Die drei Momente der Partnerfindung

Finden versus Suchen, ein Straßenschild als Symbol für Partnersuche versus Partnerfindung.

Wie Online-Dating den zweiten und dritten Moment sabotiert – und was wir dagegen tun können

Mein heutiger Blog-Artikel bleibt kurz:

Er ordnet mein gerade veröffentlichtes Video „Die Drei Momente der Partnerfindung ein.

Ich verzichte auch ausnahmsweise auf Links zu Studien, da ich über all diese Aspekte bereits ausführlich schreibe und außerdem in der Infobox unter dem Video Referenzen angegeben werden. In einen anderen Kontext eingebettet beschäftigte sich ebenfalls mein vorheriger Artikel „Die Chemie und die drei Momente der Beziehungsfindung mit diesem Thema.

Das heutige Online-Dating fokussiert alles auf den ersten Moment, der für eine Partnerfindung notwendig ist. Die Teilnehmenden vergessen dabei jedoch, dass Partnerfindung nur stattfinden kann, wenn nicht nur dieser eine Moment, sondern auch der zweite und dritte Moment gegeben sind.

Der erste Moment: Die Begegnung

Der erste Moment ist der Moment, wo überhaupt eine passende Person potenziell in mein Leben oder online in meinen Suchraum tritt – ein Partnerprofil:

  • Die riesige Menge an Kontaktmöglichkeiten, die uns das Online-Dating bietet, hat diesen Moment fraglos maximiert. Bei den vielen Optionen ist es hochwahrscheinlich, dass sich hierunter auch passende Personen befinden.

Würde dieser eine Moment ausreichen, würden die Single-Raten nicht steigen, sondern sinken. Partnerfindung wäre so einfach wie nie.

Das Problem ist aber, dass die Steigerung der Chance auf den ersten Moment durch immer mehr Profile den zweiten und dritten Moment nicht nur nicht fördert, sondern ihn sabotiert.

Der zweite Moment: Das gegenseitige Erkennen

Tritt eine passende Person in unser Blickfeld, ist dies wunderbar. Eine Partnerschaft kann zwischen uns jedoch nur entstehen, wenn wir beide dies erkennen.

Es genügt also nicht, dass sie in unser Blickfeld oder in unseren Online-Suchbereich tritt. Eine Beziehung wird nur möglich, wenn wir beide wechselseitig feststellen, dass wir die passende Person füreinander sind.

Genau dies fällt uns online jedoch schwer:

  • Wir suchen in einem unsicheren Raum und haben gar keine echten Kriterien zur Verfügung, um entscheiden zu können, ob jemand passt oder nicht.

So greifen wir auf verkürzende Heuristiken zurück, oft in Sekundenschnelle. Diese Kriterien weisen jedoch keinen Zusammenhang zur entscheidenden Frage auf: Können wir glücklich miteinander werden?

Scrollen wir durch Profile, aktiviert sich der Vergleichsmodus:

  • Wir betrachten alle Profile kritisch, sehen überall einen Fehler. Eine Ablehnungshaltung entsteht. So kann es schnell passieren, dass wir in Unkenntnis der tatsächlich relevanten Kriterien die richtige Person ablehnen.

Es hängt nicht einmal von den Profilen ab, sondern die Ablehnungswahrscheinlichkeit steigt allein dadurch, dass wir hintereinander mehrere Profile betrachten. Gleichzeitig wächst die Hoffnung, dass noch ein besseres Profil kommt.

Warum sich dann jetzt bereits festlegen?

Denken wir so, werden wir das vermutlich auch denken, wenn der passende Mensch in unser Leben tritt.

Konsequenz:

  • Wir scrollen weiter – die Partnerfindung, das Passende erkennen, wird durch das moderne Online-Dating erschwert.

Der dritte Moment: Die Ergreifung der Chance

Leider gilt das auch für den dritten Moment, nämlich die Ergreifung der Chance, die Nutzung des Moments:

  • Voraussetzung hierfür ist unsere Bindungsbereitschaft. Die aber sinkt mit steigenden Profil-Anzahlen. Sogar rein imaginierte Alternativen genügen, um unsere Bindungsbereitschaft zu senken.

Außerdem lockt uns das Online-Dating, weiterzumachen. Angst vor Veränderung tritt hinzu:

  • Wir begegnen der passenden Person, wir merken, dass es passen könnte, aber wir haben Angst vor der Festlegung, schrecken vor der Veränderung zurück – wir haben schließlich noch viele weitere Chancen später.

Bei manchen tritt der dritte Moment sogar partiell ein, bleibt aber immer fragil:

  • Sie sind weiter bei den Dating-Apps und Beziehungen werden so oft keinen Bestand haben.

Weitere Gefahren und ein Ausweg

Im Video schildere ich viele weitere Aspekte, etwa die Überrepräsentation von Menschen mit der sogenannten dunklen Persönlichkeitstriade – Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie – bei den Dating-Apps.

All dies braucht uns nicht und soll uns nicht vom Online-Dating abschrecken:

  • Im Video erläutere ich noch einmal anhand des bereits mehrfach auch in diesem Blog vorgestellten 7-Schritte-Schemas, dass wir uns vor all diesen negativen Prozessen schützen können, wenn wir uns diese bewusst machen, reflektiert vorgehen und uns klar gegen Unverbindlichkeit und Scrollen und für Beziehung entscheiden.

Tun wir dies, werden wir Moment 2 und Moment 3 der Partnerfindung nicht verpassen, wenn Moment 1 eintritt.

Jetzt sind Sie gefragt

Wenn Sie das Thema berührt, schauen Sie gerne in mein Video „Die Drei Momente der Partnerfindung“ – ich freue mich, wenn Sie hier im Blog einen Kommentar hinterlassen, das Video liken, den Kanal abonnieren und es mit Freunden teilen, die ebenfalls auf der Suche nach einer erfüllten Partnerschaft sind. Und natürlich freue ich mich auch unter dem Video über Ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken!

Ich hoffe, mein Video gibt Ihnen weitere Anregungen und hilft Ihnen, Ihre Partnerfindung zum Erfolg zu bringen.

– bei gleichzeitigem Bemühen, die Wahrscheinlichkeit zu optimieren, dass nicht nur Moment 1, sondern von ihm gefolgt Moment 2 und 3 der Partnerfindung für Sie tatsächlich Wirklichkeit werden. Auf diesem Prozess begleiten wir Sie gerne.

Bei Gleichlang haben wir unsere gesamte Tätigkeit darauf ausgerichtet, die Wahrscheinlichkeit nicht nur für Moment 1 zu maximieren, sondern auch dafür, dass den Momenten 2 und 3 gefolgt wird, sodass eine echte Beziehung entstehen kann.

Auf diesem Weg begleiten wir Sie gerne:

Zur Beziehungssuche bei Gleichklang

Weitere Links:

glückliches älteres Paar am Steeg eines Sees.

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