Mein heutiger Artikel schließt an den vorigen Artikel an und setzt sich mit der Frage auseinander, wie weit wir in der Lage sind, Liebesgefühle gezielt zu steuern und welche Möglichkeiten sich daraus für die Phase der Partnersuche ergeben.
Warum stabile Partnerschaften auch ohne anfängliche Verliebtheit entstehen
Verliebtsein ist ein seltenes Phänomen, das bei vielen Menschen nur zwischen 0 bis 3mal im Leben eintritt. Interessanterweise – und für viele glücklicherweise – können Menschen jedoch auch dann in tragfähigen Beziehungen leben, wenn sie sich zuvor nicht verliebt haben:
- Tatsächlich entsteht sogar die Mehrheit partnerschaftlicher Beziehungen nicht über die sofortigen großen Gefühle der Verliebtheit, sondern über einen freundschaftlichen Wachstumsprozess.
Ist uns dieser Umstand nicht bewusst, kann es passieren, dass wir von vornherein eine in Wirklichkeit tragfähige Beziehung abblocken. Dies geschieht dann, wenn wir irrtümlicherweise davon ausgehen, dass das Fehlen von Verliebtheit zeige, eine Beziehung sei nicht möglich.
Dieses Thema ist äußerst relevant. Denn obwohl Verliebtsein tatsächlich selten ist, gehen erstaunlich viele Menschen davon aus, dass es die zwingende Voraussetzung für den Beginn einer partnerschaftlichen Beziehung darstelle.
Die Steuerbarkeit von Liebesgefühlen
Was empirische Befunde für die Partnersuche bedeuten
- Kurz zusammengefasst zeigen Studien, dass unsere Liebesgefühle sinken, wenn wir uns negative Eigenschaften unserer Partner:innen bewusst ins Gedächtnis rufen oder uns negative Zukunftsszenarien mit ihnen ausmalen.
- Umgekehrt steigen unsere Liebesgefühle jedoch an, wenn wir uns positive Eigenschaften unserer Partner:innen bewusst machen oder uns positive Zukunftsszenarien mit ihnen vorstellen.
Wir sind unseren Gefühlen also nicht einfach nur hilflos ausgeliefert:
- Gefühle entstehen nicht vollständig unabhängig von unseren Plänen, Interaktionen und Gedanken. Vielmehr sind Gefühle als das Ergebnis einer komplexen Interaktion unterschiedlicher Prozesse zu verstehen, die wir nicht vollständig, aber dennoch zu einem gewissen Teil unter Kontrolle haben.
Diese Sachlage bildet im Übrigen die methodische Grundlage der gesamten Psychotherapie. Dort lernen wir, Gefühle und auch überdauernde Gefühlsmuster unter anderem dadurch zu verändern, dass wir anders denken oder uns anders verhalten.
Subjektive Kontrolle über Liebesgefühle
Emotionale Selbstwirksamkeit als zentraler Schutzfaktor
In einer neueren Studie untersuchten die Autorinnen bei 286 Teilnehmenden mithilfe eines differenzierten Fragebogens, welche Wahrnehmungen die Teilnehmenden selbst hinsichtlich ihrer Fähigkeit hatten, Liebesgefühle oder auch andere Gefühle zu regulieren.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Befragten Liebe nicht als völlig unkontrollierbar wahrnahmen. Sie glaubten jedoch im Durchschnitt, positive Gefühle wie Liebe und Bindung eher verstärken als gezielt abschwächen zu können. Zudem wurde intensive Verliebtheit als schwerer zu regulieren eingeschätzt als das Gefühl der Bindung oder auch sexuelle Erregung.
Gleichzeitig zeigte sich, dass Personen, je stärker sie verliebt waren, desto mehr davon ausgingen, dieses Gefühl der Verliebtheit verstärken, nicht jedoch dämpfen zu können.
Der womöglich wichtigste Befund der Autorinnen besteht jedoch darin, dass Personen, die gewohnheitsmäßig gut in der Lage sind, ihre Gefühle durch gedankliche Neubewertung zu steuern, sich auch signifikant mehr zutrauen, ihre Liebesgefühle, einschließlich Verliebtheit und Bindung, zu regulieren.
Da Fähigkeiten zur entsprechenden kognitiven Neubewertung positiv mit seelischer Gesundheit assoziiert sind, sind sie offenbar als eine generelle emotionale Kompetenz zu bewerten, die sich ebenfalls auf die Regulierung unserer Liebesgefühle auswirken kann.
