-Apps hingegen sind alle tatsächlich installiert (und solche Apps bieten idR in der Browserversion auch keine Komminikationsfunktionen an, eben weil sie zeitgleich zu den technischen Möglichkeiten moderner Smartphones entstanden sind).

        Die Ankündigung von Nachrichten aus dem anderen Vorschlag halte ich nicht für sinnvoll. Schon jetzt steht es jedem frei, zuerst das Profil und dann die Nachricht zu lesen und ich denke, Nichtinteresse entsteht primär durch den Inhalt der Nachricht und sekundär durch das Profil und meinen Erfahrungen nach korreliert die Art der Nachricht stark mit dem Profil und dadurch entsteht Interesse oder eben nicht.

    • Carsten sagt:

      Wehrter Softwareentwickler, wann war eigentlich in unserer gesellschaftlichen Entwicklung der Wendepunkt, an dem ein Hersteller bzw Anbieter einer Dienstleistung, einer Ware o.ä alle (missbräuchlichen) Unwägbarkeiten die von (potenziellen) Nutzern, Kunden usw ausgehen könn(t)en einzuplanen? Ja,ja..stimmt schon…. angelsächsische Jura-Schnösel sind auf dem besten Wege im Klagefall „Alles (un)mögliche zu erreichen.. Doch ich komme zurück zur Gleichklang-Testumgebung. Es geht ja um jene (erwachsene = mündige, autark denkfähige, eigenverantwortliche) Mitmenschen, die vielleicht durch eigene Ignoranz „verwirrt“ oder „irritiert“ zurückbleiben, da sie einen klaren Hinweis ggfs sogar eine klare Warnung trotz Click auf „Gelesen“ einfach in ihrer impulsiv-oberflächlichen Daseinsform ignorieren? Das bezieht sich zB auf eine klar definierte digitale Testumgebung. Frage: Wenn ich z.B. ein Smartphone vermarkten würde & im Manual steht, dass es für Temperaturen zwischen +5 Grad & +50 Grad gebaut wurde & tiefere oder höhere Temperaturen das Produkt beschädigen/zerstören & dadurch ggfs eine Gefahr durch z.B. Bersten, Rauch, Feuer entstehen könnte, muss dann bald der -pardon- ignorante/impulsive Anwender/Kunde von einer allgegenwärtigen „Vernunft-Instanz“ oder KI vor seiner dämlichen Entscheidung das Smartphone zum Umrühren seines Eiswürfelcocktails zu verwenden oder in die 80 Grad Sauna mitzunehmen etwa (mehrfach & optisch/akustisch) eskalierend gewarnt werden? Wobei… Ja, falls es dazu kommt, dass nachfolgende Generationen noch selbst denken können/wollen oder alternativ eine „höhere“ (Alien? KI? ) Daseinsform unsere zivilisatorischen Hinterlassenschaften retrospektivisch erforscht, dürften diese Schlaumeier vermutlich zwangsläufig zu dem Fazit gelangen, dass wir so (selbst)verletzend-(selbst)zerstörerisch über Jahrtausende wider besseren Wissens „gehandelt“ haben, dass unsere Spezies „Homo Verantwortungslos sapiens V0.9“ zum Schutze der Allgemeinheit schon vor langer Zeit aus der „Live-Anwendung“ rausprogrammiert gehörte und nur noch für beschränkte, kontrollierte „Sandkasten-Spielumgebungen“ zum Einsatz kommen sollten…

  • Softwareentwickler sagt:

    Vielen Dank nochmals.

    Vielleicht nur so viel noch zur Begrifflichkeit: Genau deshalb schlage ich „Online-Dating-Plattform“ vor – eben nicht als Synonym für eine App, sondern als neutrale Bezeichnung für browserbasierte Systeme, die sich bewusst von typischen App-Diensten unterscheiden. Technisch und kommunikativ wäre das aus meiner Sicht der klarere Weg.

    Aber damit belasse ich es nun wirklich.

  • Softwareentwickler sagt:

    Mir ging es in der Diskussion im Kern um eine sachlich saubere Differenzierung zwischen App und browserbasierter Webanwendung – basierend auf meiner über 30-jährigen Berufserfahrung im IT-Bereich – und darum, die Begriffe so zu wählen, dass sie technisch korrekt sind und keine falschen Erwartungen wecken. Stattdessen wurden die entsprechenden Hinweise meinerseits behandelt, als handele es sich dabei lediglich um individuelle Wahrnehmungen oder terminologische Vorlieben.

    Das ist eine subtile Form der Entwertung, die zwar freundlich formuliert ist, aber letztlich jede inhaltliche Auseinandersetzung vermeidet. Und genau das war das Irritierende: Technisch fundierte, klar begründete Argumente wurden auf die Ebene bloßer subjektiver Eindrücke verschoben – und damit entkräftet, ohne sich wirklich mit ihnen auseinanderzusetzen.

    Gerade im psychologischen Kontext begegnet einem dieses Muster nicht selten: Statt Kritik sachlich zu prüfen, wird sie stillschweigend in die Kategorie „empfundene Wirklichkeit“ verschoben. Das wirkt professionell, ist aber in Wahrheit eine sanfte Immunisierungsstrategie gegen Widerspruch.

    Und noch ein Gedanke zur Testumgebung:
    Wenn in einem Parallel-System reale Kommunikation und aktives Matching möglich sind, verwischen aus Nutzersicht zwangsläufig die Grenzen zwischen Test- und Produktivbetrieb – auch bei mehrfacher Kennzeichnung. Genau deshalb hatte ich angeregt, eine rein demonstrative Umgebung zu wählen, um Missverständnisse, Datenverluste oder unerfüllte Nutzererwartungen von vornherein zu vermeiden. Auch das war ein fachlich begründeter Hinweis – und keineswegs bloß ein „Bauchgefühl“.

    Man muss das nicht persönlich nehmen – aber man sollte es erkennen. Denn echte Dialogfähigkeit zeigt sich nicht darin, Begriffe zu verteidigen, sondern darin, sie zu überdenken, wenn jemand mit Fachkenntnis eine präzisere Alternative anbietet.

  • Susanna sagt:

    Ja, Danke euch allen im Team, bin einfach gespannt. Ich kann mich über die bisherige Version auch nicht „beschweren“, aber manches erkennt man ja auch erst beim Benutzen. Fühle mich jedenfalls nach wie vor wohl bei euch. Und bin neugierig, was noch passiert, sei es hier oder auch im „echten Leben“

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