Dies könnte ein wichtiger Schutzfaktor sein, der uns sowohl vor dauerhafter Liebesfrustration („Ich kann nicht lieben„) als auch vor toxischen Beziehungen („Ich bin meinen Gefühlen ausgeliefert“) bewahren kann. Denn wer die Erfahrung macht, Einfluss auf diese Gefühle zu haben, ist ihnen weniger hilflos ausgeliefert.
Wie sich die Befunde praktisch zusammenführen lassen
Was ergibt sich aus diesen Befunden zusammengesetzt für die Partnersuche?
Das Entstehen einer Liebesbeziehung ist nicht notwendigerweise an Gefühle der Verliebtheit gebunden. Ebenso müssen Gefühle von Liebe nicht bereits vor dem eigentlichen Beziehungsbeginn vorhanden sein, sondern können sich auch erst im Verlauf eines gemeinsamen Beziehungsaufbaus entwickeln.
Weder Liebe noch Verliebtheit sind daher Voraussetzungen für die Entstehung einer Beziehung.
Was ist nun aber die entscheidende Voraussetzung für eine Beziehungsentstehung?
- Nach meinem Dafürhalten besteht diese Grundlage in der gemeinsamen Erkenntnis, dass wir miteinander in der Lage sind, eine kompatible Lebensgestaltung aufzubauen, gemeinsam durchs Leben zu gehen und dabei Glück zu erreichen.
Wohlbefinden und Passung statt Verliebtheit
Spielen Gefühle für den Beginn einer Beziehung also keine Rolle?
Offensichtlich doch – nur benötigen wir weder Gefühle der Verliebtheit noch bereits ausgeprägte Liebe:
- Für die Entscheidung, gemeinsam in eine Beziehungsentstehung einzusteigen, genügt es, wenn wir uns miteinander wohlfühlen, eine sich vertiefende Vertrautheit erleben und bei einer Kompatibilität zentraler Aspekte der Lebensgestaltung und der Beziehungsmodelle eine wachsende Sympathie füreinander entwickeln.
Aus solchen eher freundschaftlichen Anfängen entstehen tatsächlich nicht die wenigsten, sondern die meisten partnerschaftlichen Beziehungen.
Verliebtheit als möglicher, nicht zwingender Ausgangspunkt
Aber keine Angst vor Verliebtsein:
- Verliebtsein ist ein relativ seltenes Phänomen, dennoch haben es etwa vier von fünf Menschen bereits erlebt. Oftmals bildet Verliebtheit die Grundlage für den Beginn einer partnerschaftlichen Beziehung. Nehmen wir Verliebtsein wahr und erkennen zugleich, dass eine Kompatibilität zwischen uns besteht oder aufbaubar ist, stellt dies fraglos ein sehr gutes Argument dar, in einen Beziehungsbeginn einzusteigen.
Meine Argumentation ist daher nicht, dass wir Verliebtsein vergessen oder grundsätzlich nicht beachten sollten. Vielmehr geht es darum, dass neben Verliebtsein auch freundschaftliche Gefühle bei vorhandener oder entwickelbarer Kompatibilität ein ebenso starkes Argument für den Beginn einer Beziehung darstellen.
Mentale Ausrichtung und gelebte Erfahrung als gestaltbare Prozesse
Wir sind durchaus in der Lage, Gefühle von Liebe zumindest in einem gewissen Rahmen durch unsere gedankliche und imaginative Aktivität zu beeinflussen. Anstatt sich in die Befürchtung hineinzusteigern, man könne nicht lieben, erscheint es daher sinnvoller, die eigenen Liebesgefühle aktiv zu entwickeln:
- Dies können wir tun, indem wir uns die tatsächlich positiven Eigenschaften einer Person bewusst vor Augen führen und positive Zukunftsszenarien mit dieser Person imaginieren.
- Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, unrealistisch zu denken, sondern sich gezielt auf die real vorhandenen positiven Aspekte der anderen Person auszurichten.
Dieser Prozess sollte jedoch nicht allein auf gedankliche Imagination beschränkt bleiben. Ebenso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, ist es, während gemeinsamer Aktivitäten bewusst auf positive Sinneswahrnehmungen und positives emotionales Erleben zu achten und diese wahrzunehmen.
Wenn es sinnvoll ist, Liebesgefühle zu dämpfen
Auch eine Absenkung von Liebesgefühlen kann ratsam sein
- An einer Abdämpfung sollten und können wir immer dann arbeiten, wenn wir bei klarer und bewusster Reflexion zu dem eindeutigen Eindruck gelangen, dass eine Beziehung oder eine andere Person uns schadet. Zugleich muss klar sein, dass es keine realistischen Möglichkeiten gibt, hieran tatsächlich etwas zu ändern.
- Sind wir beispielsweise Opfer von Love-Scammern, die Liebe lediglich vortäuschen, um uns finanziell auszunehmen, wäre es offensichtlich kontraproduktiv, sich weiterhin an die schönen Gefühle zu erinnern. Stattdessen sollten wir konsequent all jene negativen Aspekte in den Vordergrund rücken, die den Kontakt tatsächlich kennzeichnen: wiederholte Absagen von Verabredungen, finanzielle Forderungen, Intransparenz und widersprüchliches Verhalten. Je klarer, deutlicher und konsistenter wir diese Realität wahrnehmen und gedanklich fokussieren, desto stärker werden sich auch unsere Liebesgefühle reduzieren.
Beziehungsgestaltung statt passivem Abwarten
Sind wir verliebt und passt alles gut zusammen, gibt es wenig Anlass, gezielt an einer Steigerung von Liebesgefühlen zu arbeiten.
Ist jedoch die erste Phase des Höhenfluges vorüber und nehmen wir wahr, dass die Begeisterung nachlässt, wird es Zeit, aktiv etwas für die Beziehung zu tun. Die Sachlage ist, dass in der großen Mehrheit der Beziehungen die Liebesgefühle im Verlauf der Zeit abnehmen. Auch die Beziehungszufriedenheit sinkt häufig.
Dies muss jedoch nicht unser Schicksal sein:
Studien zeigen, dass wir durch die bewusste gemeinsame Einplanung neuer, spannender, abenteuerlicher und aus dem Alltag herausreißender Aktivitäten sowohl Leidenschaft als auch Liebe erneut beleben und stärken können:
- Nach der Self-Expansion-Theory erweitern Menschen ihr Selbst durch neue Erfahrungen. Wenn Paare gemeinsam etwas Unbekanntes, Herausforderndes oder Spannendes tun, fördert dies die Selbst-Expansion, was zu mehr Leidenschaft, Erlebnisintensität und Beziehungszufriedenheit führt.
Wir müssen nicht warten, bis wir miteinander in einer festen Beziehung sind:
- Lernen wir uns beim Online-Dating kennen und empfinden uns als sympathisch, kann durch neue, aufregende und spannende Aktivitäten Liebe entstehen.
Eine ermutigende Perspektive für die Partnersuche
Ich denke, es ist eine gute Nachricht, dass wir unseren Liebesgefühlen nicht schicksalhaft ausgeliefert sind, sondern dass wir in sie eingreifen und sie verändern können.
Gerade im Hinblick auf die Steigerung von Liebesgefühlen ist dies von besonderer Bedeutung für all jene, die darüber klagen, sich bei der Online-Partnersuche oder auch bei anderen Formen der Partnersuche weder zu verlieben noch Gefühle von Liebe zu entwickeln:
- Anstatt Kontakte vorschnell zu beenden oder mit Frustration, Selbstzweifeln, einem Gefühl der Entfremdung oder gar dem Abbruch der Partnersuche zu reagieren, erscheint es sinnvoller, die Begegnung mit einem Menschen fortzusetzen und auszubauen, mit dem echte Kompatibilität möglich ist.
Wenn zentrale Aspekte gut passen und grundsätzlich die Möglichkeit einer gemeinsamen, glücklichen Lebensgestaltung besteht, ist es sinnvoll, gezielt an einer Steigerung der eigenen Liebesgefühle zu arbeiten:
- Dies gelingt, indem wir unsere Aufmerksamkeit bewusst auf die vielen positiven Eigenschaften der anderen Person richten. Während der gemeinsamen Zeit fokussieren wir uns gezielt auf positive Gefühle und auf ein angenehmes emotionales Erleben. Darüber hinaus planen und unternehmen wir gemeinsam neue, spannende und abenteuerliche Aktivitäten, die diese Gefühle vertiefen. Wenn wir allein sind, können wir diesen Prozess fortsetzen, indem wir uns weitere positive Szenarien mit dieser Person in unserer Imagination vorstellen. Meist schrittweise werden sich auf diese Weise unsere Liebesgefühle vertiefen, und aus einer Freundschaft kann eine tiefe Liebe entstehen.
Offenheit für unterschiedliche Wege der Beziehungsentstehung
Und wenn es keine Liebe wird, ist auch dies nicht katastrophal. Freundschaften sind ebenfalls wertvoll und tragen maßgeblich zu innerer Stabilität, Zufriedenheit und zu dem Ausmaß bei, in dem wir unser Leben als sinnerfüllt erleben.
Mein Rat an partnersuchende Leser:innen ist daher, weiterhin guten Mutes in die Partnersuche zu gehen und dabei Erwartungen und Haltungen zu entwickeln, die es ermöglichen, unterschiedliche Verlaufsformen der Liebesentstehung wahrzunehmen und für sich zu nutzen.
Ob sich eine Beziehung direkt aus großer Verliebtheit entwickelt oder aus einer sich schrittweise vertiefenden Freundschaft; beide Wege sind möglich.
Neben der expliziten Partnersuche können übrigens auch über unsere Community-Kontakte nicht nur Freundschaften, sondern auch Liebesbeziehungen entstehen:
- Bei diesem Weg steht zunächst nicht die romantische Passung zweier Personen im Vordergrund, sondern ein gemeinsamer thematischer Bezug, etwa für ein bestimmtes Projekt oder eine gemeinsame Zielstellung. In diesem Verlauf lernen sich die Beteiligten kennen, vertiefen ihren Kontakt und stellen nicht selten fest, dass zwischen ihnen mehr möglich ist.
Auf all diesen möglichen Wegen begleiten wir Sie bei Gleichklang gerne zu Ihrem Beziehungsglück:
▶ Zur Beziehungssuche bei Gleichklang
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7 Kommentare
Danke erstmal für die Kommentarfunktion! Meiner Ansicht nach ist der Artikel im Großen und Ganzen gut. Hier noch etwas Kritik: Irritiert hat mich der Satz aus der E-Mail, die auf diesen Artikel hinwies: „Kontrolle gewinnen über ihr Liebesleben“, das klingt schon ein bisschen strange. Ich vermute daher, der Autor oder die Autorin hat ein Problem damit, einfach zu lieben, möchte etwas kontrollieren. Kontrolle ausüben zu wollen, ist immer ein Hinweis auf fehlende Sicherheit. (Ja, sicher, der Artikel adressiert genau diese fehlende Sicherheit bei denen die hier Partner suchen und nicht finden, ich weiß.) Wer souverän und sicher ist, führt sein Leben auch so, braucht nicht kontrollieren. Weder sich noch andere. Fehlende Sicherheit deutet darauf hin, dass Erlebnisse, famiiäre Systeme, vielleicht auch Entwicklungstraumata nicht zu Sicherheit oder wirklicher Bindung geführt haben. Das ist bei den meisten Menschen in unserer Kultur so gewese. Diese Kultur ist in sich tief traumatisiert, es ist ein Prozess sich dessen bewusst zu machen, zu verstehen und zu heilen. Hier wäre also dran zu arbeiten. Entscheidend wäre die Sicherheit zu gewinnen, die falschen Glaubenssätze zu lösen. Desweiteren wird sehr treffend genannt: „Für die Entscheidung, gemeinsam in eine Beziehungsentstehung einzusteigen, genügt es, wenn wir uns miteinander wohlfühlen, eine sich vertiefende Vertrautheit erleben und bei einer Kompatibilität zentraler Aspekte der Lebensgestaltung und der Beziehungsmodelle eine wachsende Sympathie füreinander entwickeln.“ Noch zum Schluss: Die im Leben auftretende seltene Verliebtheit halte ich für ein Gerücht, ich war ab Geschlechtsreife dauernd aufgeregt in jemanden verliebt, natürlich nicht immer erwidert, bis zu den Wechseljahren, dann endlich mehr Ruhe 😉 Aber vielleicht meint der Autor oder die Autorin ja etwas anderes.
Danke für Deinen ausführlichen Kommentar, dem ich in vielen Punkten zustimme. Zwei Anmerkungen zu den Unklarheiten oder zu Deiner Kritik: Meine Aussage zur Verliebtheit gründet sich auf eine große Umfrage von match.com unter 5.000 Personen, die ich im letzten Artikel ebenfalls verlinkt hatte. Du liegst hier also weit über dem Schnitt. Es ist dabei wie immer so, dass das, was bei vielen so ist, bei anderen genau nicht so sein muss. Ich denke, das ist weder etwas Gutes noch etwas Schlechtes, sondern einfach so, wie es ist.
Das mit der Kontrolle sehe ich etwas anders. Wir sind ständig Reizen und Ereignissen ausgesetzt. Seit Urzeiten bemüht sich der Mensch, in diesen Reizstrom Sicherheit und Regulation hineinzubringen. Nur deshalb haben wir Wissenschaft, Wettervorhersagen und vieles mehr. Gleichzeitig haben viele Menschen beim Thema Liebe den Eindruck, völlig hilflos zu sein und überrollt zu werden – entweder von den Gefühlen der Verliebtheit oder vom Liebeskummer oder ebenso von deren kompletter Abwesenheit. Im Artikel möchte ich zeigen, dass wir durchaus Einfluss auf unser Liebesleben haben.
Danke! Es ging nur um den Begriff der Steuerung der in Bezugh auf Beziehungen und Liebe m.E. etwas unglücklich gewählt war. Oben steht auch, und ich finde besser, Steuerbarkeit. Zumindest das eigene Verhalten lässt sich ja steuern.
Ich verstehe den Kritikpunkt der Kontrolle sehr gut und auch den Hintergrund deiner Antwort, Guido. In meinen Überlegungen haben sich die Sichtweisen der Illusion der Kontrolle und Einfluß statt Kontrolle durchsetzen können. Da Hybris und nicht Kontakt, ein-beherrschen-wollen und nicht vetrauen-auf-regulation in vielen Punkten sich durchsetzen. Und doch, die Ohnmacht, die auch auf vielen Ebenen viel Leid verursacht und auch als Mittel eingesetzt wird, entspricht nicht dem immer mehr bedohten freiheitlich-demokratischen Verständnis von Selbstwirksamkeit und Verantwortung (responsability-the ability to respond).
Alles klar!
Vielen Dank für die ausführliche Behandlung des Themas „Verliebtheit“. Hinterlegt mit Statistik, jaja, ich grinse auch ein wenig, aber wenigstens nicht völlig aus der eigenen Gefühlswelt des Autors hervorgegangen, ist hier eine Anzahl von Denkanstößen versammelt, denen frau/man nachsinnen kann, oder auch nicht.
Verliebtheit ist ein Gefühl, dass nicht unbeeinflusst von hormonellen Einflüssen passiert. Prägungungen bis hin zu traumatischen Erfahrungen gehören ganz sicher auch dazu. Die Vorstellung einer Beeinflussbarkeit ist jedenfalls bedenkenswert!
Besonders gefallen hat mir die Idee, als Partner gemeinsam etwas Neues zu erleben – und damit vielleicht auch sich selber.
Mut gehört auf jeden Fall dazu, wenn die Partnersuche beginnt. Und wer will denn schon genau wissen, was am Ende dabei herauskommt.
Dann kann ich auch gleich alleine bleiben mit meinen Ansprüchen und Träumen.
Alles Gute und Schöne für den Rest des Jahres wünscht allen hier eine Neue.
Dieser Artikel macht mir etwas Hoffnung, da ich gerade am Zweifeln bin. Ich habe einen sympathischen Mann kennengelernt und wir haben uns bereits 4x getroffen. Wir haben spannende Gespräche, ähnliche Wertvorstellungen, eine Neugierde fürs Leben und es würde objektiv so viel passen. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass etwas fehlt – bin mir unsicher. Ich habe vor einigen Jahren über Gleichklang einen Mann kennengelernt und das Kennenlernen mit ihm ging so einfach und ich war von Anfang an so überzeugt, dass es passt (er hat mich leider nach ein paar Jahren verlassen) und vergleiche den aktuellen Kennenlernprozess mit dem vor ein paar Jahren. Ich verbringe gerne Zeit mit dem Mann, den ich nun am Kennenlernen bin und finde ihn sympathisch. Vielleicht sollte ich dem Ganzen einfach Zeit geben und ihn weitertreffen, auch wenn im Moment dieses „Etwas“ fehlt.